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Heidenheim

Lehrer filmt heimlich in Turnumkleide

Nach einem Vorfall in der Turnhalle einer Schule bekam der Täter einen Strafbefehl, unterrichtet aber weiter an einem Heidenheimer Gymnasium.

18.07.2018

Als Gerücht ging die Geschichte schon länger an einem Heidenheimer Gymnasium um: Ein Lehrer soll in einer Damenumkleide mit einer Kamera heimlich Aufnahmen gemacht haben.

Opfer waren keine Kinder

Die Staatsanwaltschaft Ellwangen bestätigt, dass es einen solchen Vorfall gab: Mit einer Minikamera wurde in der Damenumkleide einer Heidenheimer Schule gefilmt, allerdings nicht während des Sportunterrichts, sondern abends beim Vereinssport.

Die Opfer waren keine Kinder, sondern Jugendliche und junge Frauen. Der Täter, der als Lehrer an einem Heidenheimer Gymnasium arbeitet, konnte überführt werden und ist bereits verurteilt.

Keine Schülerinnen betroffen

Wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen nach Paragraph 201a des Strafgesetzbuches erhielt der Mann einen Strafbefehl über mehrere tausend Euro.

Auch das Stuttgarter Regierungspräsidium als vorgesetzte Dienstbehörde wurde von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt. „Das Fehlverhalten betraf keine Schülerinnen und Schüler, der Vorfall hat sich außerhalb des Dienstes ereignet“, betont Katja Lumpp, Sprecherin des Regierungspräsidiums. Man habe die dienstrechtlich notwendigen Maßnahmen ergriffen. „Der Lehrer hat sein einmaliges Fehlverhalten eingestanden und sich bei allen Betroffenen entschuldigt“, so die Sprecherin.

Lehrer weiter im Schuldienst tätig

Der Lehrer sei nach wie vor im Schuldienst tätig. „Das Regierungspräsidium hat diesen Vorfall aber zum Anlass genommen, vorsorglich alles Erforderliche zu veranlassen, damit keine Gefährdung für Schülerinnen entsteht“, erläutert Lumpp. Welche Maßnahmen getroffen wurde, darüber gibt es keine Auskunft, „aus Gründen der Amtsverschwiegenheit in Personalangelegenheiten“, so die Sprecherin.

Der Lehrer unterrichtet weiterhin an seiner Schule. „Es bestand keine Notwendigkeit, Schüler und Eltern zu informieren“, sagt Katja Lumpp, da die Kamera bereits kurz nach der Installation entdeckt und wieder entfernt wurde und Schülerinnen in diesem Zeitraum nicht anwesend waren. Silja Kummer

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Erstellt:
18. Juli 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
18. Juli 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2018, 06:00 Uhr

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