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Bildung

Labore im umgebauten Frachtschiff

Die Heilbronner „Experimenta“ hat bis zur Eröffnung eines Neubaus eine schwimmende Zwischenlösung.

01.02.2018

Von HANS GEORG FRANK

Die „MS Experimenta“: eine 105?Meter lange Zwischenlösung. Foto: experimenta gGmbH

Heilbronn. Als „Sally“ hat das belgische Schiff jahrelang Diesel durch Europa befördert. Als „MS Experimenta“ dient es nach achtmonatigem Umbau der Wissenschaft. Die Stiftung des Kaufmanns Dieter Schwarz („Kaufland“, „Lidl“) ließ den Frachter in einer Werft in Maasbracht (Niederlande) für die Bildung ertüchtigen, um eine schwimmende Übergangslösung bis zur Vollendung eines spektakulären Neubaus einsetzen zu können.

Die „Experimenta“ gehört als „Science Center“ zu den Prestigeprojekten in Heilbronn. Kurz nach der Einweihung eines umgerüsteten Lagerhauses im Jahr 2009 stellte sich heraus, dass die Kapazität des Backsteinblocks dem unerwartet großen Andrang, vor allem von Schülerseite, nicht gerecht werden kann. Deshalb entsteht seit März 2016 eine 25?000 Quadratmeter große Erweiterung, um Naturwissenschaft und Technik noch vielseitiger präsentieren zu können. Schon vor der Fertigstellung im Frühjahr 2019 – rechtzeitig zur Bundesgartenschau – zählt die futuristische Konstruktion mit fünf Etagen zu den größten Attraktionen dieser Art in Europa. Gerechnet wird mit jährlich 250?000 Besuchern. Über die Kosten schweigt die Schwarz-Stiftung.

Vor Anker gegangen

Geheimsache ist auch der Aufwand für das 105 Meter lange und 9,5 Meter breite Schiff. Der 935-Tonner verfügt jetzt über eine Nutzfläche von 500 Quadratmetern. In zwei Laboren und drei „Talentschmieden“ können sich gleichzeitig 150 Personen aufhalten. Zwei Sonnendecks gibt es für Veranstaltungen unter freiem Himmel. Die „MS Experimenta“ ankert jetzt in einem Altarm des Neckars. Für die Buga zieht das Schiff näher an das Gartenschaugelände. Ab 2020 soll es in ganz Deutschland für die Heilbronner Institution werben.

Mit einem zweckentfremdeten Schiff hat Heilbronn schon gute Erfahrungen gemacht. Ganz in der Nähe der „MS Experimenta“ liegt seit Ende 1995 das Theaterschiff vor Anker. Dafür wurde ein französischer Frachter vor der Verschrottung gerettet. Auf der Bühne werden meist Eigenproduktionen geboten, Platz ist für 124 Zuschauer. Hans Georg Frank

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Erstellt:
1. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
1. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. Februar 2018, 06:00 Uhr

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