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Demonstration

Kurdischer Protestzug bis Straßburg

Behörden rechnen mit rund 150 Teilnehmern. Das Eskalationsrisiko auf der Strecke gilt als hoch.

03.02.2018
  • VOLKER KNOPF

Bruchsal. Ein Kurdenmarsch unter dem Slogan „Freiheit für Kurdistan, Freiheit für Öcalan“ von Mannheim nach Straßburg wird vom 10. bis zum 17. Februar von Mannheim nach Straßburg führen. Die Behörden rechnen mit 150 Teilnehmern auf der rund 155 Kilometer langen Strecke.

Die Bereitschaftspolizeidirektion in Bruchsal informierte gestern über die Sicherheitsmaßnahmen während des achttägigen Fußmarsches. „Unsere Aufgabe wird es sein den friedlichen Protest zu schützen“, sagte Peter Kremer, stellvertretender Leiter der Direktion. „Was wir auf keinen Fall dulden werden, ist ein Stellvertreterkrieg mit nicht-friedlichen Mitteln in Deutschland.“

Die Eskalationsrisiken seien hoch. Es würde oftmals schon ausreichen, wenn nur ein nationalistisch gesinnter Türke die Gruppe von außen verbal provozieren würde oder beispielsweise das Symbol der „Grauen Wölfe“ (Gruppierung nationalistischer Türken) gezeigt würde. Dann könne es schnell zu einer explosionsartigen Situation kommen. „Ein Funke reicht da schon aus“, sagt Kremer.

2012 kam es bei einem Kurdenmarsch zu einem Angriff nationalistischer Türken auf ein alevitisches Kulturzentrum in Bruchsal, in dem die Gruppe der Marschierer übernachtet hatte. Auch einen Messerangriff habe es in dem Kontext des Marsches in der Barockstadt bereits gegeben. Ein Grund, warum Bruchsal dieses Mal auf der Route bewusst ausgespart werde. Der Fußmarsch führt von Nordbaden nach Straßburg durch den Rhein-Neckar-Kreis, die Landkreise Karlsruhe und Rastatt sowie den Ortenaukreis.

Marsch in der Faschingszeit

Erschwerend käme beim aktuellen Protestmarsch hinzu, dass er mitten in der Faschingszeit stattfindet, sagte Kremer. „Natürlich wird der Zug keine aktuellen Faschingsumzüge kreuzen. Aber gerade in dieser diffusen Gemengenlage von Heiterkeit, Alkoholgenuss und dem plötzlichen Auftreten einer politischen Veranstaltung kann es auch hier zu Spontan-Aktionen kommen. Wir müssen auf alles vorbereitet sein.“

Die Beamten seien dafür sensibilisiert, welche Flaggen erlaubt und welche Symbole bei dem Marsch verboten seien, beispielsweise die der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Dabei ginge es oft um Nuancen. „Darauf werden wir sehr genau achten“, betonte Steffen Hildebrand, der zuständige Einsatzleiter des „Kurdenmarsches“. Wichtig sei auch die intensive Zusammenarbeit mit den zu durchquerenden Kommunen. Ferner gab es Ansprachen im Vorfeld an mögliche Gefährder. Volker Knopf

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03.02.2018, 06:00 Uhr
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