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Wenn der rote Brustring bebt

Letzte Konsequenz: VfB-Aufsichtsräte Schmidt und Garcia werfen hin

Paukenschlag beim VfB Stuttgart: Die Vorsitzenden des höchsten Kontrollgremiums legen überraschend ihre Mandate nieder - auch aus gekränkter Eitelkeit. Nachfolger werden im nächsten Jahr gewählt.

14.10.2015
  • ARMIN GRASMUCK

Stuttgart Wie tief die Gräben zwischen der Spitze des Aufsichtsrats und der breiten Basis des VfB Stuttgart sind, war bereits bei der Jahreshauptversammlung am Sonntag in der Porsche Arena deutlich zu erkennen. Weil er keine offenen Worte auf die brennenden Fragen einiger Mitglieder fand, wurde Joachim Schmidt, der Vorsitzende des höchsten Kontrollgremiums mit Buh-Rufen und einem gellenden Pfeifkonzert bedacht. Für die harsche Kritik an seinem Führungsstil schien dem früheren Topmanager der Daimler AG offensichtlich das Verständnis zu fehlen. Er überraschte jedoch selbst die Mitstreiter auf höchster Klubebene, als er gestern kurzerhand das Amt niederlegte.

"Ich ziehe damit die Konsequenz aus der nicht erfolgten Entlastung des Aufsichtsrats bei der Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart am Sonntag", so ließ Schmidt, der sich 13 Jahre lang im Verein engagiert hatte, mitteilen. "Offensichtlich wollte ein großer Teil der anwesenden Mitglieder einen personellen Neuanfang, dem möchte ich nicht im Wege stehen." Sein Stellvertreter im Aufsichtsrat, der Unternehmer Eduardo Garcia, tat es ihm gleich. Auch er legte sein Mandat nieder. Es wirkte, als würde er die Dankbarkeit der Mitglieder vermissen. "Mein Engagement beim VfB, sowohl als Mitglied des Aufsichtsrats, als auch als Partner und Sponsor des Vereins, war für mich immer eine Herzensangelegenheit", so erklärte Garcia lapidar. "Ich habe schon in der Jugend das Trikot unseres Vereins getragen und werde auch in Zukunft ein VfBler bleiben."

Der Aufsichtsrat der Stuttgarter besteht bis zur nächsten Mitgliederversammlung im Herbst 2016 aus den drei verbleibenden Mitgliedern: Hartmut Jenner, der Geschäftsführer des Geräteherstellers Kärcher, Daimler-Vorstand Wilfried Porth und Würth-Manager Martin Schäfer. Das Gremium ist gemäß der Vereinssatzung voll beschlussfähig. Wer der Vorsitz des Aufsichtsrats übernimmt, wird in den nächsten Tagen entschieden. Als Berater mit sportlicher Kompetenz steht den Aufsichtsräten auch in Zukunft der frühere Profi und heutige Vorsitzende des VfB-Ehrenrats, Hermann Ohlicher, zur Seite.

Der VfB verzeichnete im Geschäftsjahr 2014 bei Erträgen in Höhe von 107,7 Millionen Euro einen Gewinn von knapp 900 000 Euro. Der Vorstand, bestehend aus Präsident Bernd Wahler, dem ehemaligen Finanzchef Ulrich Ruf und dem früheren Sportvorstands Fredi Bobic, war jedoch - ebenso wie der Aufsichtsrat - von der Mehrheit der bei der Jahreshauptversammlung anwesenden Mitglieder nicht entlastet worden. Die Lage des Traditionsklubs bleibt auch aufgrund des verheerenden Saisonstarts der Profimannschaft angespannt.

Letzte Konsequenz: VfB-Aufsichtsräte Schmidt und Garcia werfen hin
Letzter Auftritt: Joachim Schmidt am Sonntag in der Porsche Arena. F: Eibner

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14.10.2015, 12:00 Uhr
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