Covid-19 in der Region Tübingen

Corona: Der Live-Blog vom 30. Mai bis 1. Juni 2020

01.06.2020

Von hz

Die Gruppe Querdenken 7071 rief zum Protest gegen die Corona-Maßnahmen auf. Bild: Anne Faden

Montag, 1. Juni 2020

20.00 Uhr: Nach weiteren Lockerungen der Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist seit heute wieder mehr Kultur im Land möglich: Theatervorstellungen, Konzerte und Kinoaufführungen mit weniger als 100 Besuchern sind wieder erlaubt - wenn die inzwischen üblichen Abstands- und Hygienevorschriften in den Räumen eingehalten werden können. Elmar Bux, der Betreiber des Rottenburger Kinos im Waldhorn, hat als erster im Landkreis Tübingen gleich an Pfingstmontag seinen Saal wieder geöffnet.

18.21 Uhr: Das Landesgesundheitsamt meldet am Montag weitere 14 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 34.769. Davon seien knapp 32.000 Menschen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt noch knapp 1100 Menschen im Land mit Sars-Cov-2 infiziert. Die Reproduktionszahl für Baden-Württemberg liegt bei R 1,13, die 7-Tage-Inzidenz bei 2,4.

18.01 Uhr: Im Landkreis Reutlingen bleiben die Corona-Fallzahlen übers gesamte Pfingstwochenende stabil: Seit vergangenem Mittwoch meldet das Reutlinger Landratsamt konstant 1543 Infektionen mit Sars-Cov-2 seit Ausbruch der Pandemie.

Neuland beim „Rooftop“-Konzert: Das Duo Acoustic Storm beschallte Wannweil. Bild: Horst Haas

17.55 Uhr: „Ein Konzert auf einem Dach haben wir auch noch nie gegeben“: Neuland für Jürgen Sturm und seine Partnerin Mary Jane. Das Poltringer Duo, bekannt als „Accoustic Storm“, spielte auf dem Dach der Wannweiler Firma Isepos. Zuvor sang Misha Singer, die Frau des Geschäftsführers Michael Singer. „Wir wollten in diesen Corona-Zeiten etwas machen“, erklärte dieser. Und zugleich den Nachbarn am „Tag der Nachbarschaft“ etwas bieten.

17.31 Uhr: Seit einer Woche gibt es in Tübingen eine Ortsgruppe der Querdenken-Bewegung, die gegen die Maßnahmen zum Coronavirus protestiert. Am Wochenende demonstrierte sie am Anlagensee.

16.54 Uhr: Die Bolzplätze dürfen laut Corona-Landesverordnung von Dienstag, 2. Juni, an wieder öffnen. In Tübingen sind das 36 Plätze, die teils mit Toren, teils mit Basketballkörben ausgestattet sind. Es gelten weiterhin die Vorgaben der aktuellen Corona-Verordnung. Dazu zählen der Mindestabstand von 1,50 Meter und die üblichen Hygieneregeln. Körperkontakt soll vermieden werden. Jeder Bolzplatz darf von bis zu zehn Personen gleichzeitig benutzt werden. „Wir hoffen, dass sich alle an die Regeln halten, damit wir die Plätze nicht wieder schließen müssen“, so Manfred Niewöhner, Leiter des Fachbereichs Bildung, Betreuung, Jugend und Sport, in einer Pressemitteilung. „Zur Unterstützung werden ab 5. Juni Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachabteilung Jugendarbeit einige Bolzplätze besuchen, um Anregungen zu geben, wie man die Regeln beachten und trotzdem Spaß haben kann.“

14.05 Uhr: Die Corona-Fallzahl im Kreis Tübingen ist am Montag nicht gestiegen und liegt wie am Sonntag bei 1290 Infektionen seit Ausbruch der Pandemie im Landkreis. Es kam auch kein Todesfall hinzu, im Kreis starben es bisher 59 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19.

 

 

14.01 Uhr: Die Schwimmbäder und Wellnessbereiche der Hotels in Baden-Württemberg sollen vom kommenden Wochenende an wieder öffnen dürfen. Das sagte Tourismusminister Guido Wolf (CDU) der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Karlsruhe.

13.20 Uhr: Die Proteste gegen die Beschränkungen in der Corona-Krise halten an. In Stuttgart gingen am Wochenende erneut mehrere Hundert Menschen auf die Straße. An die Regeln halten sich die meisten trotzdem.

12.30 Uhr: Nach Wochen weitgehenden Stillstandes ist der Tourismus in Baden-Württemberg mit Beginn der Pfingstferien wieder auf Touren gekommen. Im ganzen Land füllten sich bei frühsommerlichem Wetter Hotels und Campingplätze. Die meisten Gäste hielten sich problemlos an die Regeln zur Vermeidung der Ausbreitung des Coronavirus.

 

Push-Service:
Die wichtigsten Nachrichten direkt aufs Smartphone: Installieren Sie die Tagblatt-App für iOS oder für Android und erhalten Sie Push-Meldungen über die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Themen aus der Region Tübingen.

 

9.42 Uhr: Vom morgigen Dienstag an darf im Südwesten erstmals seit Beginn der Corona-Maßnahmen wieder getanzt, gekämpft und trainiert werden. „Die weiteren Lockerungen im Sport zum 2. Juni sind ein wichtiger Schritt für Sportvereine, Fitnessstudios, Tanzschulen und viele andere Menschen, die den Sport lieben und leben“, sagte Sportministerin Susanne Eisenmann (CDU). Doch sie ruft auch zu Rücksicht und Vorsicht auf.

9.30 Uhr: Ein Infektionsfall mit dem Coronavirus auf dem Sonderflug der deutschen Wirtschaft nach China hat sich bestätigt. Auch der zweite Test zur Überprüfung einer Ansteckung des Passagiers auf dem Charterflug nach Tianjin war positiv, wie der Geschäftsführer der deutschen Handelskammer in China, Jens Hildebrandt, am Montag der Deutschen Presse-Agentur berichtete.

Sonntag, 31. Mai 2020

19.10 Uhr: Am Sonntagabend meldete das Landesgesundheitsamt (LGA) weitere 19 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 34.755. 31.858 davon seien bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen, so die Pressemitteilung des Sozialministeriums. Derzeit seien noch 1155 Menschen im Land mit dem Sars-Cov-2 infiziert. Die Reproduktionszahl für Baden-Württemberg liege bei R 0,85, die 7-Tage-Inzidenz bei 2,5.

17.37 Uhr: Mehrere Hundert Menschen haben am Sonntag wieder gegen Einschränkungen durch die Corona-Verordnung des Landes demonstriert.

Bummel in der Neckargasse: Viele, in Corona-Zeiten womöglich zu viele nutzten das Pfingstwochenende für einen Besuch in der Tübinger Innenstadt. Bild: Anne Faden

13.59 Uhr: Das Landratsamt Reutlingen meldet am Pfingstsonntag unverändert 1543 Infektionen mit dem Coronavirus seit Ausbruch der Pandemie im Kreis. Im Kreis Tübingen stieg die Zahl der laborbestätigt mit Sars-Cov-2 Infizierten am Sonntag um einen Fall auf 1290. Die Zahl der Todesfälle blieb in beiden Landkreisen unverändert.

11.33 Uhr: Weil das Tübinger Stadtmuseum in den Pfingstferien wegen der Corona-Pandemie keine Roboter-Workshops veranstalten kann, können Kinder zwischen acht und zwölf Jahren stattdessen einen Roboter-Bausatz abholen und zu Hause einen Roboter aus Recycling-Material bauen. Die Tüte mit den Bauteilen gibt es kostenlos, solange Vorrat reicht. Sie kann während der Öffnungszeiten (Mittwoch bis Sonntag 11 bis 17 Uhr) im Stadtmuseum abgeholt werden. Informationen zur Ferienaktion gibt der Recycling-Künstler Robin Broadfood in einem kurzen Video auf der Internetseite des Stadtmuseums abrufbar ist. Kinder, die bis Sonntag, 14. Juni, ein Foto oder einen kurzen Film von ihrem Roboter per E-Mail an stadtmuseum@tuebingen.de schicken, bekommen ein Roboter-Memory-Spiel als Dankeschön. Oder man kommt mit dem Roboter im Stadtmuseum vorbei und lässt dort ein Bild machen. Die Fotos präsentiert das Stadtmuseum auf seiner Internetseite und in den sozialen Medien.

11.01 Uhr: Mehr Kultur ab 1. Juni: Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne) hält es für schön und wichtig, dass die Kultur im Südwesten Schritt für Schritt zurückkommen dürfe.

Samstag, 30. Mai 2020

20.05 Uhr: Am Samstag hat das Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg weitere 28 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten im Land auf mindestens 34.736. Davon seien 31.803 Personen wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit seien damit noch geschätzt 1182 Menschen im Land mit dem Coronavirus (Sars-Cov-2) infiziert. Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 1,03 angegeben. Sie gibt an, wie viele Personen im Durchschnitt von einem Infizierten angesteckt werden. Der Anteil der Infektionen beim Personal medizinischer Einrichtungen liegt bei mindestens 8 Prozent aller registrierten Fälle.

Aus den Landkreisen Ortenaukreis und Reutlingen wurden am Samstag zwei weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf 1751 (994 Männer und 757 Frauen). Das Alter der Gestorbenen lag zwischen 18 und 106 Jahren, 65 Prozent 80 Jahre oder älter. Erfasst sind Personen, die an ihrer Covid-19-Erkrankung starben oder auch aufgrund anderer Ursachen, während aber ein positiver Sars-Cov-2-Befund vorlag.

Laut Beschluss zwischen Bund und Ländern zur Eindämmung der Covid-19-Epidemie wurde die 7-Tage-Inzidenz als Maß für die Bewertung des Infektionsgeschehens festgelegt, also die Anzahl der in den vergangenen 7 Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. Diese Zahl liegt im Baden-Württemberg-Durchschnitt aktuell bei 2,5. In Landkreisen mit Werten über 50 Neuinfektionen würden von Gesundheitsämtern erneut Maßnahmen zur Eindämmung ergriffen.

18.25 Uhr: Anstrengender Samstag für Stuttgarts Polizei: Mehrere Corona-Demos und eine mutmaßlich rechtsextreme Aktion am DGB-Haus. Der Deutsche Gewerkschaftsbund spricht von einem Anschlag.

14.31 Uhr: Die Corona-Fallzahlen im Kreis Tübingen sind am Samstag nicht gestiegen. Das meldet das Tübinger Landratsamt am frühen Nachmittag. „Wir liegen weiterhin bei 1289 Fällen“, schreibt Pressesprecherin Martina Guizetti. Es sei auch kein weiterer Todesfall hinzugekommen, sodass die Zahl der im Zusammenhang mit Covid-19 Gestorbenen weiter bei 59 liegt.

 

 

11.00 Uhr: Nach wochenlanger Pause endlich mal wieder ins Kino oder ins Theater gehen? Nicht nur die Zuschauer freuen sich vermutlich darauf - auch Betreiber und Intendanten sind froh, dass es weitergehen kann. Aber nicht jeder ist rundum glücklich mit den Umständen.

10.12 Uhr: Eine Coronavirus-Infektion erhöht einer internationalen Studie zufolge das Sterberisiko von Patienten nach einer Operation. Vor planbaren Eingriffen sollte deshalb eine Infektion mit Sars-CoV-2 möglichst ausgeschlossen werden. Die Ergebnisse wurden von dem Forschungsnetzwerk CovidSurg Collaborative im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlicht. Beteiligt war auch das Universitätsklinikum Tübingen, das in einer Mitteilung über die Untersuchung informierte.

9.31 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die Lockerungspläne seines thüringischen Amtskollegen Bodo Ramelow (Linke) kritisiert und ein einheitliches Vorgehen der Länder in der Corona-Krise angemahnt.

9.17 Uhr: Anfangs litten Fahrradläden unter Corona. Aber längst hat sich das Blatt gedreht. Sie verkaufen massenweise neue Räder und werden von Serviceaufträgen überrollt. Seit März wurde so viel umgesetzt wie selten zuvor. Freilich: Diese Branche ist eine Ausnahme. Im April sind die Umsätze des Einzelhandels um 6,5 Prozent geschrumpft, im Mai dürfte es nicht besser aussehen.

Wie ist es, in Corona-Zeiten zur Schule zu gehen?
kostenpflichtiger Inhalt

„Wie ist es in Corona-Zeiten zur Schule zu gehen?“ – diese Frage stellte TAGBLATT-Volontärin Hannah Möller diese Woche Elftklässlern und Abiturienten in der Tübinger Uhlandstraße. Die Antworten der Schülerinnen und Schüler von Kepler- und Uhland-Gymnasium gibt es im Video.

04:02 min

8.40 Uhr: Am Montag ist Kindertag. Aber über Kinder wird derzeit sowieso viel geredet. Staunend schaut das Publikum auf einen Streit über die Corona-Ansteckungsgefahr, die von Kindern ausgeht oder nicht ausgeht.

8.37 Uhr: Private Feiern wie Hochzeiten, Taufen oder Geburtstage können in Baden-Württemberg ab 9. Juni wieder in öffentlich angemieteten Räumen gefeiert werden. Bis zu 99 Personen sind erlaubt. Bei Feiern zuhause ist die Zahl auf 20 Gäste aus verschiedenen Hausständen begrenzt. Bei Familienmitgliedern gelten keine Begrenzungen. Darauf haben sich die Spitzen der Landesregierung am Freitagabend verständigt.

 

In eigener Sache:
Seit der erste Corona-Fall in Tübingen aufgetreten ist, berichtet das Schwäbische Tagblatt täglich in einem Live-Blog über die aktuellen Entwicklungen in der Region. Unsere Arbeit wird nicht wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk über allgemeine Gebühren finanziert, sondern durch unsere zahlenden Abonnenten und Anzeigenkunden. Dennoch bleibt dieses Übersichts-Blog angesichts des großen Informationsbedürfnisses gratis. Wenn Sie unsere Arbeit schätzen, denken Sie bitte darüber nach, sie durch den Abschluss eines Abos zu unterstützen. Das Online-Abo gibt es bereits zu einem Preis von 6,90 Euro im Monat. Außerdem bietet der Verlag SCHWÄBISCHES TAGBLATT ein Zeitungsabonnement (Print oder E-Paper) zum Sonderpreis an.

 

8.34 Uhr: Wie bewegen sich Städter? Mit dieser Frage hat sich die Denkfabrik Agora Verkehrswende in einem neuen Vergleich von 35 Städten beschäftigt. Agora-Verkehrsforscherin Anne Klein-Hitpaß erklärt, wie urbane Mobilität gestaltet wird, wie die Verkehrswende gelingt und was Corona verändert hat.

8.20 Uhr: Das Geld steht schon seit Wochen bereit: 100 Millionen Euro an Überbrückungshilfen will die Bundesregierung Studierenden zur Verfügung stellen. Geflossen ist jedoch noch kein Cent. Frühestens ab 8. Juni kann das Geld beantragt werden – mehr als elf Wochen nach der Schließung von Restaurants und Bars. „Den Titel der Trödelministerin hat sich Frau Karliczek redlich verdient“, unkt Grünen-Politiker Jens Brandenburg über die Bildungsministerin.

8.12 Uhr: Die Bäder-Öffnungserlaubnis zum 6. Juni gilt für alle Schwimmanlagen und Saunen mit Ausnahme von Warm- und Dampfbädern. Das hat ein Sprecher des Sozialministeriums dieser Zeitung gesagt. Nach Pfingsten will die Regierung eine Verordnung veröffentlichen, die die Bedingungen des Badebetriebs regelt.

Der Fotograf Daniel Biber hat die Grenzsperren zum Infektionsschutz mit der Kamera dokumentiert und an den Betonblöcken traurige Menschen getroffen. Bild: Daniel Biber

8.09 Uhr: „Das hat mich schockiert, wie hart die Grenze geworden ist.“ Fotograf Daniel Biber hat acht Wochen lang die Sperren an der deutsch-schweizerischen Grenze dokumentiert, die zum Schutz vor dem Coronavirus errichtet worden sind.

7.50 Uhr: Eine ganze Reihe von Demonstrationen sind heute und am Sonntag in Stuttgart geplant. Die meisten Kundgebungen richten sich nach Angaben der Stadt gegen Beschränkungen wegen der Corona-Krise. Aus dem Umfeld der „Initiative Querdenken 711“ wurden für Samstag demnach gleich mehrere Demonstrationen mit teils mehreren Tausend Teilnehmern auf dem Cannstatter Wasen (ab 15.30 Uhr) angemeldet. Die Stadt habe die Anzahl dort jedoch auf insgesamt 5000 Menschen begrenzt, sagte eine Sprecherin am Donnerstag.

 

Push-Service:
Die wichtigsten Nachrichten direkt aufs Smartphone: Installieren Sie die Tagblatt-App für iOS oder für Android und erhalten Sie Push-Meldungen über die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Themen aus der Region Tübingen.

 

7.11 Uhr: Die Entwicklung der weltweiten Infektion mit dem Coronavirus kann in einem neuen Dashboard beobachtet werden. Ziemlich bunt kommt die Seite des Geoinformatikers Joe Thunyathep Santhanavanich von der Hochschule für Technik Stuttgart (HFT) daher. Er arbeitet daran, geografische und räumliche Daten mit anderen Daten zu verarbeiten und bildlich darzustellen. Das spiegelt sich auf der Seite www.covid19dashboard.org wider. Symbole wie eine Figur mit Mund-Nasen-Schutz zeigen aktive Fälle, eine grüne Pille steht für Genesene, ein Totenkopf für Todesfälle. Das Dashboard listet weltweite und deutsche Zahlen, immer im zeitlichen und räumlichen Vergleich und sowohl in absoluten Zahlen als auch in grafischen Verlaufskurven und Animationen in Echtzeit. Integrierte Quellen sind unter anderem die Johns Hopkins Universität und das Robert-Koch-Institut. Eigentlich hatte Santhanavanich die Übersicht im März 2020 zunächst privat entwickelt, um seiner besorgten Familie in Thailand zu zeigen, „dass Stuttgart im Vergleich kein schlechter Platz ist, um dort in Zeiten von Corona zu leben“, sagt der Informatiker.

Bild: Hochmuth Design

6.30 Uhr: In der fünten Folge der „Coronaphänomene“ stellt Tagblatt-Redakteur Peter Ertle Mundschutz vor, der an anderen Körperteilen als an Mund und Nase getragen werden soll.

6.28 Uhr: Zum Abschluss des ersten Corona-Soforthilfeprogramms hat die IHK Reutlingen von den 21.341 Anträge von Firmen und Selbstständigen aus der Region Neckar-Alb 12.430 positiv geprüft und an die L-Bank weitergegeben. 8807 Anträge gingen zurück, weil Angaben fehlten, die Antragsgründe nicht plausibel oder Anträge mehrfach hochgeladen waren. Die Ablehnungsquote lag bei unter 2,5 Prozent.

6.28 Uhr: An Pfingsten wird es bei den Gottesdiensten in mancher katholischen Kirche in Tübingen eng.

6.20 Uhr: Die Tübinger Geschwister-Scholl-Schule will allen Schülern und Lehrern ermöglichen, sich im Rahmen einer Pilotstudie vor Ort auf eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 testen zu lassen.

6.12 Uhr: Lindenhof-Sommertheater: Hölderlin wird verschoben, aber ein

kleiner Hyperion seufzt im Wäldchen die Lücke zu. Tübingen. Am Landestheater Tübingen (LTT) geht es wieder los – ab 5. Juni. Der Schwerpunkt wird in den kommenden beiden Monaten auf Vorstellungen unter freiem Himmel im LTT-Hof liegen.

6.00 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion. Kurz vor den Pfingstferien hat das Tübinger Landratsamt am Freitag nochmals ausführliche Zahlen zu den Corona-Infektionen im Landkreis veröffentlicht. Von 1289 mit dem Coronavirus Sars-Cov-2 Infizierten sind demnach bereits 1207 wieder gesund. 59 Menschen starben in Zusammenhang mit Covid-19.

 

Hilfsangebote:
Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen sollen sich während der Corona-Epidemie besonders gut von anderen isolieren. Um diese Menschen zuhause mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen, gibt es im Kreis Tübingen viele öffentliche und private Hilfsangebote. Es gibt aber auch Meldungen über Betrüger, welche die Situation ausnutzen. Fast überall können sich Hilfesuchende deshalb direkt an ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden, wo man den Überblick über lokale Nachbarschaftshilfen und seriöse Angebote von Organisationen und Institutionen hat. Wir haben die Infoseiten zusammengetragen.

 

Illustration des Coronavirus (2019-nCoV) des Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Die Fortsätze auf der Oberfläche des Virus erinnern an eine Corona. Bild: Wikimedia - CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM [Public domain]

Das derzeit grassierende neuartige Coronavirus gehört zur Familie der Coronaviridae, deren Vertreter bei Wirbeltieren verschiedene Erkrankungen hervorrufen. Manche Coronaviren können Artenbarrieren überwinden und mehrere Wirtspezies infizieren.

Beim Menschen sind momentan sieben Coronavirusspezies als Erreger von leichten Erkältungskrankheiten bis hin zu schweren akuten Atemwegssyndromen bekannt (Stand Februar 2020). Neben dem sich aktuell weltweit ausbreitenden Sars-Cov-2 ist auch der Erreger der Sars-Pandemie 2002/2003 Sars-Cov sowie der 2012 aufgetretene Erreger Mers-Cov von Bedeutung.

Sars steht für Severe Acute Respiratory Syndrome (Schweres Akutes Atemwegssyndrom), Mers bedeutet Middle East Respiratory Syndrome (Atemwegssyndrom des Mittleren Ostens).

Der Begriff Corona bezieht sich auf das Erscheinungsbild dieser Viren: Die Fortsätze auf der Virenhülle sehen unter dem Elektronenmikroskop wie ein Strahlenkranz aus, der einer Sonnenkorona ähnelt. Corona kommt aus dem Spanischen und bedeutet Krone.

Die durch das Sars-CoV-2 (Severe-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2) ausgelöste Erkrankung der Atemwege wurde Covid-19 genannt (Coronavirus-Disease-2019, deutsch: Coronavirus-Krankheit-2019).

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Fachliche Informationen zu der neuen Atemwegserkrankung Covid-19 (verursacht durch das Coronavirus Sars-Cov-2) stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung.

Informationen zum Coronavirus, zu den Fallzahlen und zu den geltenden Verordnungen zur Eindämmung der Epidemie im Land gibt es beim Sozialministerium Baden-Württemberg.

Das Tübinger Landratsamt hat unter der Telefonnummer 07071/207-3600 eine Hotline eingerichtet: Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr.

Neben Einkaufshilfen vermittelt die Stadtverwaltung Tübingen Informationen zu sozialen Hilfsangeboten in Tübingen. Das Corona-Telefon ist immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr besetzt. Die Telefonnummer lautet 07071/204-1010. Der Hilfsdienst ist auch per E-Mail erreichbar: corona.soziales@tuebingen.de. Viele Informationen und Kontaktdaten von Einkaufs- und Nachbarschaftshilfen gibt es außerdem auf der städtischen Internetseite: www.tuebingen.de/corona-einkaufshilfe

Wer seine Hilfe in der Nachbarschaft anbieten möchte, kann das auch über das Formular tun, das wir - inspiriert vom Berliner Rundfunk - erstellt haben und hier als PDF zum Download anbieten: ausfüllen, ausdrucken und in der Nachbarschaft verteilen für die Menschen, die keinen Internetzugang haben.

Zum Dossier: Alle Corona Live-Blogs

Zum Artikel

Erstellt:
1. Juni 2020, 06:30 Uhr
Aktualisiert:
1. Juni 2020, 06:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. Juni 2020, 06:30 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Inhalt nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.

Push aufs Handy

Die wichtigsten Nachrichten direkt aufs Smartphone: Installieren Sie die Tagblatt-App für iOS oder für Android und erhalten Sie Push-Meldungen über die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Themen aus der Region Tübingen.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+