Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Letztes Aufbäumen im Schlosspark
Polizeieinsatz im Februar 2012: Für Baumfällarbeiten wurde das Protestcamp der Tiefbahnhofsgegner geräumt. Foto: dpa
War auch die Räumung des Stuttgart-21-Protestcamps rechtswidrig?

Letztes Aufbäumen im Schlosspark

S-21-Gegner versammeln sich noch einmal im Februar 2012, um gegen die Räumung des Schlossparks zu protestieren - vergeblich. Vier Jahre später muss ein Gericht klären, ob die Räumung rechtens war.

16.03.2016
  • DPA

Stuttgart. War die Räumung des Schlossgartens und des berühmten Protestcamps gegen das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 im Februar 2012 rechtmäßig? Gut vier Jahre danach hat das Verwaltungsgericht Stuttgart gestern über die Klagen von 32 Projektgegnern gegen die Stadt verhandelt. Läuft es gut für sie, könnten sie zumindest Bußgelder zurückbekommen, die sie zahlen mussten, weil sie sich der Räumung widersetzten. Das Ergebnis soll heute bekanntgegeben werden.

Im Rückblick war es so was wie das letzte Aufbäumen der Gegner von Stuttgart 21 gegen großflächige Baumrodungen im Schlossgarten. Hunderte stellten sich in der Nacht zum 15. Februar 2012 ein letztes Mal gegen die von der Stadt lange angekündigte Räumung des Parks. Ein Protestcamp mit Zelten und Holzverschlägen war zum Symbol des Widerstands geworden.

Laut Gericht hatten sich rund 1400 Projektgegner versammelt. Bäume wurden besetzt. Auch nach Versammlungsende gegen Mitternacht seien mehrere hundert S21-Gegner dageblieben, darunter die Kläger. Gegen 2.30 Uhr begann die Räumung. Es erfolgten Lautsprecherdurchsagen der Polizei, Platzverweise wurden erteilt. Die Kläger wurden aus dem Park geführt oder getragen. Nach den Erfahrungen aus dem "Schwarzen Donnerstag" 2010 mit mehr als 100 Verletzten durch Wasserwerfer und Pfefferspray ging die Polizei laut Beobachtern behutsam vor.

Schon die Auflösung ihrer Versammlung sei nicht rechtens gewesen, sagen sie. Und damit auch nicht die Platzverweise und letztlich das Eingreifen der Polizei. Wegen Ordnungswidrigkeiten mussten sie rund 100 Euro Bußgeld zahlen. Das könnten sie zurückbekommen, wenn das Gericht das Vorgehen der Stadt für unrechtmäßig erklärt. Die Kläger wollen auch das Vorgehen der Polizei für rechtswidrig erklären lassen - da deutete das Gericht aber schon an, dass sie dann das Land verklagen müssen. Die Proteste gegen den Tiefbahnhof sind vor allem wegen des "Schwarzen Donnerstags" bekannt. Ende September 2010 war die Polizei massiv gegen die Gegner des Bahnprojekts vorgegangen, mehr als 100 Menschen wurden verletzt. Vor einem halben Jahr hat das Verwaltungsgericht diesen Polizeieinsatz für rechtswidrig erklärt.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

16.03.2016, 08:30 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Kommentar zur US-Missbrauchsstudie Blick in Abgründe
Leitartikel zum Verhältnis Europas zur Türkei Am längeren Hebel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular