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FDP sieht Kurs hin zur Einheitsschule

Liberale: "Hände weg vom Gymnasium"

Auch wenn das Gymnasium einen eigenen Bildungsplan 2016 bekommt, ist die FDP überzeugt: Langfristig will Grün-Rot die Einheitsschule im Land.

22.10.2015
  • BETTINA WIESELMANN

Stuttgart Die Entwürfe für zwei Bildungspläne 2016 hat Kultusminister Andreas Stoch (SPD) Mitte September in die Anhörung (bis Ende Oktober) gegeben. Die Oppositionsfraktion FDP hat ihm inzwischen geantwortet. Hans-Ulrich Rülke, Vorsitzender der Liberalen im Landtag, ist sich sicher: "Es gibt eine breit angelegte Strategie, die Schultypen einander anzugleichen." Schon jetzt werde das Gymnasial-Profil geschleift, ist die FDP überzeugt. Ziel sei letztlich die Gemeinschaftsschule für alle. Das Bekenntnis der grün-roten Landesregierung zum Gymnasium nennt Rülke "taktisch motiviert".

Als Beleg dient ihm nicht zuletzt die Feststellung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne): "Wer sich am Gymnasium vergreift, überlebt das politisch nicht." Wie andere Zitate Politiker der Grünen (Landesvorsitzende Thekla Walker: "Wir stehen zu unserem bildungspolitischen Ziel: eine Schule für alle. Die Frage ist nur, in welchem Zeitraum wir das erreichen.") findet das Zitat sich in einem neuen Flyer der FDP-Fraktion abgedruckt: "Qualität statt Einheitsbrei. Hände weg vom Gymnasium." Mit dem Thema will die FDP erklärtermaßen im Wahlkampf punkten.

In der Sache kritisieren Rülke und der bildungspolitische Sprecher Timm Kern unter anderem, dass im Bildungsplan für das Gymnasium die Fächer Biologie und Naturphänome fusioniert werden unter Einbeziehung des Fachs Technik. "Indem BNT an allen weiterführenden Schulen gleichermaßen eingeführt wird, entsteht faktisch ein Einheitslehrer." Ein Qualitätsverlust sei zu befürchten.

Dem tritt das Kultusministerium entgegen: "Keines der Fächer erfährt im Fächerverbund eine Stundenkürzung." Auch stehe die Landesregierung zu ihrem Wort und werde die Angebote im Bereich Informatik weiter ausbauen. Offen ist, ob damit eine Nachbesserung im Bildungsplan gemeint ist, nachdem Ministerpräsident Kretschmann vor einer Woche vor Wirtschaftsvertretern in Bälde ein Konzept für eine verbindliche Grundbildung in Informatik angekündigt hatte.

Lob gibt es von der FDP, dass an Grundschulen Musik wieder als eigenständiges Fach eingeführt wird. Unter der CDU/FDP-Regierung kam es 2004 zu dem Fächerverbund Mensch, Natur und Kultur.

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22.10.2015, 12:00 Uhr
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