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Kommentar

Lernkultur befördern

03.02.2018

Von IGOR STEINLE

Berlin. Die Digitalisierung kostet Arbeitsplätze. Das ist eine Tatsache, die niemand ernsthaft anzweifelt. Studien dazu gibt es wie Sand am Meer. Die meisten dieser Studien sagen aber auch, dass im Zuge des technologischen Wandels neue Jobs entstehen werden. Die Grundschüler von heute werden zum Teil in Berufen arbeiten, die wir heute noch nicht einmal kennen. Um sie müssen wir uns allerdings keine Sorgen machen – von moderner Technologie verstehen Schulkinder schon heute oftmals mehr als ihre Lehrer.

Viel mehr müssen wir uns um die Generation 50 plus sorgen. Obwohl viele Ältere sich heute bereits mit neuen Technologien beschäftigen, fehlen ihnen in vielen Fällen wichtige Kompetenzen. Der souveräne Umgang mit digitaler Technik ist zwingende Voraussetzung, um den digitalen Wandel mitzugestalten. Menschen, die diese Fähigkeiten heute noch nicht mitbringen, müssen sich selbstständig neue Kompetenzen aneignen. Andere, die dem Wandel skeptisch gegenüber stehen, müssen motiviert werden.

Führungskräfte sollten ihren Angestellten deswegen Zeit und Raum geben, sich fortzubilden. Arbeitgeber, die ihren Betrieb erfolgreich in die Zukunft führen wollen, müssen Abwesenheiten großzügig zulassen. Sie müssen „lebenslanges Lernen“ mit ermöglichen und nicht als Zeit brandmarken, in der ihnen die Arbeitszeit ihrer Angestellten fehlt.

Auch der Staat kann dieses Lernen fördern: Indem er Weiterbildungsmaßnahmen großzügig unterstützt, bevor es zu spät ist. Und nicht wartet, bis die Menschen arbeitslos geworden sind. Denn dann hat vielleicht bereits ein Algorithmus die Arbeit übernommen.

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Erstellt:
3. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
3. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. Februar 2018, 06:00 Uhr

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