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Land am Rand

Land hisst die weiße Fahne

11.07.2018

Von ALFRED WIEDEMANN

Die gelb-rot-gelbe, oder besser, gold-rot-goldene Baden-Fahne am Karlsruher Schloss. Foto: Daniel Schoenen/Badisches Landesmuseum/dpa

Stuttgart/Karlsruhe. Die Badener sind gekränkt, zu Recht: Die Stuttgarter Landesregierung hat die badische Flagge vom Karlsruher Schloss geholt, weil auf allen Landesgebäuden nur das Schwarz-Gelb des Landes, die Deutschlandfahne oder das Sternenbanner der EU gezeigt werden dürfen. Badens Gelb-Rot-Gelb musste weg. Dumm nur, dass auf dem Stuttgarter Schloss schon mal die Regenbogenflagge aufgezogen wurde. Und auch, dass die Baden-Farben seit 2015 in Karlsruhe unbehelligt flatterten. Aufgefallen ist das erst, als sich jemand an der roten Fahne störte, die zur Ausstellung über die Revolution 1918 das Karlsruher Schloss schmückte, bis es eine Beschwerde gab. Die Badener-Flagge war dann Kollateralschaden. Begründung: Es gebe ja kein Baden und Württemberg mehr, sondern nur noch einig Baden-Württemberg.

Das ist richtig, aber auch kolossal daneben. Solange es den VfB Stuttgart und den SC Freiburg gibt, so lange werden Badener und Württemberger nur staatstechnisch, nie mental eins werden.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann war klug beraten, als er nun seinen Kompromiss im schwäbisch-badischen Fahnenstreit verkündete: Das badische Landesmuseum dürfe die badischen Farben am Karlsruher Schloss wieder aufziehen, wenn es das für pädagogisch sinnvoll halte. Grundsätzlich gelte die Flaggenverordnung des Landes allerdings weiter. Man könne aber über eine Neufassung nachdenken und darüber, dann Ausnahmen vorzusehen. Wie die allerwichtigste Ausnahme aussehen muss, ist klar: Gelb-Rot-Gelb. Alfred Wiedemann

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Erstellt:
11. Juli 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
11. Juli 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. Juli 2018, 06:00 Uhr

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