Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Gesellschaft

Kulturhäuser im Kampf gegen Rechts

In ganz Deutschland schließen sich 300 Institutionen mit einer „Erklärung der Vielen“ zusammen.

10.11.2018

Von DPA

Erkennungszeichen gegen Rechts: die Rettungsdecke. Foto: Christoph Soeder/dpa

Berlin. In Berlin haben sich mehr als 140 Kulturinstitutionen zu einem Bündnis gegen Rechts zusammengeschlossen. Die Initiatoren stellten eine „Erklärung der Vielen“ vor, in der sie sich zum Engagement gegen Nationalismus und Intoleranz und für die Freiheit der Kunst verpflichten. Ähnliche Bündnisse stellten sich in Düsseldorf, Hamburg und Dresden vor, deutschlandweit machen 300 Kulturinstitutionen mit.

„Ich hoffe, wir werden den Rechten von heute an das Leben deutlich schwerer machen“, sagte Olaf Zimmermann, der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats. Gerade in kleineren Orten sei der Druck von rechts dramatisch gewachsen.

In Berlin haben sich die meisten großen Kulturinstitutionen wie die drei Opernhäuser, alle führenden Theater, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Berliner Festspiele der Aktion angeschlossen, dazu zahlreiche kleinere Häuser und freie Initiativen. Der Anstoß war von dem 2017 gegründeten Verein „Die Vielen“ gekommen, der von der Stiftung des Fotografen Wolfgang Tillmans unterstützt wird.

Das gemeinsame Symbol ist eine gold-glitzernde Rettungsdecke. Sie soll von allen als Erkennungszeichen genutzt werden. Nach lokalen und selbst organisierten Veranstaltungen in ganz Deutschland sind für Mai 2019 deutschlandweit „Glänzende Demonstrationen“ geplant.

Dietmar Schwarz, der Intendant der Deutschen Oper Berlin, sagte die Unterstützung der gesamten Deutschsprachigen Opernkonferenz zu. Kai Uwe Peter von der Stiftung Brandenburger Tor erinnerte an die Verpflichtung der Deutschen, nach den Verbrechen der Nazizeit für Freiheit und Toleranz einzustehen: „Jeder von uns unterstützt mit der Kultur die Demokratie.“

Der Chef des Friedrichstadt-Palasts, Berndt Schmidt, rief zum Zusammenhalt auf. „Wer einen von uns angreift oder herausgreift, hat ab sofort 140 an der Backe“, sagte er. „Ab heute sind wir nicht mehr allein auf weiter Flur. Ab heute sind wir viele.“ Schmidt hatte im vergangenen Jahr nach seinem Eintreten gegen Rechtsextremismus sein Haus wegen einer Bombendrohung räumen lassen müssen. dpa

Zum Artikel

Erstellt:
10. November 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
10. November 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. November 2018, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Aus diesem Ressort
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+