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Internetangebot

Leichtere Suche nach der Hebamme

Neue Liste führt die Daten von 18 000 Geburtshelferinnen auf. Kontakt muss man aber selbst aufnehmen.

02.08.2019

Von HAJO ZENKER/NBR

Eine Hebamme überprüft die Herztöne eines Ungeborenen. Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/ZB

Berlin. Wo finde ich eine Hebamme? Diese Fragen stellen sich viele werdende Eltern. Ab sofort ist das leichter zu beantworten. Denn der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen hat eine Hebammenliste ins Internet gestellt (www.gkv-spitzenverband.de/hebammenliste), die die bundesweit über 18 000 freiberuflichen Geburtshelferinnen mit ihrer Telefonnummer und/oder ihrer E-Mail-Adresse sowie dem jeweiligen Leistungsangebot aufführt. Durch die Eingabe der Postleitzahl und einer Kilometerangabe für die Umkreissuche lassen sich die Ergebnisse eingrenzen. Was problemlos funktioniert.

Damit sei erstmals eine vollständige Suche nach freiberuflichen Hebammen in der eigenen Region möglich, meint Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand beim GKV-Spitzenverband. „Diese Übersicht kann Schwangeren und Wöchnerinnen die Suche nach einer Hebamme vor Ort sehr erleichtern.“ Eine Idee der Kassen war die Liste allerdings nicht, sondern eine Vorgabe aus dem im Mai in Kraft getretenen Terminservice- und Versorgungsgesetz.

Die Hebammen selbst sehen das zwar als Verbesserung für die Schwangeren an, hätten sich aber nach dem Vorbild der Terminservicestellen, die Arztbesuche vermitteln, zusätzlich eine direkte Möglichkeit zur Terminvergabe gewünscht, sagt Nina Martin, Sprecherin des Deutschen Hebammenverbandes. „Die Frauen müssen deshalb weiterhin mehrere Hebammen abtelefonieren, um schließlich zum Ziel zu kommen.“ Denn Hebammen seien zumeist gut beschäftigt. Einerseits nehme die Zahl der Geburten zu, 2011 waren es laut Statistischem Bundesamt 665 000, 2018 bereits 791 000, andererseits gebe es mehr ältere Schwangere, deren Betreuungsbedarf höher sei. Dem Hebammenmangel lasse sich mit einer Liste nicht begegnen. Die Suche dürfte somit insgesamt zwar leichter, aber nicht leicht werden. Hajo Zenker

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Erstellt:
2. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
2. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. August 2019, 06:00 Uhr

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