Der Tag in der Region

Live-Blog: Kreis Tübingen meldet 68 Infektionen · 2 weitere Todesfälle

29.10.2020

Von itz/job

Neue Zahlen aus dem Kreisgesundheitsamt. Archivbild: Hans-Jörg Schweizer

Kein Spätshoppen in Reutlingen

21 Uhr: Die 4. Auflage der Veranstaltungsreihe „Spätshoppen“ am 5. November entfällt wegen der Corona-Pandemie. Welches Restaurant sein Angebot „to go“ bereit hält, wo man telefonisch vorbestellen kann und wer die Menüs zum Kunden bringt, erfährt man im Service-Portal abstandnehmen-zusammenstehen.de. Es wurde im Frühjahr eingeführt, wird nun aktualisiert und ist von Montag an wieder abrufbar. Die Stadt Reutlingen verweist zur Stärkung des Standorts auch auf den Reutlinger Gutschein: Dieser ist bei über 120 Geschäften, Dienstleistern und Gastronomiebetrieben einlösbar.

2311 neue Infektionen im Land

20.20 Uhr: In Baden-Württemberg haben sich nach jüngsten Zahlen insgesamt 77 448 Menschen mit dem Coronavirus infiziert - 2311 mehr als am Mittwoch.

Wilhelma und staatliche Schlösser schließen Samstag

19.30 Uhr: Die staatlichen Schlösser und Gärten in Baden-Württemberg werden wegen der Corona-Pandemie schon ab Samstag geschlossen, zunächst bis Ende November. Das gilt gilt auch für die Wilhelma in Stuttgart sowie das Blühende Barock in Ludwigsburg, teilte das Finanzministerium am Donnerstag mit.

Kreis Reutlingen meldet 74 neue Infektionen

18.07 Uhr: Auch das Reutlinger Landratsamt meldet neue positiv getestete Fälle, es sind 74 mehr als gestern. Damit sind es seit Ausbruch der Pandemie 2579. Davon gelten 2138 als genesen, 91 Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus. Die 7-Tage-Inzidenz gibt das Landesgesundheitsamt mit 86,4 an.

68 Neuinfektionen, Ausbruch in Starzacher Seniorenheim

17.50 Uhr: Das Tübinger Kreisgesundheitsamt meldet zwei neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 im Kreis. Dabei handelt es sich um Erkrankte aus dem Mössinger „Haus an der Steinlach“. Die Zahl der Menschen, deren Tod laut Behörden mit dem Virus in Zusammenhang steht, hat sich damit im Kreis auf 63 erhöht.

Insgesamt wurden dem Kreisgesundheitsamt heute 68 neue Fälle gemeldet. „Bei einigen der neu gemeldeten Fälle kennen wir die Infektionsquelle noch nicht“, so das Landratsamt. Insgesamt sind es damit nun 2205. In Starzach sind in der Seniorenwohnanlage 20 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 15 Mitarbeitende positiv getestet worden. „In der Einrichtung erfolgt eine strikte Trennung der Bewohnerinnen und Bewohner, die in Einzelquarantäne versorgt werden. Besuche in der Einrichtung sind aktuell nicht möglich“, schreibt die Pressestelle des Landratsamts.

Die 7-Tage-Inzidenz für den Kreis Tübingen liegt somit aktuell bei 127,68.
Laut Live-Ticker des Uniklinikums werden dort derzeit 22 mit Covid-19 infizierte Patienten behandelt, vier mehr als gestern. Vier von ihnen liegen auf der Intensivstation.

Sperrzeit: Gastronomen aus dem Kreis scheitern vor Gericht

17 Uhr: Tübinger und Reutlinger Wirte klagten gegen die 23-Uhr-Sperrzeit der Landkreise. Recht bekamen sie nicht – aus verschiedenen Gründen. Der Reutlinger Landrat Thomas Reumann begrüßte das Urteil und kritisierte gleichzeitig die von Bund und Ländern für November geplanten Kneipen-Schließungen.

Klinikverbund schränkt Besuche in Krankenhäusern weiter ein

16.30 Uhr: Ab Freitag werden die Besuchszeiten in den sechs Kliniken aus den Landkreisen Böblingen und Calw auf maximal eine Stunde pro Tag gekürzt. Ältere und schwerkranke Patienten sowie das Pflegepersonal sollen so vor Corona-Infektionen geschützt werden, teilte der Verbund mit. Zudem begegneten sich dadurch weniger Besucher.

 

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Den pauschalen Lockdown verhindern

14.34 Uhr: Unter dem Motto „Das Leben in den Städten schützen“ haben der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer und weitere Oberbürgermeister und Bürgermeisterinnen aus ganz Baden-Württemberg einen gemeinsamen Appell an Ministerpräsident Winfried Kretschmann gerichtet, in dem sie sich gegen einen pauschalen Lockdown für Kunst, Kultur und Gastronomie aussprechen.

Stuttgarter Weihnachtsmarkt abgesagt

13.53 Uhr: „Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, aber die aktuelle Infektionslage lässt das Beisammensein auf engem Raum nicht zu“, teilte Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) zur Entscheidung am Donnerstag mit. Alternativ sollen in der Innenstadt verteilt einzelne Verkaufsstände „in beschränkter Zahl“ zugelassen werden, wie ein Sprecher der Stadt mitteilte. Dies habe der Verwaltungsstab „Corona“ der Landeshauptstadt zusammen mit der Veranstaltungsgesellschaft am Donnerstag entschieden.

Auch Städtetag gegen Lockdown

13.30 Uhr: Die Dauer der von Bund und Ländern geplanten vierwöchigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens ist aus Sicht des baden-württembergischen Städtetags zu lang. „Einen sehr kurzen Lockdown von einer Woche, maximal zwei Wochen könnten wir akzeptieren“, sagte Vorstandsmitglied Gudrun Heute-Bluhm der dpa. Insbesondere die Gastronomie, Kultureinrichtungen und Sportvereine treffe die Maßnahme sehr stark. Anders als private Kontakte seien diese aber nicht die treibenden Kräfte hinter den bundesweit voranschreitenden Corona-Infektionszahlen.

Auch die Volleyballer pausieren

12.18 Uhr: Nachdem von Bund und Ländern ein bundesweiter Stopp des Amateursports ab dem 2. November beschlossen wurde, haben das DVV-Präsidium und der DVV-Vorstand den Spielbetrieb auf Vorschlag des Bundesspielwartes in sämtlichen Dritten Ligen sowie Regionalligen ab sofort ausgesetzt. Damit entfallen auch an diesem Wochenende alle Spieltage in sämtlichen Dritten Ligen sowie Regionalligen. Betroffen sind etwa der TV Rottenburg oder der FV Tübinger Modell.

 

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Verordnung „zum Wochenende hin“

12.10 Uhr: Das baden-württembergische Regierungskabinett will nach Angaben des Staatsministeriums am Donnerstagnachmittag in einer Sondersitzung über die jüngsten Corona-Auflagen von Bund und Ländern beraten und deren Umsetzung beschließen. Nach dem derzeitigen Stand der Planung sollten die Entscheidungen danach in Verordnungen formuliert und „zum Wochenende hin“ in den Umlauf der Ministerien gebracht werden, sagte ein Sprecher am Donnerstag der dpa.

Ab sofort kein Amateurfußball mehr

11.12 Uhr: Entgegen der ersten Aussagen hat der Württembergische Fußballverband (WFV) beschlossen, „den gesamten Spielbetrieb der Herren, der Frauen sowie der Jugend von der Oberliga Baden-Württemberg abwärts mit sofortiger Wirkung auszusetzen und ein Spielverbot zu verhängen, das zugleich auch Pokal- und Freundschaftsspiele erfasst“, heißt es in einer Mail an die Vereine. Weiter heißt es: „Insbesondere Ministerpräsident Winfried Kretschmann betonte, dass alle nicht notwendigen Kontakte bereits jetzt und insbesondere am Wochenende unterbleiben sollen. Dieser Aufforderung leistet der Amateurfußball in Wahrnehmung seiner gesellschaftlichen Verantwortung selbstverständlich Folge.“ Es gilt ab sofort auch ein Trainingsverbot, teilte der WFV weiterhin über seine sozialen Kanäle mit.

Ob der Spielbetrieb im Kalenderjahr 2020 wieder aufgenommen werden kann, sei derzeit offen und hängt von den weiteren Entwicklungen ab. Die Entscheidung, ob der Spielbetrieb der Regionalliga Südwest fortgesetzt werden kann, obliege der dortigen Gesellschafterversammlung und sei in Kürze zu erwarten. Die Entscheidung erfolgte im Einklang mit den beiden badischen Verbänden: „Dieser Schritt ist uns allen schwer gefallen, es gab aber in der aktuellen Situation keine echte Alternative. Zufrieden bin ich darüber, dass es uns in Baden-Württemberg erneut gelungen ist, unsere Verantwortung für den Amateurfußball und die Gesellschaft gemeinsam und einheitlich wahrzunehmen“, wird WFV-Präsident Matthias Schöck zitiert.

Infektionen in allen Städten & Gemeinden

11.05 Uhr: Das Tübinger Landratsamt hat auf TAGBLATT-Nachfrage die neuen Fallzahlen nach Städten und Gemeinden veröffentlicht. Von Donnerstag vergangener Woche bis zum gestrigen Mittwoch verteilten sich die Covid-19-Fälle wie folgt: Tübingen (71), Mössingen (40), Rottenburg (28), Kusterdingen, Starzach (beide 21), Ofterdingen (11), Dußlingen (9), Gomaringen (7), Ammerbuch (6), Dettenhausen, Hirrlingen (beide 5), Neustetten (4), Bodelshausen (3), Nehren (2) und Kirchentellinsfurt (1). „Hotspot“, wenn man so will, war in den vergangenen Tagen Starzach: Dort gab es mit 21 Infektionen mehr als in der kompletten Pandemie zuvor, insgesamt sind es dort nun 37.

Ein Blick auf das Wetter

9.49 Uhr: Der Donnerstag im Südwesten wird windig und nass. Vor allem im Bergland und im Nordosten des Landes sind bis zum Abend Windböen möglich, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Im Hochschwarzwald gebe es auch häufiger Sturmböen mit Geschwindigkeiten um die 80 Kilometer je Stunde. Zudem soll es den ganzen Tag über immer wieder regnen. Die Temperaturen sind aber relativ mild: Die Höchstwerte liegen zwischen 8 Grad im Bergland und 15 Grad am Oberrhein.

ElringKlinger kooperiert mit Plastic Omnium

9.45 Uhr: Beim Ausbau ihres Brennstoffzellengeschäfts arbeiten ElringKlinger (Dettingen/Erms) und der französische Autozulieferer Plastic Omnium künftig zusammen. Geplant sei ein Gemeinschaftsunternehmen, das Entwicklung, Konstruktion, Produktion und Vermarktung sogenannter Brennstoffzellenstacks vorantreiben solle, teilten sie am Mittwochabend mit.

Stefan Wolf, Vorstandsvorsitzender der ElringKlinger AG, in den Firmenräumen in Dettingen/Erms. Archivbild: Moritz Hagemann

Zusätzlicher Schulbus

9.27 Uhr: Der SWEG-Verkehrsbetrieb Hohenzollerische Landesbahn setzt im Auftrag des Landes auf der Zollern-Alb-Bahn von Tübingen nach Dußlingen von Montag, 2. November, an einen zusätzlichen Schulbus ein. Die Fahrt beginnt um 15.05 Uhr an der Haltestelle Tübingen Heinlenstraße und endet um 15.20 Uhr an der Haltestelle Dußlingen Bürgerpark. Die zusätzlichen Fahrten ergänzen Zug 86251 (Abfahrt Tübingen Hbf um 15.10 Uhr, Ankunft Dußlingen um 15.17 Uhr) und werden an Schultagen bis einschließlich Freitag, 11. Dezember, angeboten. Ab Montag, 14. Dezember, profitieren die Schüler von den geräumigen Lint 54-Fahrzeugen, die vom Fahrplanwechsel an auf den Zollern-Alb-Bahnen eingesetzt werden.

Weiter Kritik am Lockdown

8.32 Uhr: Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) in Baden-Württemberg hat die neu beschlossenen Corona-Maßnahmen kritisiert. Von Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder werde gerne davon gesprochen, dass Schulen, Kitas und Wirtschaft weitergehen sollten wie bisher, teilte Landessprecher Ulrich Köppen am Mittwochabend in Grafenau (Kreis Böblingen) mit. Doch das erwecke den Eindruck, „dass Freizeit-Einrichtungen inklusive Theater, Konzert, Kino oder Kabarett dem reinen Vergnügen dienen.“

Missglückter Enkeltrick

7.36 Uhr: Am Dienstag, 12. Mai, erhielt eine 82-jährige Seniorin in Reutlingen einen Anruf, angeblich von ihrem Enkel Patrick. Dieser berichtete, er hätte einen Unfall gehabt und benötige nun Geld für eine Autoreparatur. Im Verlauf des „äußerst geschickt geführten Gesprächs“, wie es später im Polizeibericht hieß, erschlich sich der Anrufer das Vertrauen der Seniorin und brachte sie dazu, mittels eines von den Betrügern georderten Taxis zur Bank zu fahren und dort ihre gesamten Ersparnisse in Höhe von 24 000 Euro abzuheben. Gestern musste der Betrüger vor Gericht.

Weggentalkirche: 325-Jähriges

7.07 Uhr: Werfen wir den Blick mal wieder weg von Corona und hin zur Rottenburger Heimatgeschichte: Am heutigen Donnerstag vor 325 Jahren wurde die neue Weggentalkirche vom Konstanzer Weihbischof Konrad Ferdinand Geist feierlich geweiht. Das TAGBLATT widmet diesem Ereignis heute eine Sonderseite, natürlich gibt es das Ganze auch im Netz zu lesen.

Die Schule in Pandemie-Zeiten

6.42 Uhr: Das Kultusministerium steht häufig in der Kritik. Wie haben Tübinger Schulleiter und Eltern die Arbeit von Susanne Eisenmann in der Pandemie erlebt? Das hat TAGBLATT-Redakteur Lorenzo Zimmer einige Beteiligte gefragt. Der Artikel gehört zum „BaWüCheck“, den die Tageszeitungen in Baden-Württemberg jeweils mit regionalen Befragungen gemeinsam bestreiten. Dazu gehört auch eine Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD). Das IfD befragt einmal im Monat im Auftrag der Tageszeitungen mehr als 1000 Menschen im Land, um repräsentative Ergebnisse zu erhalten.

Corona-Regeln: Was ab Montag gilt

6.34 Uhr: Viereinhalb Stunden haben die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) per Videokonferenz über neue Corona-Maßnahmen beraten. Ab dem kommenden Montag sollen in Deutschland strikte Beschränkungen gelten, die bis dahin von den einzelnen Bundesländern noch umgesetzt werden müssen. Sie gelten bis Ende November und sollen nach zwei Wochen von den Ministerpräsidenten und dem Kanzleramt evaluiert werden. Eine Übersicht der Regeln.

Schwierige Tage für die Kultur

6.31 Uhr: Auch Theatern, Opern oder Kinos steht erneut ein Monat ohne Einnahmen bevor. Während es die Französischen Filmtage, die gestern Abend eröffnet wurden, nun notgedrungen komplett ins Netz verschlägt, verschaffte sich LTT-Intendant Thorsten Weckherlin Luft. In einer schriftlichen Erklärung sagt er, warum er und der Landesverband des Bühnenvereins die neuen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung für viel zu hart und undifferenziert halten. Kurios auch: Das Tübinger Kino Arsenal, das nach langen Verhandlungen nun eine Zukunft in der Hinteren Grabenstraße hat, öffnet heute wieder – um dann gleich wieder schließen zu müssen.

Die Stühle bleiben aufgestuhlt – wie hier im Tübinger Ranitzky beim ersten Lockdown: Ab Montag beginnt für die Gastronomen ein schwieriger Monat ohne Einnahmen. Archivbild: Ulrich Metz

Lockdown „eine Katastrophe“

6.27 Uhr: Ein November ohne Gäste: Rund 250 Menschen aus allen Sparten der Tübinger Gastronomie schlugen gestern auf dem Marktplatz Pleite-Alarm. Am Mittwoch sei darüber entschieden worden, „wie viele von uns demnächst in die Insolvenz gehen“, sagt etwa Herbert Rösch vom Tübinger Mauganeschtle. Der bevorstehende Lockdown trifft viele aus der Branche und auch aus der Hotellerie mitten ins Mark. Auch OB Boris Palmer fand deutliche Worte gegen die Lockdown-Pläne von Bund und Ländern. TAGBLATT-Redakteur Eike Freese kommentiert: „Leider wurde die entspannte Zeit der Sommermonate offenbar nicht dazu genutzt, den absehbaren Fall steigender Zahlen so vorherzusehen, dass zielgenaue Maßnahmen gegen das Virus etabliert werden konnten.“

Suche nach Baugemeinschaften

6.22 Uhr: Für Rottenburg ist das neu: So genannte Baugemeinschaften sollen auf dem ehemaligen DHL-Gelände zwei größere Baufelder bebauen – mit insgesamt etwa 80 Wohnungen. So hat es der Gemeinderat beschlossen. Vor kurzem hat die Vermarktung begonnen, mit einer ersten Info-Veranstaltung in der Festhalle. Ziel ist ein möglichst lebendiges und vielfältiges Quartier für bis zu 250 Menschen, für Gemeinschaftsräume und für Gewerbe. Laut Stadtverwaltung ist ein Baubeginn im Herbst 2022 „realistisch“.

FFF kritisiert FDP und Tübinger Liste

6.19 Uhr: In der vergangenen Woche diskutierte der Tübinger Gemeinderat das geplante Klimaschutzprogramm. Die Aktivistinnen und Aktivisten von „Fridays for Future“ (FFF) verfolgten die Debatte und melden sich nun in einer Pressemitteilung zu Wort. Demnach sei FFF mit den Änderungsanträgen der Fraktionen FDP und Tübinger Liste unzufrieden – „das Timing und die Inhalte“ der jeweiligen Anträge seien „enttäuschend“.

 

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„Ökologischer Wahnsinn“

6.12 Uhr: Nun kommt es zum Schlagabtausch im Steinlachtal um die Endelbergtrasse der B27: Zuerst hatten die Grünen-Abgeordneten Chris Kühn, Daniel Lede Abal und Thomas Poreski die aktuelle B27-Planung kritisiert. Daraufhin gab es Ärger von fünf SPDlern. Jetzt holen nochmal die drei Grünen in einer gemeinsamen Mitteilung aus.

Freigabe der K 6917

6.07 Uhr: Corona wird uns heute den ganzen Tag begleiten. Daher erst einmal noch ein paar andere Themen: Die neue Kreisstraße 6917 zwischen Altingen und Kayh ist fertig und wird am morgigen Freitag im Laufe des Tages für den Verkehr freigegeben. An der Straße verläuft nun auch ein Radweg. Mit diesem wird eine Lücke im Radwegenetz des Landkreis Tübingen geschlossen. Die Baukosten belaufen sich auf 2,9 Millionen Euro, von den 2,5 Millionen der Landkreis Tübingen und 0,4 Millionen die Gemeinde Ammerbuch tragen.

Ein Blick auf die Corona-Zahlen

6.02 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion! Blicken wir zunächst auf die Corona-Zahlen. Im Kreis Tübingen stieg die Inzidenz gestern durch 45 neue Fälle (insgesamt: 2137) auf den Höchstwert von 119,8. Das Tübinger Uniklinikum versorgt nach eigenen Angaben von gestern Abend 18 mit dem Coronavirus infizierte Patienten und vier davon auf der Intensivstation. Letztmals wurden am UKT am 28. Mai so viele Patienten behandelt. Im Kreis Reutlingen gab es 36 neue Fälle (2505 insgesamt), die Inzidenz beträgt aktuell 72,8. Die heutigen Zahlen werden am Abend erwartet, morgen gibt der Kreis Tübingen wieder Genesenenzahlen sowie die Aufschlüsselung der Fälle auf die Städten und Gemeinden bekannt.

 

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Das Wichtigste vom Tag

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie in der Region Tübingen im März 2020 gab es bei tagblatt.de täglich und kostenlos unseren Live-Blog mit aktuellen Meldungen und Links zu wichtigen Artikeln über Covid-19 und den Folgen. Dafür haben wir viel Lob erhalten. Obwohl die Corona-Nachrichtenlage inzwischen deutlich dünner geworden ist, wollen wir den Blog fortführen, jedoch thematisch weiter gefasst: Ab sofort gibt es dort aktuelle Meldungen und Anreißer zu den wichtigsten Geschichten aus der Region Neckar-Alb – nicht nur, aber auch, wenn es um Corona geht. Den Blog gibt es unter dem Titel Der Tag in der Region direkt auf www.tagblatt.de.

Zum Dossier: Alle Corona Live-Blogs

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Erstellt:
29. Oktober 2020, 06:30 Uhr
Aktualisiert:
29. Oktober 2020, 06:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 29. Oktober 2020, 06:30 Uhr

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