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Stuttgart

Kurden marschieren von Stuttgart nach Straßburg

Im Vorfeld des Jahrestags der Verhaftung von PKK-Chef Abdullah Öcalan planen Kurden ab kommenden Montag einen Marsch von Stuttgart nach Straßburg.

05.02.2016
  • dpa/lsw

Stuttgart. In sechs Etappen wollen sie über Ludwigsburg, Pforzheim, Karlsruhe und Rastatt nach Frankreich laufen, wie das Polizeipräsidium Einsatz in Göppingen mitteilte. In Kehl solle die Grenze nach Straßburg überquert werden. In der französischen Kommune sei am 13. Februar die Abschlusskundgebung geplant.

Pro Tag werden zwischen 100 und 150 Teilnehmer erwartet. Anmelder des Protestzugs, der auch schon im vergangenen Jahr stattfand, ist das Demokratische kurdische Gesellschaftszentrum. Die Demo wird von der Polizei begleitet. Die Kurden sind unter anderem auf Landes- und Bundesstraßen unterwegs, wie der Sprecher mitteilte. Autobahnen seien aber tabu.

Am 15. Februar 1999 hatten türkische Sicherheitskräfte Öcalan in Nairobi festgenommen. Die verbotene Untergrundorganisation Kurdische Arbeiterpartei (PKK, Partiya Karkeren Kurdistan) kämpft seit 1984 für einen eigenen Kurdenstaat oder zumindest eine politische und kulturelle Autonomie im Südosten der Türkei. Die Folgen des Kurden-Konflikts in der Türkei beschäftigen zunehmend die Polizei im Südwesten. Seit Juli 2015 gibt es deutlich mehr Veranstaltungen, Mahnwachen und Demonstrationen. Laut dem Innenministerium sind es seit dem vergangenen Sommer rund 100 entsprechende Aktivitäten gewesen, genaue Zahlen zu den Monaten davor gibt es nicht.

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05.02.2016, 07:58 Uhr | geändert: 05.02.2016, 05:30 Uhr
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