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Karlsruhe

Lebenslang für Mord an Ehemann

Eine Frau hat ihren Mann nach 30 Jahren Ehe mit 32 Messerstichen getötet. Dafür wurde sie jetzt zu einer lebenslangen Haft verurteilt.

27.10.2015
  • DPA

Karlsruhe Im Prozess um eine tödliche Messerattacke auf ihren Ehemann ist die 52 Jahre alte Frau in Karlsruhe wegen Mordes zu einer lebenslangen Haft verurteilt worden. Die Angeklagte sei schuldig, den 55-Jährigen im Schlaf attackiert und mit 32 Stichen umgebracht zu haben, befand gestern das Landgericht. Der Mann sei wehr- und arglos gewesen: "Niemals hätte er sich sonst einfach so niedermetzeln lassen", sagte der Vorsitzende Richter Leonhard Schmidt und ergänzte: "Das war ein Heimtücke-Mord."

Die Frau hatte zuvor schon gestanden, ihren Ehemann Ende März im gemeinsamen Haus in Maulbronn (Enzkreis) erstochen zu haben. Dass er zum Zeitpunkt des Angriffs geschlafen habe, bestritt sie allerdings.

Zum möglichen Motiv hatte sich die Frau während des Prozesses nur bruchstückhaft und in einer schriftlichen Erklärung durch ihren Anwalt geäußert. Unter anderem hatte sie von Demütigungen, Gewalt und auch sexuellen Übergriffen während der 30 Jahre währenden Ehe gesprochen. Das spiele für eine Verurteilung wegen Mordes aus Heimtücke aber keine Rolle, sagte Richter Schmidt. Für diese grausame Bluttat gebe es "eigentlich gar keine nachvollziehbare Erklärung".

Die Frau sei zwar sozial vereinsamt und womöglich wütend und verzweifelt gewesen. Sie habe aber nicht im Affekt gehandelt und sei deshalb voll schuldfähig. "Sie ging in die Küche, grübelte dort eine Weile, rauchte eine Zigarette, und entschloss sich, ihren Mann zu töten." Dann habe sie das Messer genommen, sei zu ihm ins Schlafzimmer gegangen und habe auf ihn eingestochen.

Auch die Spuren am Tatort sprachen nach Auffassung des Gerichtes dafür, dass der Mann von dem Messerangriff im Schlaf überrascht wurde. Schwer verletzt versuchte er noch zu fliehen, er konnte sich aber nur auf die Straße schleppen, wo er dann verblutete.

Die Ehefrau hatte sich nach der Tat selbst in den Bauch gestochen und lebensgefährlich verletzt.

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27.10.2015, 12:00 Uhr
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