Der Tag in der Region

Live-Blog | Widmann-Mauz jubelt: CDU holt knapp das Tübinger Direktmandat

26.09.2021

Von hz/loz/itz/job

Jubel bei der CDU: Annette Widmann-Mauz hat erneut das Direktmandat geholt. Bild: Ulmer

Tatti muss weiter bangen

0.22 Uhr: Die Reutlinger Bundestagsabgeordnete Jessica Tatti (Linke) bangt weiter um den Einzug in den Bundestag. Dem TAGBLATT gegenüber gab sie sich vor wenigen Minuten zuversichtlich, eine endgültige Entscheidung ist aber noch abzuwarten.

Wer hat es geschafft?

0.03 Uhr: Ein turbulenter Wahlabend neigt sich dem Ende entgegen. Die meisten Artikel zur Wahl und zur Stadtbahn werden im Laufe der Nacht online zur Verfügung stehen.

Aus dem Wahlkreis Tübingen haben es Annette Widmann-Mauz (CDU), Chris Kühn (Grüne) und Martin Rosemann (SPD) erneut in den Bundestag geschafft. Heike Hänsel (Linke) wird dagegen nicht erneut im Bundestag sitzen. Auch Julian Grünke (FDP) hat den Sprung ins Parlament verpasst.

Aus dem Wahlkreis Reutlingen sind Michael Donth (CDU), Beate Müller-Gemmeke (Grüne) und Pascal Kober (FDP) wieder in Berlin dabei. Jessica Tatti (Linke) bangt noch. Ihr könnte es allerdings reichen.

Reutlinger SPD: „Vergeblich gekämpft“

23.59 Uhr: Die SPD ist der CDU bei den Zweitstimmen in der Stadt Reutlingen dicht auf die Pelle gerückt: Die Union holt 22,6 Prozent, die SPD 22,4. „Das ist ein ganz starkes Signal, auch für künftige Wahlen“, sagt die SPD-Kreisvorsitzende Ronja Nothofer. Für ihren Kandidaten Ulrich Bausch sei es schade, dass er auf der Landesliste einen chancenlosen Platz habe. „Da haben wir vergeblich gekämpft“, sagt sie. (Ergebnisse: siehe 22.05 Uhr).

Widmann-Mauz im Video: „Fühlt sich wunderbar an“

23.24 Uhr: Bei den Erststimmen holte Annette Widmann-Mauz 2042 Stimmen mehr als ihr grüner Kontrahent Chris Kühn. Kein Wunder, dass sich die wiedergewählte CDU-Bundestagsabgeordnete im Video-Interview glücklich zeigt:

Glückliche Siegerin: Annette Widmann-Mauz ist wiedergewählt
Videoplayer konnte nicht geladen werden.

Die CDU holt nach langem Bangen am Wahlabend erneut das Direktmandat für den Wahlkreis Tübingen: Annette Widmann-Mauz: „Es fühlt sich einfach wunderbar an!“ Video: Miri Watson

01:30 min

Vorläufiges Endergebnis im Wahlkreis Tübingen

23.15 Uhr: Nun liegt das vorläufige Ergebnis aus dem Wahlkreis Tübingen vor. Annette Widmann-Mauz (CDU) holt 27,0 Prozent der Stimmen (-8,7 Prozent im Vergleich zu 2017). Chris Kühn (Grüne) gewinnt 6,6 Prozent hinzu und steigert sich auf 25,7 Prozent. Martin Rosemann holt für die SPD 18,2 Prozent – und damit 0,9 Prozent mehr als vor vier Jahren. Die FPD mit Julian Grünke gewinnt 1,5 Prozent und liegt bei 9,4 Prozent. Große Verliererin der Wahl im Kreis Tübingen ist Heike Hänsel (Linke). Sie verliert 4,1 Prozent und holt somit insgesamt 4,7. Für einen Einzug in den Bundestag wird das wegen der bundesweiten Verluste ihrer Partei nicht mehr reichen.

Bei den Zweitstimmen liegen die Grünen mit 23,4 Prozent vorne. Es folgen CDU (21,8), SPD (20,4), FDP (14,2), AfD (7,9) und Linke (5,2). Gegenüber der Wahl von 2017 haben CDU (-9,0), Linke (-4,3) und AfD (-2,1) die größten Verluste im Wahlkreis hinnehmen müssen. Grüne (+5,4), SPD (+4,7) und FDP (+2,4) legen zu.

Knapper Vorsprung für die CDU

22.58 Uhr: Im Wahlkreis Tübingen kommt Annette Widmann-Mauz (CDU) auf 26,7 Prozent der Erststimmen. Chris Kühn (Grüne) liegt bei 25,9 Prozent. Noch fehlen die Stimmen aus Gomaringen (264 von 272 Ergebnissen liegen vor), da liegt Widmann-Mauz allerdings vorne. Deshalb ist ihr das Direktmandat nicht mehr zu nehmen.

Bei den Zweitstimmen im Wahlkreis liegen die Grünen (23,6 Prozent) knapp vor CDU (21,6) und SPD (20,4).

Widmann-Mauz holt das Direktmandat

22.34 Uhr: Erlöster, begeisterter Applaus bei der CDU. Annette Widmann-Mauz reckt im Bühler Schlosssaal die Fäuste in die Luft: Sie hat ganz knapp das Direktmandat im Wahlkreis Tübingen wieder geholt. Chris Kühn (Grüne) ist zwar unterlegen, wird über die Liste aber trotzdem wieder in den Bundestag einziehen - wie auch Martin Rosemann für die SPD.

Jubelte ausgelassen: Annette Widmann-Mauz. Bild: Ulmer

„Ich finde es einfach bombenmäßig gut. Ich habe schon öfter gesagt: So ein tolles Team hatte ich noch nie und wenn man dann am Ende schaut, wie viele Stimmen es waren, dann sind es die Haustüren, die wir abgeklappert haben“, sagte Widmann-Mauz begeistert. Die offiziellen Ergebnisse aus dem Wahlkreis liegen in Kürze vor.

57,39 Prozent gegen die Innenstadtstrecke

22.31 Uhr: Der Tübinger Bürgerentscheid ist ausgezählt! Von 68.777 Wahlberechtigten nutzen 30.609 Menschen ihre Nein-Stimme (57,39 Prozent), 22.728 sind für die Innenstadtstrecke (42,61 Prozent). Die Wahlbeteiligung liegt bei 78,41 Prozent. Die Entscheidung ist für den Gemeinderat drei Jahre bindend. Wie die einzelnen Bezirke abgestimmt haben, gibt es hier.

Donth: „Niemand kann sich abkoppeln“

22.12 Uhr: Der Reutlinger CDU-Kandidat Michael Donth freut sich, zum dritten Mal in Serie das Reutlinger Direktmandat geholt zu haben. Die Verluste von 8 Prozent seien ärgerlich, „aber niemand kann sich vom Bundestrend abkoppeln“. Donth ist sehr zufrieden, dass er 6 Prozentpunkte über dem Zweitstimmenergebnis der CDU im Wahlkreis Reutlingen liegt.

Darf weiterhin nach „Bärlin“: Michael Donth (CDU). Bild: Thomas de Marco

Tübingen: Wer holt das Direktmandat?

22.07 Uhr: Im Wahlkreis Tübingen deutet alles auf einen Krimi hin – zwar liegt Annette Widmann-Mauz (CDU) aktuell vor Chris Kühn (Grüne), doch die Ergebnisse aus der Stadt Tübingen hängen noch an der Auszählung des Bezirks WHO II (siehe 21.45 Uhr). Auch Gomaringen ist noch nicht final ausgezählt. Am Ende könnte es auf wenige hundert Stimmen ankommen.

Reutlingen: Donth holt Direktmandat

22.05 Uhr: Im Wahlkreis Reutlingen verliert der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Donth über acht Prozent, holt aber trotzdem wieder das Direktmandat. Grüne Hochburg ist einmal mehr Wannweil. Dort überholen die Grünen sogar die CDU. Und die Linke Bundestagsabgeordnete Jessica Tatti muss immer noch um ihren Wiedereinzug bangen. Es könnte eine lange Nacht werden. Beate Müller-Gemmeke (Grüne) und Pascal Kober (FDP) haben ihr Ticket nach Berlin bereits sicher in der Tasche.

Weitere Gemeinden ausgezählt

21.59 Uhr: Bodelshausen, Dettenhausen, Dußlingen, Mössingen, Nehren, Rottenburg, Hechingen und Burladingen sind nun auch ausgezählt. Wir aktualisieren stetig die Wahlergebnisse der Bundestagswahl in unserer Bildergalerie:

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So hat der Wahlkreis Tübingen gewählt: Hier werden die Ergebnisse der einzelnen Gemeinden eingestellt, sobald sie vorliegen.
Grafik: Votemanager
Grafik: Votemanager

Französisches Viertel bleibt Hochburg

21.55 Uhr: Grüne Hochburg ist in Tübingen zum wiederholten Male das Französische Viertel - 48,21 Prozent machten dort ihr Kreuz bei den Grünen. Deren Kandidat Chris Kühn erreichte hier mit 53,49 Prozent sein bestes Tübinger Ergebnis. Mehr als 50 Prozent der Stimmen bekam Kühn ansonsten noch in den Wahlbezirken Föhrberg und Pfalzhalde - sein schlechtestes mit 25,05 Prozent in Hagelloch (womit er dort immer noch knapp vor Widmann-Mauz mit 24,49 Prozent lag). Im Französischen Viertel wiederum fuhr die CDU-Kandidatin mit 5,59 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis ein, 2017 waren es hier noch 8,5 Prozent. Einstellig sind die Ergebnisse für Widmann-Mauz auch in der Innenstadt Nord-Ost, am Föhrberg und am Sternplatz. Ihr stärkstes Ergebnis erreichte sie in Hirschau (24,93 Prozent) sowie in den Briefwahlbezirken 04 (25,26 Prozent) und 35 (29,60 Prozent).

Palmer nicht im Livestream

21.46 Uhr: Oberbürgermeister Boris Palmer wird sich am Abend nicht im Livestream von SWR & TAGBLATT zur Stadtbahn-Entscheidung äußern. Er wolle ein eigenes Statement abgeben, so der OB.

SWR-Livestream nach dem Bürgerentscheid zur Tübinger Innenstadtstrecke
Videoplayer konnte nicht geladen werden.

Nach dem Bürgerentscheid zur Tübinger Innenstadtstrecke der Regionalstadtbahn Neckar-Alb sprachen SWR und TAGBLATT auf dem Tübinger Marktplatz mit Gegnern und Befürwortern über den Ausgang der Abstimmung. Video: SWR

58:48 min

Panne in einem Tübinger Wahlbezirk

21.45 Uhr: In Tübingen wartet in Sachen Bundestagswahl derzeit alles auf den letzten noch nicht ausgezählten Wahlbezirk WHO II. Eine Zahl passte nicht, so das städtische Wahlamt - weshalb alle Stimmen erneut gezählt werden mussten.

Immer mehr deutet auf ein Nein hin

21.31 Uhr: Aktuell liegen 73 von 82 Ergebnissen zum Bürgerentscheid vor, einzig einige Briefwahl-Bezirke müssen noch ausgezählt werden. Von 68.777 Wahlberechtigten nutzen demnach 26.170 Menschen ihre Nein-Stimme (57,13 Prozent), 19.636 sind für die Innenstadtstrecke (42,87 Prozent). Die Wahlbeteiligung liegt aktuell bei 67,41 Prozent. Die Entscheidung ist für den Gemeinderat drei Jahre bindend.

Stadt Tübingen fast ausgezählt

21.22 Uhr: In der Stadt Tübingen sind 81 von 82 Ergebnissen ausgezählt. Chris Kühn (Grüne) steht bislang bei 41,02 Prozent der Erststimmen, Annette Widmann-Mauz liegt bei 17,87 Prozent, Martin Rosemann bei 17,38 Prozent. Bei den Zweitstimmen liegen Grüne (37,02 Prozent) vor SPD (20,42) und CDU (14,21).

Ergebnisse aus Hirrlingen, Starzach, Rangendingen, Neustetten, Ofterdingen und Kirchentellinsfurt liegen bereits komplett vor und können in unserer Bildergalerie angeschaut werden:

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So hat der Wahlkreis Tübingen gewählt: Hier werden die Ergebnisse der einzelnen Gemeinden eingestellt, sobald sie vorliegen.
Grafik: Votemanager
Grafik: Votemanager

ISS: Es ändert sich nur wenig

21.14 Uhr: Bei der Auszählung des Bürgerentscheids liegen jetzt 69 von 82 Ergebnissen vor – darunter nun auch das Französische Viertel, das mit 64,86 Prozent für die Innenstadtstrecke votierte. Aktuell haben insgesamt 57,48 Prozent mit Nein gestimmt.

Tendenz bleibt unverändert

20.53 Uhr: Auch nach 60 von 82 Ergebnissen sind 57,92 Prozent der Tübingerinnen und Tübinger gegen die Innenstadtstrecke der Regionalstadtbahn.

CDU: Widmann-Mauz im Video

20.51 Uhr: Staatsministerin Widmann-Mauz hat dem TAGBLATT ebenfalls ein Statement zur Wahl abgegeben:

Annette Widmann-Mauz: Tief enttäuscht über bittere CDU-Niederlage
Videoplayer konnte nicht geladen werden.

CDU-Kandidatin Annette Widmann-Mauz zeigt sich in einer ersten Reaktion bitter enttäuscht von der Wahlniederlage ihrer Partei. Video: Miri Watson

03:00 min

ISS: Weiterhin Mehrheit für Nein

20.43 Uhr: Inzwischen sind 51 von 82 Wahlbezirken zum Bürgerentscheid ausgezählt: 57,67 Prozent sind aktuell dagegen. Ab 21 Uhr gibt es Stimmen und Reaktionen im Livestream.

Auch Neustetten ist ausgezählt

20.30 Uhr: Auch in Neustetten sind alle Stimmen ausgezählt. Annette Widmann-Mauz verliert rund 9 Prozentpunkte gegenüber der letzten Bundestagswahl und kommt jetzt auf 36,6 Prozent, Martin Rosemann verbessert sich um rund 3 Prozentpunkte auf 17,7 Prozent. Chris Kühn erreicht 12,7 Prozent (2017: 10,2 Prozent). Die FDP verbessert sich von 9,4 auf 12 Prozent, die AfD verliert leicht von 12,4 auf 11,6 Prozent. Die Linke stürzt von 5,3 auf 2 Prozent ab.

Bei den Zweitstimmen nähern sich CDU und SPD an. Während die Christdemokraten von 38,6 auf 30,2 Prozent zurückfallen, gewinnen die Sozialdemokraten 6,5 Prozentpunkte hinzu und liegen jetzt bei knapp 20 Prozent. Dahinter liegt die FDP mit 17 Prozent mit deutlichen Zugewinnen (2017: 13,3 Prozent). Die Grünen gewinnen nur leicht hinzu auf 11,9 Prozent (2017: 10,7 Prozent). Die AfD verliert gut 3 Prozentpunkte und liegt jetzt bei 11,7 Prozent. Die Linke büßt ebenfalls 3 Prozentpunkte ein und erreicht nur noch 1,9 Prozent.

Widmann-Mauz ist angekommen

20.22 Uhr: Staatsministerin Annette Widmann-Mauz (CDU) ist inzwischen im Bühler Schlosssaal angekommen. Sie wird heute bangen müssen. Ein Statement gibt es im Kürze im Interview.

Hat bei ihrer Ankunft noch gut lachen: Annette Widmann-Mauz (CDU). Bild: Ulmer

ISS: Deutlichstes Votum aus Hagelloch

20.14 Uhr: Inzwischen liegen 21 von 82 Ergebnisse zum Bürgerentscheid vor: 57,83 Prozent sind demnach dagegen. Das deutlichste Votum gegen die Innenstadtstrecke kommt bislang aus Hagelloch. Dort sprachen sich 72,05 Prozent dagegen aus.

FDP: Grünke im Video

20.08 Uhr: Der Tübinger Bundestagskandidat Julian Grünke (FDP) hat im Video-Interview ein erstes Statement abgegeben:

Julian Grünke, FDP: „Inhalte, nicht Dienstwagen“
Videoplayer konnte nicht geladen werden.

Der FDP-Bundestagsabgeordnete der FDP Julian Grünke freut sich über das Wahlergebnis und rechnet mit harten Koalitionsverhandlungen seiner Partei. Video: Anna Maria Jaumann

01:17 min

ISS: Erste Tendenz geht zum Nein

20.06 Uhr: Beim Bürgerentscheid zur Tübinger Innenstadtstrecke sind inzwischen rund 20 Prozent (17 von 82) der Wahllokale ausgezählt. 56,87 Prozent haben bislang für Nein gestimmt, 43,13 Prozent wollen demnach die innerstädtische Tramtrasse.

Hirrlingen ist ausgezählt

20.03 Uhr: Hirrlingen hat ausgezählt: Annette Widmann-Mauz stürzt von 47,1 auf 38,6 Prozent ab, Martin Rosemann verschlechtert sich leicht von 14,7 auf 14,4 Prozent. Chris Kühn kann dagegen dazugewinnen: Er kommt auf 15,1 Prozent (2017: 12,4 Prozent). Die FDP verbessert sich bei den Erststimmen leicht von 10 auf 11,7 Prozent, die AfD verbessert sich ebenfalls von 7,8 auf 10 Prozent. Die Linke verliert: Heike Hänsel erreicht nur noch 2,4 Prozent (2017: 5,9 Prozent).

Bei den Zweitstimmen fällt der Verlust der CDU noch drastischer aus. Sie kommt nur noch auf 30,6 Prozent gegenüber 42,2 Prozent im Jahr 2017. Die SPD klettert von 13,5 auf 16,3 Prozent und die FDP sogar von 13 auf 18,3 Prozent. Die Grünen legen leicht zu auf 13,7 Prozent gegenüber 12,3 bei der letzten Bundestagswahl. Die AfD verbessert sich leicht von 9,4 auf 10 Prozent, Die Linke verliert deutlich von 5,5 auf nunmehr 2,3 Prozent. Die kompletten Ergebnisse der ausgezählten Wahlbezirke gibt es in unserer Bildergalerie:

In Starzach verliert Widmann-Mauz auch

19.50 Uhr: In Starzach sind alle Stimmen außer jenen der Briefwähler ausgezählt. Stand jetzt, stürzt Annette Widmann-Mauz (CDU) von 42,4 Prozent auf 35 Prozent ab. Martin Rosemann (SPD) verbessert sich leicht von 14,9 auf 16 Prozent. Auch Chris Kühn (Grüne) verbessert sich leicht von 11,9 auf 12,5 Prozent. Die AfD verharrt fast unverändert bei 12,4 Prozent. Die FDP verbessert sich deutlich von 9,7 auf 13,5 Prozent. Für Die Linke muss Heike Hänsel Verluste in Kauf nehmen: Ihr Ergebnis liegt bei knapp 3 Prozent, 2017 hatte sie noch 6,8 Prozent erreicht. Johanna Pardo, Kandidatin der Partei Die Basis, liegt bei 2,6 Prozent und somit auf Platz 7.

Bei den Zweitstimmen sieht es ähnlich aus. Von knapp 36 Prozent stürzt die CDU auf 28,4 ab. Die SPD klettert von knapp 14 auf knapp 18 Prozent, die FDP von 13,2 auf 18,7 Prozent. Die Grünen bleiben fast unverändert bei 11,4 Prozent. Die AfD verliert leicht von 13,8 auf 13,1 Prozent. Die Linke rutscht von 7,6 auf 2,8 Prozent ab. Als stärkste der kleinen Parteien schneidet die Basis mit 2 Prozent ab.

Grüne: „Wird eine lange Nacht“

19.46 Uhr: Der Tübinger Bundestagsabgeordnete Chris Kühn (Grüne) sagt außerdem: „Es ist ein verrückter Abend, wir haben uns viel mehr erhofft, und andererseits haben wir Grüne das bisher beste Ergebnis eingefahren, das ist ein Grund zu feiern. Der Wahlkampf hat riesigen Spaß gemacht.“ Zu den Erststimmen prophezeit Kühn: „Das wird durch die Auszählung der Briefwahl noch eine lange Nacht.“

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Banges Warten bei der CDU im Bühler Schlosssaal: Wer holt das Direktmandat im Wahlkreis - erneut Annete Widmann-Mauz oder Chris Kühn (Grüne)? Bild: Ulmer
Wer feierte, wer hatte keinen Grund dazu? Die Bilder der Wahlpartys aus dem Wahlkreis Tübingen gibt es hier. Hier begrüßen sich Grünen-Bundestagskandidat Chris Kühn und der grüne Landtagsabgeordnete Daniel Lede Abal. Bild: Ulrich Metz
Die SPD verbringt den Abend im Tübinger Bahnhof. Bild: Miriam Plappert
Die FDP hat sich im Japengo versammelt. Bild: Anna Maria Jaumann
Bei den Grünen in Reutlingen gab es Sekt schon vor der ersten Prognose. So froh war das Team von Beate Müller-Gemmeke, dass der anstrengende Wahlkampf geschafft war. Bild: Uschi Kurz
Mit Gummibärchen will Reutlinger CDU-Kandidaten Michael Donth nach Bärlin. Bild: Thomas de Marco
"Die Aufholjagd hat funktioniert": Michael Donth, CDU-Bundestagsabgeordneter. Bild: Thomas de Marco
Gespannte Gesichter bei der Wahlparty der Linken im Lustnauer Sportheim. Bild: Wolfgang Albers
Verhaltende Freude bei der FDP nach den den ersten Hochrechnungen um 18 Uhr. "Ich bin niemand der Dinge schönredet, aber wir müssen uns ins Gedächtnis rufen, wo die FDP herkommt. Das ist das erste Mal, dass wir bei einer Bundestagswahl einen zweistelligen Prozentsatz erreichen”, sagt Grünke kurz nach der Hochrechnung. Bild: Anna Maria Jaumann
Die Tübinger CDU, hier Ersatzkandidat Christoph Naser (MItte) verfolgt die Prognose. Bild: Ulmer
Freude beim Reutlinger SPD-Kandidaten Ulrich Bausch: "Ich bin begeistert! Der Zuspruch ist von Woche zu Woche immer stärker geworden!" Er feiert im "Alexandre" am Reutlinger Marktplatz. Bild: Lauriz Rottweiler.
Das Wahlkampf Team der Tübinger SPD: (von links): Der technische Wahlkampfleiter Louis Renz, der Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann, die Landtagsabgeordnete Dorothea Kliche-Behnke und die politische WahlkampfleiterinBettina Ahrens-Diez. Bild: Miriram Plappert
Die Reaktion von FDP-Kandidat Julian Grünke auf die Rede des Kanzlerkandidaten Armin Laschet spricht Bände. Bild: Anna Maria Jaumann
Glaubt nicht mehr an ihren Wiedereinzug in den Bundestag: Heike Hänsel von der Linken. Bild: Wolfgang Albers
Warten gespannt auf das Erststimmen-Ergebnis im Wahlkreis Tübingen: Chris und Lena Kühn. Bild: Ulrich Metz

10 von 82 Ergebnisse: Tendenz geht zum Nein

19.43 Uhr: 10 von 82 Wahlräumen sind beim Tübinger Bürgerentscheid ausgezählt. 55,36 Prozent (2423 Menschen) haben bislang Nein gesagt, 44,64 Prozent (1954) wollen die Innenstadtstrecke. Neben dem Wahllokal Alter Güterbahnhof hat die ISS bislang auch in Bebenhausen eine Mehrheit bekommen – alle anderen acht ausgezählten Wahllokale sind dagegen.

Rottenburger Trend: Widmann-Mauz verliert

19.33 Uhr: Mittlerweile sind in Rottenburg 14 von 30 Wahlräumen ausgezählt, eine Mischung aus Kernstadt und Ortschaften. Der Trend bei den Erststimmen-Prozenten: Annette Widmann-Mauz (CDU) verliert deutlich, manchmal sogar zweistellig. Martin Rosemann (SPD) und – mehr noch – Chris Kühn (Grüne) legen einige Punkte zu. Wenn dieser Trend im gesamten Wahlkreis anhält, wird es beim Direktmandat heute Abend noch spannend. Kühn und Martin Rosemann (SPD) werden aber ohnehin über die Liste höchstwahrscheinlich wieder in den Bundestag einziehen. Widmann-Mauz muss bangen.

Alter Güterbahnhof: Mehrheit für Ja zur ISS

19.26 Uhr: Wanne Süd, Derendingen und Alter Güterbahnhof: Diese drei Ergebnisse zum Bürgerentscheid liegen bereits vor. Während sich Wanne Süd (65,04 Prozent für Nein) und Derendingen (64,29 Prozent für Nein) gegen die Innenstadtstrecke entschieden, haben im Wahlraum Alter Güterbahnhof 58,05 Prozent für die innerstädtische Tramtrasse votiert. Insgesamt sind bislang somit 56,72 Prozent dagegen.

SPD: Rosemann im Video

19.16 Uhr: Der Tübinger SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann mit einem ersten Statement im Video:

Martin Rosemann: „Scholz und SPD sind Wahlsieger“
Videoplayer konnte nicht geladen werden.

Der SPD-Bundestagskandidat Martin Rosemann sieht seine Partei als klaren Wahlsieger. Video: Miriam Plappert

02:06 min

Linke: Hänsels Wiedereinzug aussichtlos

19.13 Uhr: „Es sieht miserabel aus“, sagt die Tübinger Linken-Abgeordnete Heike Hänsel. Aussichtslos sei ihr Wiedereinzug ins Parlament. „Das hat Folgen: Keine Infrastruktur mehr, kein Büro mehr.“ Ihre Analyse: „Wir hatten die falsche Strategie und zu viel politisch abgeräumt wegen der Koalitionsdiskussion. Das hat die Stammwählerschaft abgeschreckt. Und wir sind zerrieben worden zwischen CDU und SPD.“

Sieht kaum Chancen mehr auf den Bundestagseinzug: Heike Hänsel (Linke). Bild: Wolfgang Albers

AfD: „Alles nur Geschwätz!“

19.10 Uhr: Hochzufrieden ist der Reutlinger AfD-Kandidat Hans-Jörg Schrade: „Wir haben eine stabile Kernwählerschaft. Von wegen, nur ein Thema und nur einmal drin im Bundestag – alles nur Geschwätz!“ Da hätten selbst die internen Querelen kaum geschadet.

Bürgerentscheid: Erstes Wahllokal ausgezählt

19.08 Uhr: Beim Bürgerentscheid um die Tübinger Innenstadtstrecke ist das erste von 82 Wahllokalen ausgezählt. 64,29 Prozent stimmten für Nein, 35,71 Prozent für Ja.

Erste Ergebnisse aus Rottenburg

19.04 Uhr: In Rottenburg sind die ersten drei (von insgesamt 30) Wahlräumen ausgezählt: Bieringen, Bad Niedernau und das neue Wahllokal in der Yalovastraße. Interessant wird es bei den Erststimmen: In Bieringen hat die bisherige Wahlkreis-Abgeordnete Annette Widmann-Mauz ihren Anteil von 2017 ungefähr gehalten. In Bad Niedernau hat sie stark verloren. Ihr grüner Konkurrent Chris Kühn kann also hoffen.

ARD und ZDF sehen SPD vorne

19.02 Uhr: Bei der Hochrechnung der ARD (18.43 Uhr) kommt die SPD auf 24,9 Prozent, die Union auf 24,7 Prozent. Das ZDF sieht den Vorsprung der Genossen deutlicher: Demnach steht die SPD bei 25,8 Prozent, CDU/CSU bei 24,2 Prozent. Die Grünen kommen auf 14,7 (ZDF) und 14,8 Prozent (ARD). Die FDP liegt demnach bei 11,8 bzw. 11,2 Prozent. Für eine Rot-Grüne-Regierung dürfte das nicht reichen.

Grüne: Kühn im Video

18.56 Uhr: Der Tübinger Bundestagsabgeordnete Chris Kühn (Grüne) kommentiert im Video die 18 Uhr-Prognose:

Interview: Chris Kühn (Grüne) nach der ersten Prognose
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Der Tübinger Bundestagskandidat der Grünen Chris Kühn über den Wahlkampf und die erste Prognose. Video: Lorenzo Zimmer

03:09 min

FDP: „Haben geliefert“

18.53 Uhr: Pascal Kober (FDP Reutlingen) im Reutlinger „Joli“: „Wir haben unseren Wählern geliefert und sie haben uns erneut ihr Vertrauen geschenkt.“

AfD: 1-2 Prozent mehr erhofft

18.50 Uhr: AfD-Kandidat Ingo Reetzke sitzt mit seinen Parteifreunden im Biergarten des Schützenhauses Metzingen. Das Ergebnis für die AfD findet er „nicht gut, nicht schlecht. Nichts zum Jauchzen und nichts zum Trauern.“ Es sei eigentlich ernüchternd, dass die Prognosen nicht übertroffen wurden. Er hatte mit 1 bis 2 Prozent mehr gerechnet als in den Prognosen. Das sagte er am Telefon.

CDU: Tappeser hofft noch

18.42 Uhr: Während Staatsministerin Annette Widmann-Mauz (CDU) erst gegen später erwartet wird, ist Regierungspräsident Klaus Tappeser bei der CDU-Wahlparty bereits eingetroffen. Zur 18-Uhr-Prognose sagt er: „Ich finde es schade, aber man sieht auch, dass Armin Laschet in den vergangenen Tagen noch einmal aufgeholt hat.“ Tappeser hofft, dass CDU und CSU im Laufe des Abends noch ein wenig aufholen und sich an der Regierungsbildung beteiligen werden.

FDP: Verhaltene Freude

18.37 Uhr: Verhaltene Freude bei der Tübinger FDP nach der ersten Prognose. „Ich bin niemand der Dinge schönredet, aber wir müssen uns ins Gedächtnis rufen, wo die FDP herkommt. Das ist das erste Mal, dass wir bei einer Bundestagswahl einen zweistelligen Prozentsatz erreichen“, sagt der Tübinger Kandidat Julian Grünke kurz nach der Prognose.

Die Tübinger FDP im Japengo. Bild: Anna Maria Jaumann

SPD: Feierstimmung bei der SPD

18.35 Uhr: „Niemand hätte dieses Ergebnis vor Monaten für möglich gehalten“, sagt die Tübinger SPD-Wahlkampfleiterin Bettina Ahrens-Diez. „Die Union hat drastisch verloren. Das ist ein klares Signal.“ Auch SPD-Landtagsabgeordnete Dorothea Kliche-Behnke zeigt sich hoch zufrieden mit den vorläufigen Ergebnissen. „Spannend ist, dass CDU und SPD gleichauf liegen. Hoffentlich verschiebt sich das noch in Richtung SPD am Ende des Abends!“

Freude auch beim Reutlinger SPD-Kandidaten Ulrich Bausch: „Ich bin begeistert! Der Zuspruch ist von Woche zu Woche immer stärker geworden!“ Er feiert im „Alexandre“ am Reutlinger Marktplatz.

CDU: Laschet von vielen unterschätzt

18.28 Uhr: Teilweise gefasst, teilweise bestürzt nimmt die Tübinger CDU die Prognose im Schlosssaal in Bühl als das historisch schlechteste Unions-Ergebnis auf. „Ich persönlich finde es schade, dass die großen Parteien CDU und SPD bei so niedrigen Prozentsätzen liegen. Daran sieht man, dass die Gesellschaft gespalten ist“, sagt Timo Piontek, Vorstandsmitglied des Stadtverbands der CDU Tübingen. Er gehe aber davon aus, dass die CDU entweder wieder in der großen Koalition oder in einem Jamaika-Bündnis an die Regierung komme. Armin Laschet sei lange von vielen unterschätzt worden.

Die Tübinger CDU, hier Wahlkampfleiter Christoph Naser (MItte), verfolgt die Prognose. Bild: Ulmer

Linke: „Gucken, wo die Fehler liegen“

18.25 Uhr: „Klar, das wird eine Zitterpartie, sagt Bernhard Strasdeit, Landesgeschäftsführer der Linken, auf der Wahlparty in Tübingen. Gut 15 Menschen sind ins Lustnauer Sportheim Riva gekommen. „Insgesamt ist das eine Verschlechterung. Wir müssen gucken, wo die Fehler lagen“, sagt Strasdeit. „Besonders schade ist das für Heike Hänsel. Bei der Prognose ist der Sitz unwahrscheinlich“, sagt Strasdeit.

Grüne: „Können nicht ganz zufrieden sein“

18.20 Uhr: Der Tübinger Grünen-Abgeordnete Chris Kühn sagt: „Das beste grüne Ergebnis aller Zeiten, wir können trotzdem nicht ganz zufrieden sein. Ich bin gespannt, was der Abend noch bringt.“ Zum CDU/CSU-Rutsch sagt er: „Das Zeitalter der Volksparteien ist endgültig vorbei.“ Kühn war die letzten Tage „sehr aufgeregt“, ist heute um 5.30 Uhr aufgewacht und mit der Familie in Immenhausen zur Wahl gegangen

Linke: „Werden zittern müssen“

18.15 Uhr: „Wir werden zittern müssen.“ SPD und Grüne hätten beide im Rennen um das Bundeskanzleramt stark zugelegt, erklärt sich die Reutlinger Linken-Abgeordnete Jessica Tatti das schwache Abschneiden der Linken. „Aber der Streit bei uns in den letzten Jahren hat auch eine Rolle gespielt. Die Leute wollen eine Linke haben, die für sie streitet und nicht untereinander“, so die Abgeordnete.

SPD: Ausgelassene Stimmung

18.11 Uhr: Ausgelassene Stimmung nach den ersten Hochrechnungsergebnissen bei der Wahlparty der SPD in der Tübinger Hauptbahnhofsgaststätte. Nur, dass der Livestream immer wieder hängt, sorgt für gelegentliche Buh-Rufe.

So jubeln SPD und Grüne über die Prognose
Videoplayer konnte nicht geladen werden.

Video: Volker Rekittke/Miriam Plappert

01:18 min

CDU: Aufholjagd hat funktioniert

18.08 Uhr: Der Reutlinger CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Donth zur ersten Prognose vor rund 50 Leuten im Lokal „Vesper und Bier“: „Die Aufholjagd hat funktioniert! Wir haben so intensiv gekämpft wie noch nie!“ Dafür gab es Applaus im Lager der Reutlinger CDU.

Prognose: Union und SPD gleichauf

18.03 Uhr: Die 18 Uhr-Prognose deutet auf einen engen Zweikampf an: Demnach liegen CDU/CSU und SPD beide bei 25 Prozent bei der Bundestagswahl. Die Grünen kommen auf 15 Prozent. AfD und FDP auf 11 Prozent, die Linke liegt demnach bei 5 Prozent. Die Wahlbeteiligung wird auf 76 Prozent geschätzt.

Jubel bei der CDU: Annette Widmann-Mauz hat erneut das Direktmandat geholt. Bild: Ulmer

Grüne: Es gibt schon Sekt

18.02 Uhr: Bei den Grünen in Reutlingen gab es Sekt schon vor der ersten Prognose. So froh war das Team von Beate Müller-Gemmeke, dass der anstrengende Wahlkampf geschafft war. Die Erwartung steigt. Mittlerweile warten rund 30 Personen mit Müller-Gemmeke auf die ersten Zahlen.

FDP: 79 Menschen wollen kommen

17.58 Uhr: Viele junge Gesichter bei der Wahlparty der FDP im Restaurant Japengo in der Schaffhausenstraße in Tübingen. Bisher ist sie aber noch spärlich besucht. Laut der FDP-Kreisvorsitzenden Dinah Murad haben sich 79 Personen für die Veranstaltung angemeldet. Bisher haben sich allerdings nur knapp 30 Personen erwartungsvoll versammelt.

SPD: „Die Stimmung ist sehr gut“

17.55 Uhr: Bei einem Bier fiebern rund 80 SPD-Anhänger und -mitglieder in der Tübinger Bahnhofsgaststätte den ersten Prognosen entgegen. „Die Stimmung ist sehr gut“, sagt der technische Wahlkampfleiter Louis Renz, „aber natürlich auch ein bisschen nervös.“ Auf einer Leinwand läuft die Wahlsendung der ARD, gleichzeitig wollen Renz und das übrige Wahlteam die lokalen Ergebnisse auf ihren Laptops verfolgen. Der Tübinger Bundestagskandidat Martin Rosemann wird auf 19 Uhr auf der Wahlparty erwartet.

7 Neuinfektionen im Kreis Tübingen

16.42 Uhr: Bevor es langsam in Richtung der ersten Wahlergebnisse geht, blicken wir auf die aktuellen Corona-Zahlen. Das Landesgesundheitsamt vermeldet 7 Neuinfektionen aus dem Kreis Tübingen am heutigen Sonntag. Im Kreis Reutlingen waren es demnach 11 Neuinfektionen.

Kreis Tübingen

  • Neuinfektionen: 7
  • Gesamtfälle: 10.677
  • 7-Tage-Inzidenz: 87,1 (-1,8)
  • Todesfälle: 189

Kreis Reutlingen

  • Neuinfektionen: 11
  • Gesamtfälle: 15.461
  • 7-Tage-Inzidenz: 80 (+1,6)
  • Todesfälle: 274

Wahlbeteiligung im Südwesten am Nachmittag hinter 2017

15.44 Uhr: In Baden-Württemberg haben bis zum frühen Nachmittag 23,27 Prozent der Berechtigten in Wahllokalen ihre Stimme für die Bundestagswahl abgegeben. Gegenüber der zurückliegenden Bundestagswahl im Jahr 2017 sei dies ein Rückgang um 13,93 Prozentpunkte, teilte Landeswahlleiterin Cornelia Nesch am Sonntag in Stuttgart mit (Stand: 14.00 Uhr).

Mehrere Unfälle, ein Brand und Streit in einer Asylunterkunft

15.40 Uhr: Gleich mehrere Unfälle und Vorfälle vom Wochenende meldet das zuständige Polizeirevier für die Landkreise Tübingen und Reutlingen. So stürzten etwa in Neustetten ein Motorradfahrer und seine Sozia, nachdem sie mit dem Gülleschlauch eines Traktorgespanns kollidiert waren. Unklar ist indes der genaue Ablauf eines Verkehrsunfalls vom Samstagvormittag auf der B296 zwischen Unterjesingen und Entringen. Auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses in Münsingen brannte es am Freitag, in einer Reutlinger Asylunterkunft sind am späten Freitagabend mehrere Bewohner aneinandergeraten.

Hohe Wahlbeteiligung in Reutlingen

15.25 Uhr: Das Gemeindezentrum Hohbuch ist eines von vier Wahllokalen, in denen die Stadt Reutlingen stündlich die Wahlbeteiligung abfragt. Um 14 Uhr lag sie bei 37,41 Prozent - allerdings ohne Briefwahl. Um 15 Uhr lag sie bei 44,26 Prozent. Das sei sehr hoch, so Wahlleiterin Davina Klemm.

Ministerpräsident Kretschmann wählt nach dem Kirchgang

15.15 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat am Sonntag in Sigmaringen seine Stimme für die Bundestagswahl abgegeben. Das berichtet die DPA.

Überschlag unter Alkoholeinfluss

14.12 Uhr: Mit seinem Fahrzeug auf dem Dach in einem Feld gelandet ist ein betrunkener Autofahrer am frühen Samstagmorgen zwischen Unterjesingen und Tübingen.

„Und dann schaue ich in traurige Kinderaugen“

13.48 Uhr: Die Gewerkschaft Verdi, Bezirk Fils-Neckar-Alb, organisierte am Samstag eine Kundgebung gegen den personalbedingten Mangel an Erziehung in bundesdeutschen Kitas.

Tübingen: Die Hälfte der Wahlberechtigten wollte Briefwahl

13.07 Uhr: Bis zum Wahlwochenende hatten in Tübingen 51 Prozent der Wahlberechtigten Briefwahlunterlagen für die Bundestagswahl beantragt. Für den Bürgerentscheid über die Tübinger Innenstadtstrecke der Regionalstadtbahn hatten 47 Prozent der Wahlberechtigten Briefwahl beantragt. Das berichtete am Sonntagmittag der städtische Wahlleiter Marco Müller.

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So hat der Wahlkreis Tübingen gewählt: Hier werden die Ergebnisse der einzelnen Gemeinden eingestellt, sobald sie vorliegen.
Grafik: Votemanager
Grafik: Votemanager

Laut Stichproben aus sechs Tübinger Wahlbezirken kamen zudem bis 12.30 Uhr am Wahlsonntag 34,3 Prozent der Tübinger ins Wahllokal, die keine Briefwahlunterlagen beantragt hatten.

Von 14.30 Uhr an werden in Tübingen an der Geschwister Scholl Schule die Briefwahlumschläge aufgeschlitzt, um abends Zeit zu sparen. Erst um 18 Uhr dürfen dann auch die Umschläge mit den Stimmzetteln geöffnet und die Stimmen gezählt werden.

Schon vormittags viele Wähler

11.58 Uhr: Die Wahllokale in der Landeshauptstadt Stuttgart verzeichneten am Sonntagmorgen dank des schönen Wetters bereits ein recht hohes Besucheraufkommen. Sollte der Trend über den Tag hinweg anhalten, sei mit einer Wahlbeteiligung in der Stadt von insgesamt 79,8 Prozent inklusive Briefwähler zu rechen, wie eine Stadtsprecherin unter Berufung auf Angaben aus der Abteilung Bevölkerung und Wahlen der Stadt sagte.

Falschfahrer verursacht schweren Unfall mit drei Toten

10.42 Uhr: Drei Menschen sind am frühen Sonntagmorgen bei einem Unfall auf der Autobahn 8 bei Pforzheim ums Leben gekommen, darunter der 35 Jahre alte Unfallverursacher.

Bundestagswahl in Baden-Württemberg: Stürzt die CDU ab?

7.22 Uhr: Der Südwesten ist nicht gerade als SPD-Hochburg bekannt. Aber helfen die Baden-Württemberger diesmal dabei, Olaf Scholz ins Kanzleramt zu bringen? Für die einst so stolze Landes-CDU könnte es dicke kommen.

Die Corona-Zahlen vom Samstag

6.30 Uhr: Fast hätten wir an diesem Sonntagmorgen vor lauter Wahlen und Bürgerentscheiden vergessen, die Coronazahlen vom Vorabend zu vermelden. Hier sind sie:

Kreis Tübingen

  • Neuinfektionen: 30
  • Gesamtfälle: 10.670
  • 7-Tage-Inzidenz: 88,9 (+3,5)
  • Todesfälle: 189

Kreis Reutlingen

  • Neuinfektionen: 30
  • Gesamtfälle: 15.450
  • 7-Tage-Inzidenz: 78,6 (+5,2)
  • Todesfälle: 274

Bürgerentscheid: Damals nur noch eine Formsache

6.28 Uhr: Heute blicken in Ammerbuch wohl viele nach Tübingen, wo die Bürgerinnen und Bürger über die Innenstadtstrecke der Regionalstadtbahn entscheiden. Mit den durchgehenden Zügen der Ammertalbahn könnten die Ammerbucher gefühlt näher an die Unistadt und vor allem die Arbeitsplätze in Kliniken, Universität und Technologiepark rücken. Vor 50 Jahren war es genau andersherum. Da dürften viele Tübinger ins Ammertal geblickt haben. Denn am Sonntag, 26. September, waren die Bürgerinnen und Bürger der sechs Gemeinden Altingen, Breitenholz, Entringen, Pfäffingen, Poltringen und Reusten zur Abstimmung über die Frage aufgerufen, ob sie sich zu einer Gemeinde zusammenschließen wollen. Als Alternative standen Eingemeindungen nach Tübingen oder Herrenberg im Raum.

Das Land hat die Wahl

6.11 Uhr: Und dann gibt es da heute ja auch noch eine andere Abstimmung. 60,4 Millionen wahlberechtigte Deutsche wählen ein neues Parlament. Selten war es so spannend wie diesmal. Wir haben kleine und große Fragen und Antworten zur Bundestagswahl zusammengetragen.

Mehr als 200.000 Menschen sind am Sonntag im Wahlkreis Tübingen dazu aufgerufen, über den neuen Bundestag und besonders über ihre Direktkandidaten abzustimmen. Außerordentlich viele haben schon per Briefwahl gewählt. Das Wahlkreis-Ergebnis soll heute Abend gegen 22 Uhr vorliegen. Über die Chancen und Aussichten der Kandidatinnen und Kandidaten informiert Tagblatt-Redakteurin Renate Angstmann-Koch.

Bundestagswahl und Bürgerentscheid: Stimmzettel für den Wahlkreis 290 und für die Tübinger Abstimmung zur Innenstadtstrecke. Privatbild

So funktioniert der Tübinger Bürgerentscheid

6.06 Uhr: „Soll in Tübingen die Innenstadtstrecke der Regional-Stadtbahn gebaut werden?“ Das ist die Frage, über die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Tübingen am heutigen Sonntag entscheiden. Sie können das auf zwei Weisen tun: Im Wahlbüro an der Urne oder per Briefwahl.

Die Wahlbenachrichtigung für den Bürgerentscheid steht in demselben Brief wie die für die Bundestagswahl. Briefwahlunterlagen können jetzt nicht mehr angefordert werden. Wer sie noch nicht eingeworfen hat, sollte sie in den Briefkasten links vom Eingang des Rathauses am Markt einwerfen (nicht mehr bei den Verwaltungsstellen). Der Briefkasten am Rathaus wird am Sonntag um 18 Uhr zum letzten Mal geleert.

Online kann beim Bürgerentscheid nicht abgestimmt werden – die Bürgerapp ist nur für Befragungen. Die Mehrheit der gültigen Stimmen entscheidet über Ja oder Nein zur Innenstadtstrecke. Diese Mehrheit muss aber mindestens 20 Prozent aller Stimmberechtigten betragen, das sind rund 13.960. Ist dies nicht der Fall, entscheidet der Gemeinderat. Der Bürgerentscheid ist drei Jahre lang bindend.

Rund 30.000 Tübinger haben Briefwahlunterlagen für den Bürgerentscheid beantragt. Ausgezählt wird nach der Bundestagswahl. Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass gegen 18.30 Uhr erste Ergebnisse der Bundestagswahl aus den Wahllokalen gemeldet werden.

Das Tagblatt ist am Sonntag gemeinsam mit dem SWR auf dem Tübinger Marktplatz und sendet von dort einen Livestream mit Reaktionen auf den Ausgang des Bürgerentscheids:

SWR-Livestream nach dem Bürgerentscheid zur Tübinger Innenstadtstrecke
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Nach dem Bürgerentscheid zur Tübinger Innenstadtstrecke der Regionalstadtbahn Neckar-Alb sprachen SWR und TAGBLATT auf dem Tübinger Marktplatz mit Gegnern und Befürwortern über den Ausgang der Abstimmung. Video: SWR

58:48 min

In aller Kürze hat TAGBLATT-Chefredakteur Gernot Stegert die Kontroverse um die Innenstadtstrecke der Regionalstadtbahn Neckar-Alb noch einmal für die Leser des SÜDWEST-PRESSE-Verbunds in Baden-Württemberg zusammengefasst. Die wichtigsten Fakten zur Stadtbahn im Überblick haben wir als Entscheidungsgrudlage für den morgigen Bürgerentscheid hier zusammengestelt. Alles Wissenswerte über die Regionalstadtbahn gibt es in unserem Dossier unter tagblatt.de/RSB.

Zu ihren ganz persönlichen Meinungen zur Innenstadtstrecke bekennen sich die Tagblatt-Redakteure Volker Rekittke und Renate Angstmann-Koch in ihrem „Pro & Contra“-Kommentar.

Bundestagswahl in Deutschland, Supersonntag in Tübingen

6 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion. Heute wird gewählt in Deutschland. Die Wahllokale für die Bundestagswahl haben von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wer wahlberechtigt und im Wählerverzeichnis eingetragen ist, hat von der Wohnortgemeinde eine Wahlbenachrichtigung erhalten, auf der Anschrift und Öffnungszeiten des Wahllokals vermerkt sind. Wahlbenachrichtigung sowie Personalausweis oder Reisepass sollten zum Wahllokal mitgebracht werden. Wer die Wahlbenachrichtigung verlegt oder verloren hat, kann übrigens trotzdem an der Wahl teilnehmen. Dann muss aber zwingend Personalausweis oder Reisepass vorgelegt werden.

In der Stadt Tübingen dürfen die Wahlberechtigten heute auch am Bürgerentscheid zur Tübinger Innenstadtstrecke der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb teilnehmen. Dazu gab es keine eigene Wahlbenachrichtigung, vielmehr war die Einladung zu dieser Abstimmung auf der Bundestagswahlbenachrichtigung mit vermerkt.

Jubel bei der CDU: Annette Widmann-Mauz hat erneut das Direktmandat geholt. Bild: Ulmer

Annette Widmann-Mauz: Tief enttäuscht über bittere CDU-Niederlage
Videoplayer konnte nicht geladen werden.

CDU-Kandidatin Annette Widmann-Mauz zeigt sich in einer ersten Reaktion bitter enttäuscht von der Wahlniederlage ihrer Partei. Video: Miri Watson

03:00 min

 

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Erstellt:
26. September 2021, 06:30 Uhr
Aktualisiert:
26. September 2021, 06:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 26. September 2021, 06:30 Uhr

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