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Life Saaraba Illegal

Life Saaraba Illegal

Langzeitdokumentation über zwei Brüder aus dem Senegal, die ins verheißende Land Europa auswandern wollen.

Life Saaraba Illegal

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Deutschland 2016

Regie: Peter Heller


90 Min.

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20.03.2016
  • Verleih

Regisseur Peter Heller kommt zur Vorstellung am Freitag, 24. März, um 18 Uhr in Rottenburger Kino im Waldhorn.

Inhalt: In Westafrika ist „Saaraba“ die Bezeichnung für Europa, das als größtes Versprechen für ein besseres Leben gilt. Hierdurch animiert, machte sich Aladji, der ältere von zwei Brüdern einer Familie von einer senegalesischen Fischerinsel vor der westafrikanischen Küste, als Bootsflüchtling Richtung Nordosten auf und gelang auf die Gemüseplantagen Spaniens, wo er bis heute lebt – illegal allerdings. Nach einiger Zeit versuchte sein jüngerer Bruder Souley, ihm zu folgen, wiederum verfolgt von seinem Cousin Saliou Sarr, der im Senegal als Musiker bekannt ist. Dieser wollte ihn zur Umkehr bewegen. Doch Souley wollte seinen Traum nicht aufgeben. Wer sonst sollte den Eltern, die selbst einst in Frankreich als Gastarbeiter gelebt haben, das zum Leben notwendige, wenn auch geringe Geld überweisen...?

Seit 2008 haben die drei Filmemacher Peter Heller, Saliou Wagendoum Sarr und Bernhard Rübe die Afrikaner begleitet. In ihrer Dokumentation veranschaulichen sie deren Träume und Ziele, Erfahrungen und Enttäuschungen auf dem Weg in das verheißungsvolle Europa; sie verdeutlichen aber auch den Stellenwert, den die Geldüberweisungen der Söhne für die zurückgebliebene Familie darstellen. Für sie werden ihre Söhne dadurch zu privaten „Entwicklungshelfern“, auf die sie stolz ist.

Spielplan

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20.03.2016, 11:11 Uhr
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Zuschauer-Stimmen
Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
Elli Emann über In den Gängen
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