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Geburtstag

Lilo mit dem ansteckenden Lachen

Trotz einiger Schicksalsschläge bleibt Liselotte Pulver eine Optimistin. Jetzt wird die Schauspielerin 90.

10.10.2019

Von EPD

2018: Lilo Pulver freut sich über den „Bambi“ für ihr Lebenswerk. Foto: Jens Kalaene/dpa

Frankfurt/Main. Sie rede immer so, als ob sie gleich loslachen könnte, sagte Liselotte Pulver einmal. Das vergnügte Lachen, das man aus ihren Filmen kennt, ob „Das Wirtshaus im Spessart“ oder „Die Zürcher Verlobung“, ist Pulvers Markenzeichen. „Lilo“, wie ihre Fans sie nennen, war eine der beliebtesten Darstellerinnen im deutschen Kino der 50er und 60er Jahre. Am 11. Oktober wird sie 90 Jahre alt.

Sie wird in der Schweiz geboren, 1929 in Bern. Nach der Schule beschließt sie, Schauspielerin zu werden, nimmt Unterricht. Sie spielt Theater und steht bald vor der Kamera, so in Rolf Hansens Bergdrama „Föhn“ (1950) mit Hans Albers und Adrian Hoven.

Pulver hat ein gewisses Etwas – frech, ein Hauch verführerisch, gepaart mit Neugier und Engagement. Ein sicheres Gespür für Pulvers Talent zur Komik beweist der Regisseur Kurt Hoffmann, der sie in „Ich denke oft an Piroschka“ (1955) einsetzt, einer in Ungarn angesiedelten Liebeskomödie. Pulver ist ein deutsch radebrechendes Provinzmädchen, in das sich der Schriftsteller Andreas (Gunnar Möller) verliebt. Die Rolle bringt Lilo Pulver den Durchbruch. Zehn Filme drehen Hoffmann und Pulver miteinander, allesamt Komödien.

1960 dreht Billy Wilder die Kalter-Krieg-Satire „Eins, zwei, drei“. Weil vor dem Kinostart die Berliner Mauer gebaut wurde, floppte das Werk zunächst. Heute ist er ein Kultfilm. „Bis heute einer meiner besten Filme. Obwohl ich nur eine Nebenrolle gespielt habe“, sagte Pulver einmal.

Bei den Dreharbeiten zu „Gustav Adolfs Page“ begegnet Pulver 1960 die große Liebe: Helmut Schmid, Schauspielerkollege und Theaterregisseur. Sie heiraten, bekommen zwei Kinder, Marc-Tell und Mélisande. Doch 1989 stürzt sich Pulvers drogenabhängige Tochter vom Berner Münster in den Tod. Drei Jahre später stirbt ihr Mann. Pulver schreibt die Autobiografie „… wenn man trotzdem lacht. Tagebuch meines Lebens“ (1993). Heute lebt sie in Bern in einer Seniorenresidenz. Zum 90. Geburtstag ist ein neues Buch mit Lebenserinnerungen erschienen: „Was vergeht, ist nicht verloren“. Bettina Thienhaus

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Erstellt:
10. Oktober 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
10. Oktober 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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