Der Tag in der Region

Live-Blog | Nach dem Unwetter: Der Dußlinger B27-Tunnel bleibt gesperrt

29.06.2021

Von hz/job

Der Dußlinger B27-Tunnel lief nach den extremen Regenfällen am Montagabend voller Wasser. Feuerwehr und DLRG mussten Menschen, die mit ihren Autos in den Fluten festsaßen, mit Booten retten. Bild: Feuerwehr Dußlingen

Unwetter: Betzinger Kläranlage fällt vorläufig aus

20.58 Uhr: 1000 Notrufe gingen am Montag ein, 1000 Hilfskräfte waren im Einsatz. Die Reutlinger Feuerwehr erhielt umfangreiche interkommunale Unterstützung.

Insgesamt rückte sie von Montag auf Dienstag fast 800 Mal aus. Damit war der Landkreis Reutlingen nach dem Hagelunwetter vom Mittwoch innerhalb einer Woche zum zweiten Mal stark betroffen. Durch einen Wassereintritt wurde die Elektrik an der Kläranlage Betzingen beschädigt. Sie ist momentan außer Betrieb. Ansonsten sind die Schäden noch nicht absehbar.

Kreis Tübingen: Kaum Einsätze wegen Unwetters

19.23 Uhr: Am Dienstag war das Wetter weitgehend gnädig mit dem Kreis Tübingen: Zwar gewitterte und regnete es am Nachmittag, anders als in der Nacht zuvor jedoch ohne größere Folgen. Wie Kreisbrandmeister Marco Buess und die Polizei-Pressestelle dem TAGBLATT auf Nachfrage mitteilten, hatten weder die Wehr noch die Ordnungskräfte nennenswerte Einsätze deswegen zu verzeichnen.

Kreis Tübingen: Zwei neue Corona-Fälle, Klasse in Quarantäne

18.55 Uhr: Das Tübinger Kreis-Gesundheitsamt meldet für den Dienstag zwei Neuinfektionen.

Kreis Tübingen

  • Neuinfektionen: 2
  • Gesamtfälle: 9393
  • 7-Tage-Inzidenz: 3,9 (+0,8)
  • Todesfälle: 180

Es ist eine Schule betroffen mit der Folge einer Klassenquarantäne.

Das UKT versorgt derzeit sieben Covid-Patienten, alle auf der Intensivstation.

Ab sofort will das Landratsamt freitags nur noch die Zahl der Genesenen durchgeben und nicht mehr die auf Städte und Gemeinden heruntergebrochenen Fallzahlen. Denn wegen der aktuell niedrigen Inzidenzen sind bei Einzelfällen in kleinen Gemeinde Rückschlüsse auf betroffene Personen möglich. Deshalb wolle man aus Datenschutzgründen darauf verzichten. So will es auch das Reutlinger Landratsamt halten.

Es meldete für den Kreis Reutlingen ebenfalls zwei Neuinfektionen. Eine Person war als Kontaktperson bereits bekannt.

Kreis Reutlingen (LGA)

  • Neuinfektionen: 3
  • Gesamtfälle: 13.714
  • 7-Tage-Inzidenz: 5,9 (-1,4)
  • Todesfälle: 266

An den Kreiskliniken Reutlingen hat sich seit Sonntagnachmittag keine Änderung ergeben. Aktuell befinden sich vier Covid19-Erkrankte im stationären Bereich der Kreiskliniken am Standort Reutlingen. Davon sind zwei Patienten auf Normalstation und zwei Patienten auf Intensivstation.

7-Tage-Inzidenz im Südwesten liegt bei 6,6

18.45 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist erneut gesunken. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt nun bei 6,6 nach 6,8 am Vortag, wie das Landesgesundheitsamt am Dienstag mitteilte (Stand: 16.00 Uhr). Der Anteil der Infektionen mit der Delta-Variante liegt bei 8,99 Prozent. Bei weiteren 3,1 Prozent liegt ein Verdacht auf die Delta-Variante vor.

Gerüchte: DWD warnt nicht vor Tornados im Kreis Reutlingen

17.35 Uhr: Über Whats-App verbreitet sich aktuell rasant das Gerücht, es gebe eine Tornado-Warnung des Deutschen Wetterdienstes für den Kreis Reutlingen. Wir haben dort nachgefragt: „Alles Quatsch“, sagt der DWD-Tornado-Experte Andreas Friedrich.

Die Maskenpflicht kehrt an die Schulen zurück

16.38 Uhr: Die Delta-Variante geht um, immer mehr Experten sagen eine vierte Welle voraus. Gleichzeitig machen sich viele Menschen auf den Weg in den Urlaub im Ausland. Die Landesregierung warnt bereits jetzt vor einem ungemütlichen Herbst - und einer Rückkehr in den Lockdown. Baden-Württembergs Schülerinnen und Schüler müssen nach den Sommerferien vorübergehend wieder Masken im Unterricht tragen. Für die ersten zwei Wochen nach den Ferien wird die Maskenpflicht inzidenzunabhängig wieder eingeführt, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart sagte.

Rottenburg: Impftermine in der Kreuzerfeldsporthalle

16.03 Uhr: Am Wochenende wird die Rottenburger Kreuzerfeldsporthalle zum Impfzentrum. Das Angebot richtete sich in erster Linie an Menschen mit Unterstützungsbedarf, etwa mit Sprach- oder IT-Barrieren. Die Impftermine für Samstag, 3. Juli, sind ausgebucht. Am Sonntag, 4. Juli, gibt es aber noch einige freie Termine, die nun für alle zur Verfügung stehen. Geimpft wird von einem mobilen Impfteam mit Biontech/Pfizer. Der zweite Impftermin ist am 14. und 15. August. Terminreservierung über rottenburg.de

Unwetter ziehen über den Südwesten: Der landesweite Überblick

16 Uhr: Wieder erschüttern heftige Gewitter den Südwesten. Riesige Wassermassen prasseln in kürzester Zeit vom Himmel. Sturmböen knicken zahlreiche Bäume und decken Dächer ab - betroffen war nicht nur die Region Tübingen/Reutlingen. Der Wetterdienst warnt indes bereits vor einer Fortsetzung.

R+V-Versicherung: Unwetterschäden von 100 Millionen erwartet

15.56 Uhr: Die R+V-Versicherung rechnet allein im Juni mit Unwetterschäden in Höhe von rund 100 Millionen Euro. Dabei machten etwa zwei Drittel Schäden an Gebäuden aus, gefolgt von Hagelschäden an Autos, teilte die Versicherung am Dienstag in Wiesbaden mit.

Innenminister Strobl dankt Helfern für Unwetter-Einsatz

15.25 Uhr: Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat den Helfern für ihren Einsatz in Folge der Unwetter im Südwesten gedankt. Seit mehr als einer Woche zögen täglich schwere Unwetter übers Land, die verheerende regionale Schäden verursachten und die Einsatzkräfte weit über das übliche Einsatzgeschehen hinaus forderten, sagte Strobl am Dienstag in Stuttgart laut einer Mitteilung. „Mein Dank geht an die Einsatzkräfte für ihren Dienst an unserer Gemeinschaft und unserer Gesellschaft, unter oft schwierigen und gefährlichen Bedingungen und teilweise unter Einsatz ihres Lebens oder ihrer Gesundheit.

Mehr Bad-Tickets in Tübingen

15.22 Uhr: Die Stadtwerke Tübingen (SWT) erhöhen das Besucherkontingent im Tübinger Freibad. Nachmittags können jetzt von 14.30 Uhr an zusätzliche 500 Badegäste ins Bad. Die übrigen Zeitslots tagsüber werden um je 200 Plätze auf nun 2500 Gäste hochgesetzt. Abends bleibt es bei 300 weiteren Tickets von 18 Uhr an. Bis zu 5800 Gäste haben somit täglich die Möglichkeit für einen Freibadbesuch. Unverändert besteht für Badebetriebe die Pflicht zur Kontaktnachverfolgung. Die SWT setzen deshalb weiterhin auf das seit letztem Jahr etablierte Online-Buchungssystem. jetzt steht dort auch der neue zusätzliche Nachmittags-Buchungsslot bereit.

Zeitslots und Kontingente:

6 - 13.30 Uhr: 2500 E-Tickets

14 - 21 Uhr: 2500 E-Tickets

14.30 - 21 Uhr: 500 E-Tickets

18 - 21 Uhr: 300 E-Tickets

Im Bad selbst gibt es weiterhin Hygienemaßnahmen, kontrollierte Zugänge zu den Becken und eine Begrenzungen der Beckennutzung. Maskenpflicht in allen geschlossenen und überdachten Bereichen, Einbahn-Kreisverkehr-Schwimmen mit Überholverbot im Sportbecken sowie die allgemein gültige Abstandsregel von 1,50 Metern gelten unverändert.

Im Hallenbad Nord erhöhen die SWT die Kapazitäten in den öffentlichen Zeitfenstern leicht. Zudem bleibt die Teststation vor dem Bad zunächst geöffnet. Die Stadtwerke bitten die Badegäste, das Testangebot weiterhin zu nutzen und empfehlen, getestet ins Bad zu kommen. Tickets für die öffentlichen Zeitslots können weiterhin über das Online-Buchungssystem gekauft werden. Die Sauna bleibt geschlossen.

Öffentliche Schwimmzeiten im Hallenbad Nord:

Montag - Samstag: 6 - 7.30 Uhr

Freitag: 6 - 7.30 Uhr, 10 - 11.30 Uhr, 12 - 13.30 Uhr, 14 - 15.30 Uhr

Sonntag: 8 - 9.30 Uhr, 10 - 11.30 Uhr

Janssen-Impftermine in der Alten Archäologie

15.01 Uhr: Auf Grund des Wasserschadens im Tübinger Impfzentrum mussten auch die für Freitag, 25. Juni, und Samstag, 26. Juni, gebuchten Termine auf den Impfstoff Janssen („Johnson & Johnson“) abgesagt werden. Die Betroffenen haben zwischenzeitlich ein neues Terminangebot erhalten. Weitere Termine sind ab sofort über www.tuebingen-impfzentrum.de buchbar; dort stehen der Buchungslink und weitere Informationen zur Verfügung. Das teilt das Landratsamt mit. Möglich sind Terminbuchungen noch am heutigen Dienstag, 29. Juni, sowie die folgenden Tage bis einschließlich Freitag, 2. Juli. Die Impfungen sind dann in Tübingen in der Alten Archäologie, Wilhelmstraße 9.

Die EU-Kommission hat den Impfstoff Janssen am 11. März 2021 in der europäischen Union für Personen ab 18 Jahren zugelassen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Verwendung des Impfstoffs Janssen in der Regel für Personen im Alter ab 60 Jahren. Der Einsatz der Covid-19-Vaccine Janssen unterhalb dieser Altersgrenze ist nach ärztlicher Aufklärung auf Wunsch möglich. Ausführliche Informationen zum Impfstoff gibt es hier: www.gesundheitsinformation.de unter dem Suchbegriff „Janssen“. Voraussetzung für die Vereinbarung eines Impftermins mit Janssen ist die Vollendung des 18. Lebensjahres.

Wichtig: Nach einer Buchung auf den Janssen-Impfstoff ist im Impfzentrum keine Umbuchung auf einen anderen Impfstoff möglich. In diesen Fällen muss über die zentralen Buchungsmöglichkeiten ein neuer Termin vereinbart werden.

 

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Betrieb in Stuttgarter Opernhaus nach Unwetterschäden unklar

13.40 Uhr: Nach den Schäden durch das Unwetter an der Staatsoper in Stuttgart ist zunächst unklar, wie es mit dem Betrieb weitergehen kann. Am Nachmittag solle über den weiteren Betrieb entschieden werden, wenn ein Überblick über die Schäden möglich sei, sagte der Geschäftsführende Intendant der Staatstheater Stuttgart, Marc-Oliver Hendriks, am Dienstag. Teile des Kupferdachs der Staatsoper wurden durch heftige Böen in der Nacht zu Dienstag angehoben und zum Teil abgerissen. In der Folge seien mehrere Zehntausend Liter Wasser in das Gebäude eingedrungen, sagte Hendriks. Beschädigt worden seien vor allem der Dachstuhl sowie Decken und Wände aus Gips im Inneren. Weiteren Schaden habe das Wasser vermutlich an den elektrischen Anlagen angerichtet. Diese würden nun alle überprüft.

Filmreife Rettung aus überflutetem Tunnel in Dußlingen

11.40 Uhr: Unter dramatischen Umständen sind zwei Männer aus dem überfluteten Tunnel bei Dußlingen gerettet worden. Als die Einsatzkräfte bei dem 450 Meter langen Tunnel eintrafen, saß ein Mann bereits auf dem Dach seines Autos, der Fahrer eines Kleinlasters befand sich noch im Führerhaus, Sven Laichinger, Kommandant Feuerwehr Dußlingen, berichtet.

Und wieder warnt der Wetterdienst

10.21 Uhr: Auch am Dienstagnachmittag und Abend ziehen aus Südwesten lokal schwere Gewitter mit heftigem Starkregen über die Region Neckar-Alb. Das schreibt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in einer Vorabwarnung für die Kreise Tübingen, Reutlingen und Zollernalb. Zwischen 25 und 40 Liter Regen pro Quadratmeter binnen kurzer Zeit seien möglich, dazu Sturmböen um die 85 Stundenkilometer sowie Hagel mit Korngrößen um die 2 Zentimeter. Es sei auch nicht ausgeschlossen, dass sich eine nordostwärts ziehende Gewitterlinie formiert. Dann sei lokal extrem heftiger Starkregen mit bist zu bis 60 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit denkbar, dazu orkanartige Böen um die 115 Stundenkilometer sowie Hagelkörner von bis zu 4 Zentimetern Durchmesser. Erst am späten Diensatgabend dürften sich die Gewitter laut DWD abschwächen.

Symbolbild: Ulrich Metz

Der DWD weist aber auch darauf hin, dass Gewitter mit den genannten Begleiterscheinungen typischerweise sehr lokal auftreten und mit voller Intensität meist nur wenige Orte treffen. Genauere Angaben zu Gebiet und Zeitpunkt könnten erst mit Ausgabe einer amtlichen Warnungen erfolgen: www.wettergefahren.de.

 

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Starkregen: B27-Tunnel bleibt zu · Firmendach eingestürzt

9.42 Uhr: Zum wiederholten Mal innerhalb weniger Tage haben am Montagabend heftige Gewitter die Rettungs- und Einsatzkräfte im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen in Atem gehalten. Das Führungs- und Lagezentrum der Polizei zählte im Zusammenhang mit dem Unwetter mehr als 540 Notrufe.

Wenngleich der Hagelniederschlag geringer ausfiel als vergangenen Mittwoch, so sorgte der Starkregen in den Landkreisen Tübingen, Rutlingen, Zollernalb und Esslingen, für die das Reutlinger Präsidium zuständig ist, für enorme Wassermassen, die zu noch nicht abschätzbaren Sachschäden, zahlreichen Gefahrenstellen und Verkehrsbehinderungen führte. Vor allem im Zeitraum zwischen 19.30 Uhr und Mitternacht wurden zahlreiche Keller und Straßen überflutet, da die Kanalisation die Regenmengen schlicht nicht mehr aufnehmen konnte. Meldungen über verletzte Personen liegen dem Polizeipräsidium Reutlingen bislang (Stand 8.45 Uhr) nicht vor.

In Betzingen schaffte es die Kläranlage nicht mehr, das ankommende Wasser aufzunehmen und lief über. Auch das Flachdach eines rund 800 Quadratmeter großen Anbaus einer Firma in der Senefelder Straße in Metzingen hielt dem Starkregen nicht Stand und brach gegen 20.20 Uhr zusammen. Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht in der Firma.

Hochwasserbedingt mussten mehrere Tunnel gesperrt werden. Im Tunnel der B27 bei Dußlingen stieg das Wasser zu Hochzeiten bis fast an die Tunneldecke. Autofahrer, die dort mit ihren Fahrzeugen in den Fluten stecken geblieben waren, wurden von Feuerwehr und DLRG mit Booten gerettet. Der Tunnel in Dußlingen bleibt bis auf Weiteres voll gesperrt. Mit Straßensperrungen aufgrund von Überschwemmungen, umgestürzter Bäume oder Verunreinigungen mit Schlamm muss nach wie vor in allen vier Landkreisen gerechnet werden.

Der Dußlinger B27-Tunnel lief nach den extremen Regenfällen am Montagabend voller Wasser. Feuerwehr und DLRG mussten Menschen, die mit ihren Autos in den Fluten festsaßen, mit Booten retten. Bild: Feuerwehr Dußlingen

Endlich wieder aufs Trampolin

9.24 Uhr: Das Zelt des Zirkus Zambaioni in Derendingen steht. Eine große Aufführung wird es aber auch in diesem Jahr nicht geben – zu groß ist der Trainingsrückstand nach der Corona-Zwangspause. Geplant ist trotzdem einiges.

Tausende Fahrgäste von Unwetterfolgen betroffen

9.02 Uhr: Tausende Fahrgäste im Raum Stuttgart sind am Dienstagmorgen von Störungen der öffentlichen Verkehrsmittel infolge des Unwetters betroffen gewesen. Die Überflutung der zentralen Stuttgarter Station Charlottenplatz führte zu Behinderungen für die Nutzer der Stadtbahnen, teilte die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) mit. Busse wurden als Ersatz eingesetzt. Zahlreiche Buslinien wurden umgeleitet. Von der Haltestelle Hauptbahnhof etwa konnte am Morgen der Busverkehr in Richtung Staatsgalerie nicht bedient werden. Die SSB riet den Nutzern, sich vorab im Internet über Beeinträchtigungen zu informieren. Auch im S-Bahn-Verkehr kam es zu Behinderungen.

Mittel gegen die vierte Corona-Welle

8.16 Uhr: Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich auch in Deutschland aus. Das führt zu Diskussionen, was Einreisekontrollen, Stornierungsmöglichkeiten oder das Impfen von Kindern betrifft. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Homeoffice: Sehnsucht nach dem Büro

7.42 Uhr: Am 30. Juni läuft die Verpflichtung der Unternehmen aus, die Mitarbeiter nach Möglichkeit im Homeoffice arbeiten zu lassen. Wird jetzt also alles wieder so wie zuvor?

Kretschmann stellt Bundesbildungsministerium infrage

7.00 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat eine Abschaffung des Bundesbildungsministeriums ins Gespräch gebracht. Man könne die Frage aufwerfen, warum ein Ministerium auf einer Ebene eingeführt wird, für die man nicht zuständig ist“, sagte der Grünen-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Ministerin Karliczek zu Besuch in Tübingen

6.30 Uhr: Anja Karliczek sieht in Tübingen die Wiege der Innovation. Die Bundesforschungsministerin schaute am Montag bei der Universität und bei der Biotech-Firma Curevac vorbei. Tagblatt-Redakteurin Lisa Maria Sporrer war dabei.

Tübinger impfen in Sindelfingen

6.22 Uhr: Rasch und unbürokratisch wurde nach der Überschwemmung in der Tübinger Paul-Horn-Arena vom vergangenen Mittwoch der Impfbetrieb in der Sindelfinger Sommerhofenhalle aufgebaut. Tagblatt-Redakteur Volker Rekittke hat sich das angeschaut.

Das sagen die Ersatz-Impfzentrums-Verantwortlichen
kostenpflichtiger Inhalt

Die Aufgabe war gewaltig: In Windeseile musste ein Ersatz-Impfzentrum für die beim Unwetter geflutete Paul-Horn-Arena organisiert werden - die Verantwortlichen schildern, wie es in Sindelfingen läuft. Video: Volker Rekittke und Jonas Bleeser

01:48 min

Unwetter flutete große Teile der Region

6.01 Uhr: Dieses Mal erwischte es vor allem das Steinlach- und das Echaztal: Am frühen Montagabend zog erneut ein schweres Unwetter über die Region Neckar-Alb. In Mössingen und Nehren wurden Straßen überflutet und Keller liefen voll. Ebenso in Reutlingen und Pfullingen sowie entlang der Echaz bis Kirchentellinsfurt. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz und mussten Menschen aus ihren vollgelaufenen Wohnungen retten. (siehe „Straßen und Keller im Steinlachtal überflutet“ und „Zwei Personen aus den Wassermassen gerettet“).

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Der Wiesbach in Nehren trat über die Ufer. Bild: Klaus Franke
Der Dußlinger B27-Tunnel lief nach den extremen Regenfällen am Montagabend voller Wasser. Feuerwehr und DLRG mussten Menschen, die mit ihren Autos in den Fluten festsaßen, mit Booten retten. Bild: Feuerwehr Dußlingen
Am Montag lief bei Starkregen der B27-Tunnel in Dußlingen voller Wasser. Bild: DLRG Reutlingen
Der Wiesbach in Nehren trat über die Ufer. Bild: Klaus Franke
Beim Kreisverkehr in Bästenhardt konnte durch Öffnung der Gullis Schlimmeres verhindert werden. Bild: Klaus Franke
In Mössingen liefen viele Keller voll, wie hier in der Zeppelinstraße. Bild: Klaus Franke
Die Feuerwehr pumpt Wasser aus einem Keller in der Mössinger Zeppelinstraße. Bild: Klaus Franke
Hochwasser in der Steinlach in Tübingen. Bild: Ulrich Metz
Hochwasser in der Steinlach bei der Heinlenstraße/Fürststraße in Tübingen. Bild: Ulrich Metz
Die Echaz in Betzingen. Bild: Thomas de Marco
In Betzingen war die Brücke überflutet. Bild: Thomas de Marco
Aufräumarbeiten in Betzingen. Bild: Thomas de Marco
Aufräumarbeiten in Betzingen. Bild: Thomas de Marco
Betzingen. Bild: Thomas de Marco
Betzingen. Bild: Thomas de Marco
Betzingen. Bild: Thomas de Marco
Geflutete Unterführung im Reutlinger Hauptbahnhof. Bild: Hannah Möller
Betzingen. Bild: Sabine Külschbach
Betzingen. Bild: Sabine Külschbach
Sonnenbühl. Bild: Katja Salzmann
Sonnenbühl. Bild: Katja Salzmann
Sonnenbühl. Bild: Katja Salzmann
Sonnenbühl. Bild: Katja Salzmann
Die Einfahrt zu dieser Tiefgarage eines Bürogebäudes in Pliezhausen ist komplett geflutet. Privatbild
Betzingen. Bild: Thomas de Marco
Betzingen. Bild: Thomas de Marco
Echaz-Hochwasser in Kirchentellinsfurt. Bild: Manfred Grohe
Echaz-Hochwasser in Kirchentellinsfurt. Bild: Manfred Grohe
Echaz-Hochwasser in Kirchentellinsfurt. Bild: Manfred Grohe
Echaz-Hochwasser in Kirchentellinsfurt. Bild: Manfred Grohe
Echaz-Hochwasser in Kirchentellinsfurt. Bild: Manfred Grohe
Echaz-Hochwasser in Kirchentellinsfurt. Bild: Manfred Grohe
Echaz-Hochwasser in Kirchentellinsfurt. Bild: Manfred Grohe
Echaz-Hochwasser in Kirchentellinsfurt. Bild: Manfred Grohe
Echaz-Hochwasser in Kirchentellinsfurt. Bild: Manfred Grohe
Echaz-Hochwasser in Kirchentellinsfurt. Bild: Manfred Grohe
Echaz-Hochwasser in Kirchentellinsfurt. Bild: Manfred Grohe
Der Seiteneingang des B27-Tunnels steht bis zur Decke unter Wasser. Bild: Klaus Franke
Das Technische Hilfswerk pumpt das Wasser aus dem B27-Tunnel quer durch Dußlingen zur Steinlach. Bild: Klaus Franke
B27 Tunnel unter Wasser: Aus diesem Feuerwehrauto mussten fünf Feuerwehrleute gerettet werden. Im Hintergrund ein polischer Lastwagen. Bild: Klaus Franke

Den wohl spektakulärsten Einsatz hatte die Feuerwehr, als der Dußlinger B27-Tunnel voll Wasser lief und darin eingeschlossene Autofahrer mit Booten aus ihren Fahrzeugen gerettet werden mussten. Laut ersten Informationen von Einsatzleiter Michael Oser von der Tübinger Feuerwehr wurden aber weder im Dußlinger Tunnel noch im restlichen Landkreis Tübingen Menschen verletzt.

Später am Abend kamen die Wasserfluten in Tübingen an. Die Feuerwehr forderte die Anwohner der Steinlach auf, in die oberen Stockwerke ihrer Häuser zu gehen. Gegen 23 Uhr konnte die Feuerwehr aber doch Entwarnung geben. Oser: „Die Steinlach hat sich’s kurz vor dem kritischen Wert von 2,50 Meter anders überlegt. Aber die Echaz in Kirchentellinsfurt macht noch Probleme“ (siehe „Hochwasseralarm in Kirchentellinsfurt“).

Hochwasser nach Starkregen an Steinlach und Echaz
Videoplayer konnte nicht geladen werden.

Am Montag kam es nach einem Gewitter mit Starkregen zu einem der schwersten Hochwasser in der Region seit Jahren. In Dußlingen lief der Tunnel voll, von Pfullingen bis Kirchentellinsfurt verwandelten sich Straßen in reißende Bäche. Video: Jonas Bleeser (mit Material von Uschi Kurz und Menschen aus der Region. Manche wollten nicht genannt werden, beim Dußlinger Video, dass auf WhatsApp massiv die Runde machte, gelang es uns gestern nicht mehr, den Urheber zu ermitteln. Wenn er oder sie sich per Mail an online@tagblatt.de meldet, tragen wir den Namen hier gerne nach).

01:40 min

Die Corona-Zahlen vom Montag

6.00 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion. Trotz aller Unwetter (siehe oben), hier erstmal der Blick auf die Corona-Zahlen vom Montag:

Kreis Tübingen

  • Neuinfektionen: 0
  • Gesamtfälle: 9391
  • 7-Tage-Inzidenz: 3,1 (-0,8)
  • Todesfälle: 180

Kreis Reutlingen

  • Neuinfektionen: 0
  • Gesamtfälle: 13.711
  • 7-Tage-Inzidenz: 7,3 (-0,7)
  • Todesfälle: 266

 

 

Das Wichtigste vom Tag

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie in der Region Tübingen im März 2020 gab es bei tagblatt.de täglich und kostenlos unseren Live-Blog mit aktuellen Meldungen und Links zu wichtigen Artikeln über Covid-19 und den Folgen. Wir haben ihn nun thematisch weiter gefasst: Ab sofort gibt es dort aktuelle Meldungen und Anreißer zu den wichtigsten Geschichten aus der Region Neckar-Alb – nicht nur, aber auch, wenn es um Corona geht. Den Blog gibt es unter dem Titel Der Tag in der Region direkt auf www.tagblatt.de.

Zum Artikel

Erstellt:
29. Juni 2021, 06:30 Uhr
Aktualisiert:
29. Juni 2021, 06:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 29. Juni 2021, 06:30 Uhr

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