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Gelsenkirchen

Leiche lag tagelang in defektem Klinik-Fahrstuhl

Im Aufzug einer Gelsenkirchener Klinik wird ein Toter gefunden. Es war ein vermisster Patient; er lag mehr als eine Woche in dem defekten Fahrstuhl.

14.07.2015

Von DPA

Gelsenkirchen Acht Tage hat ein toter Patient in einem kaputten Aufzug einer Klinik in Gelsenkirchen gelegen, bis man die Leiche fand. Laut einem Gutachten habe es bei dem Aufzug am 2. Juli eine technische Störung gegeben, teilte die Polizei mit. Er wurde daraufhin abgeschaltet. Die Notrufeinrichtung sei aber funktionsfähig gewesen. Nun werde auch untersucht, ob der Eingeschlossene den Notruf betätigt hat.

Die Leitung der Evangelischen Kliniken Gelsenkirchen äußerte ihre Betroffenheit: Man werde alles unternehmen, um mit der Polizei den Vorfall "lückenlos und schnellstmöglich" aufzuklären.

Bei dem Mann handelte es sich laut Polizei um einen 59-Jährigen, der sich freiwillig in stationäre Behandlung der psychiatrischen Abteilung begeben hatte. Sein Verschwinden sei schon am 2. Juli festgestellt worden. "Es bestand keine akute Lebensgefahr, und es ist nicht ungewöhnlich, dass Patienten sich eigenverantwortlich und selbstständig aus dem Krankenhaus entlassen. Deshalb wurde dem Verschwinden keine besondere Bedeutung zugemessen", hieß es von der Polizei.

Die Klinik erklärte in einer Stellungnahme, das Verschwinden des Patienten sei dem Personal am 2. Juli aufgefallen. "Es wurde daraufhin eine Meldung an das Wohnheim, in dem der Vermisste lebte, gegeben." Nachdem der Patient auch am Folgetag gefehlt habe, habe man die Polizei informiert.

"Über die tatsächliche Todesursache können wir nur Mutmaßungen anstellen. Es liegt jetzt in den Händen der Staatsanwaltschaft, den Todeszeitpunkt zu bestimmen", sagte eine Kliniksprecherin. Nach der Obduktion des Toten hat die Polizei keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Die Todesursache habe die Obduktion aber zunächst nicht klären können. Der Verwesungsprozess sei zu weit fortgeschritten gewesen, teilte die Polizei mit.

Auch zu der Frage, warum der Aufzug mehr als eine Woche lang defekt stillstand, liefen Ermittlungen, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Auf der gegenüberliegenden Seite gebe es einen zweiten intakten Aufzug.

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Erstellt:
14. Juli 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
14. Juli 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 14. Juli 2015, 12:00 Uhr

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