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Ministerin erteilt Absage ans G9

Lehrer werben für Rückkehr zu längerer Gymnasialzeit nach bayerischem Vorbild

Der Philologenverband will zurück zum neunjährigen Gymnasium und präsentiert tausende Unterschriften. Doch Kultusministerin Eisenmann wehrt ab.

05.08.2016
  • DPA

Stuttgart. Das Kultusministerium hat einer Petition der Gymnasiallehrer für eine Wahlfreiheit zwischen acht- und neunjährigem Gymnasium eine Absage erteilt. Man wolle sich auf das achtjährige Gymnasium konzentrieren, sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU), nachdem ihr der Philologenverband mehr als 14 600 Unterschriften für die Wahlfreiheit übergeben hatte. „Die Entscheidung ist für die kommenden fünf Jahre gefallen“, sagte die Christdemokratin, deren Partei im Wahlkampf noch für die Ausweitung von G9 geworben hatte.

Der politische Druck auf die Landesregierung hat zugenommen, seit vergangene Woche das bayerische Kabinett entschied, ein Nebeneinander von G8 und G9 zuzulassen. Das bayerische Modell sieht vor, dass die einzelnen Schulen völlig frei entscheiden dürfen, ob sie ab dem Schuljahr 2018/19 auf ein neunjähriges Modell wechseln – oder im Einzelfall auch beide Varianten, G8 und G9, parallel anbieten.

In Baden-Württemberg sind neunjährige Züge bis zum Abitur bislang nur im Rahmen eines Modellversuchs an 44 Schulen im Südwesten möglich. Außerdem gibt es den neunjährigen Weg zum Abitur über die Realschule und im Anschluss das berufliche Gymnasium, wie das Ministerium betonte. Eine „Rolle rückwärts“ werde es nicht geben. Das sehe auch der Koalitionsvertrag nicht vor.

Für den Philologenverband zeigt die hohe Zahl der Unterschriften hingegen, dass das Anliegen der Online-Petition von weiten Kreisen der Bevölkerung geteilt wird. „Die Ministerin ist nun aufgefordert, sich über die vielleicht vorschnell und unbedacht getroffenen Festlegungen des Koalitionsvertrags hinweg gesprächsbereit zu erweisen“, sagte der Initiator der Petition, Cord Santelmann. Drei Viertel der rund 400 Gymnasien im Land würden sich nach seinen Worten für die neunjährige Variante entscheiden, wenn das möglich wäre.

Die ehemalige Kultusministerin Annette Schavan (CDU) hatte das achtjährige Gymnasium 2004/05 im Südwesten eingeführt. Doro Moritz, Landeschefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, betonte: „Wer sich vorbehaltlos für ein Zurück zu G9 ausspricht, erweckt den Eindruck, dass das G8 generell schlecht sei.“ Sehr viele Gymnasien hätten gute Konzepte für G8 entwickelt.

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05.08.2016, 06:00 Uhr
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