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Kommentar

Letzter Dienst

12.05.2018
  • HAJO ZENKER

Berlin. Keine Frage: Es gibt angenehmere Dinge, als darüber nachzudenken, was nach dem Tod mit den eigenen Organen passieren soll. Dieser Frage stellen sollte man sich trotzdem. Zu groß klafft die Lücke zwischen den benötigten und den verfügbaren Organen. Über 10 000 Menschen in Deutschland sind etwa auf eine fremde Niere, eine fremde Leber angewiesen, wenn sie weiterleben wollen. Alle acht Stunden stirbt ein Mensch, der auf der Warteliste steht, weil kein passendes Organ gefunden wird. Und die Zahl der gespendeten Organe sinkt seit Jahren. Allem Werben von Politik, Krankenkassen, Ärzten zum Trotz.

Das hat natürlich auch mit den 2012 aufgedeckten Skandalen zu tun, als herauskam, wie in Kliniken bei der Organvergabe manipuliert wurde. Das allein kann aber nicht die Erklärung sein. Der Druck, sich mit der Frage zu beschäftigen, ist bisher einfach nicht groß genug. Die Post von der Krankenkasse, die zum Ausfüllen des Organspendeausweises ermuntern soll, legt man schnell beiseite. Und vertagt die Entscheidung. Oft auf den SanktNimmerleins-Tag.

Weil das so ist, hat nun der Ärztetag, das Parlament der Mediziner, die eigene Haltung überdacht und fordert eine Gesetzesänderung. Jeder solle automatisch als Organspender gelten, solange er nicht ausdrücklich widerspricht. Damit könnte man weiterhin eine Organentnahme verweigern. Nur wird man gezwungen, die Entscheidung darüber rasch zu treffen. Warum auch sollte bei uns nicht möglich sein, was in Nachbarländern wie Frankreich, Polen, Tschechien oder Österreich normal ist? Und dort dafür sorgt, dass mehr Menschen auf dem Sterbebett anderen einen letzten Dienst erweisen.

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12.05.2018, 06:00 Uhr
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