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La Mélodie - Der Klang von Paris

La Mélodie - Der Klang von Paris

Der Violinist Simon Daoud versucht Kindern im Banlieue von Paris das Geigenspiel beizubringen und trifft er auf unerwartete Talente.

La Mélodie - Der Klang von Paris
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La Mélodie
Frankreich 2016

Regie: Rachid Hami
Mit: Kad Merad, Samit Guesmi, Renély Alfred

102 Min. - ab 0 Jahren

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18.12.2017

Von Madeleine Wegner

Die Lampe im Proberaum der Problemschule hat einen Wackelkontakt. Auch die Kamera zeigt mit unruhiger Hand die Gesichter der Kinder. Keine Frage: Das Projekt steht von Anfang an auf wackligen Beinen. Denn der arbeitslose Profi-Geiger Simon Daoud (Kad Merad, im Vergleich zu Komödien wie „Willkommen bei den Sch‘tis“ kaum wiederzuerkennen) soll den Kindern in der Banlieue von Paris das Geigenspiel beibringen. Dabei trifft er auf unzählige Probleme – und ein Ausnahmetalent, den Jungen Arnold (großartig gespielt von Alfred Renely).

„La Mélodie – Der Klang von Paris“ ist das Debut von Rachid Hami. Die ganze Geschichte, die er erzählt, ist recht vorhersehbar. Sie erinnert beispielsweise an die Doku „Rhytm is it!“, wobei sich Hami an dem Projekt „Démos“ der Pariser Philharmonie orientiert hat, das Kindern aus schwierigen Verhältnissen klassische Musik näher bringen will. Unaufmerksame Gören, zu wenig Fortschritte, ein abgebrannter Proberaum, eine verlockende Tournee: Natürlich müssen Simon und seine Schüler viele Hindernisse überwinden, um ein erfolgreiches Abschlusskonzert in der Philharmonie zu geben. Und natürlich ist es absurd, dass 13-jährige Schüler, die nie zuvor eine Geige in der Hand hatten, nach kurzer Zeit Rimsky-Korsakovs „Scheherazade“ spielen können.

Doch was der Film gut zeigt, ist die Stimmung in der Schulklasse, unter den Kindern, ihre nervigen Sprüche, ihre Aggressionen, ihr Unwille, sich auf eine Sache zu konzentrieren – und ihr Humor. „Das ist kein Spielzeug“, tadelt Simon etwa. „Warum heißt es dann Geige spielen?“, kontert der Klassenclown. Er ist – wie auch die anderen Kinder – ein Laiendarsteller. Das könnte eine Erklärung für diesen gelungenen Einblick sein.

Wenn‘s doch nur so einfach wäre und eine Bachsonate selbst in schwierigen Familien alles wieder in Ordnung bringt.

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Erstellt:
18. Dezember 2017, 19:34 Uhr
Aktualisiert:
18. Dezember 2017, 19:34 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. Dezember 2017, 19:34 Uhr

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