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Kundgebung

Kurdenprotest hält die Polizei in Atem

Fast täglich demonstrieren Aktivisten in Stuttgart gegen die türkische Invasion in Syrien.

15.10.2019

Von DGR/DPA

In Stuttgart führt der Protest gegen das türkische Vorgehen häufig zu Ausschreitungen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Stuttgart. Seit türkische Truppen am vorigen Mittwoch in nordsyrische Kurdengebiete eingedrungen sind, protestieren in Stuttgart fast täglich Kurden gegen die Invasion. Auch am Montagabend gab es eine Kundgebung. Die Polizei beobachte den Marsch vom Hubschrauber aus. Bei den teils angemeldeten, teils spontanen Demos kam es in den vergangenen Tagen zu Ausschreitungen. Die Polizei berichtet von mehr als 20 verletzten Beamten – meist Knalltrauma und Prellungen. Ein Polizist sei mit einem Stein am Helm getroffen worden.

Bei der weitgehend friedlichen Kundgebung am Sonntagabend kamen mehrere Hundert Teilnehmer zum Schlossplatz. Ein Mann sei festgenommen worden, dem die Polizei schweren Landfriedensbruch bei der Demo am Samstag vorwirft.

Am Samstag war es nach der Demonstration mit etwa 1000 Teilnehmern zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Am Abend seien mehrere Gruppen – zum Teil vermummt – durch die Innenstadt gezogen. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Ob es auch unter den Demonstranten Verletzte gab, ist der Polizei nicht bekannt.

Die Polizei registrierte 40 Gewalttaten. Innenminister Thomas Strobl (CDU) verurteilte die Gewalt. Der Rechtsstaat werde nicht zulassen, „dass ausländische Konflikte auf unseren Straßen mit Gewalt und Aggression ausgetragen werden“, betonte er. Indessen warnte auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor gewalttätigen Protesten. Man sehe in der Entwicklung in dem syrischen Konfliktgebiet ein „hohes Risiko für ein Aufflammen gewalttätiger Protestaktionen“. dgr/dpa

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Erstellt:
15. Oktober 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
15. Oktober 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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