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Lego und Barbie beliebt wie eh und je
Elektronik kann Klassiker nicht verdrängen

Lego und Barbie beliebt wie eh und je

Bausysteme wie Lego und Playmobil sind trotz der elektronischen Spielewelt weiter stark nachgefragt. Eine wichtige Rolle dabei spielen die Schenker. Kam der Abgesang auf Bauklötzchen und Co. zu früh?

04.12.2015
  • DPA

Nürnberg/Zirndorf. Aus dem Kinderzimmer piept, blinkt und lärmt es, Sirenen heulen auf - und dennoch sind Klassiker wie Lego und Playmobil ohne großen technischen Schnickschnack beliebt wie eh und je. Nach einer Krisenzeit um das Jahr 2009, als technische Konkurrenten wie Laptops, Spielekonsolen und Smartphones das Traditionsspielzeug zu verdrängen schienen, geht es wieder stetig aufwärts.

"Auch in diesem Jahr haben die Klassiker ein Plus von mehr als 8 Prozent verzeichnet - und das Weihnachtsgeschäft steht noch bevor", sagt Ulrich Brobeil, Geschäftsführer des Deutschen Verbands der Spielwaren-Industrie (DVSI).

Gerade erst gab der Spielzeugriese Lego bekannt, dass er mit der Produktion seiner bunten Bauklötzchen wegen der großen Nachfrage nicht mehr hinterherkomme. Manche Kinderwünsche nach Bausets könnten unerfüllt bleiben, warnte ein Unternehmenssprecher. Die Nachfrage sei "phänomenal". Gute Verkaufszahlen bescherten den Dänen zuletzt vor allem die Dauerbrenner Lego City oder Technic.

Auch beim fränkischen Hersteller Playmobil brummt das Geschäft mit den freundlich dreinblickenden Männchen aus Plastik. Im 41. Jahr der Firmengeschichte verzeichneten die Zirndorfer bis Oktober ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Inzwischen gibt es mehr als 4600 Varianten des Produkts, gut 2,8 Mrd. Playmobil-Figuren bewohnen Kinderzimmer.

Die Firma Schleich aus Schwäbisch Gmünd, deren Figuren bereits seit 80 Jahren unter dem Weihnachtsbaum liegen, verbucht 2015 einen zweistelligen Zuwachs. Klassiker bleibt Klassiker. Gegenüber Touchscreens und leuchtenden Knöpfen zeichneten sich die Figuren durch ihre Realitätstreue aus. "Kinder wollen beim Spielen auch echte Steine und Figuren anfassen", bekräftigt der Geschäftsführer des Bundesverbandes des Spielwaren-Einzelhandels (BVS), Willy Fischel.

Auch bei Playmobil heißt es, dass der Run auf Sets wie die Kinderklinik mit OP-Saal, Neugeborenenstation und Kinderkrankenzimmer besonders groß sei. Der Trend bei den Klassikern gehe zu den Spielwelten, bestätigt Brobeil. Im Kleinen abbilden, was sich draußen tut, lauten Motto und Herausforderung für die Branche. Ursache für die Renaissance der Klassiker seien aber auch die Schenker. "Eltern und Großeltern kennen und schätzen das Spielzeug aus ihrer Kindheit - und kaufen das dann auch", meint Brobeil.

"Die Konsumenten besinnen sich in unserer schnelllebigen, digitalen Welt mit immer weniger Zeit zum Spielen zunehmend wieder auf traditionelle Werte", sagt Schleich-Chef Engehausen. Von den Eltern werde außerdem geschätzt, dass Kinder nicht nur Vorgegebenes nachspielten, sondern rund um die Produkte ihre eigene Fantasiewelt entwickeln könnten.

Die deutsche Spielwarenbranche rechnet in diesem Jahr mit einem Rekordgeschäft. Ein Plus von 4 Prozent dürfte den Umsatz auf rund 2,93 Mrd. EUR steigern. Wenn das wichtige Weihnachtsgeschäft gut verlaufe, könne die Drei-Milliarden-Schwelle in diesem Jahr auch geknackt werden.

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04.12.2015, 08:30 Uhr
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