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Götz Adriani baut um · 2018 ist für ihn Schluss

Künftig als Troika: Kunsthalle kriegt künstlerischen Vorstand

Götz Adriani bestellt sein Haus: Im Sommer 2018 hört der Stiftungsvorsitzende der Kunsthalle endgültig auf. Sie wird deshalb schon jetzt umstrukturiert, indem ein „künstlerischer Vorstand“ gesucht und berufen wird.

22.10.2015
  • Wilhelm Triebold

Tübingen. Momentan herrscht wieder Ruhe droben auf der Wanne. Nachdem die Sanierung der Kunsthalle im vergangenen Jahr eigens wegen der Jubiläumsausstellung „500 Jahre Tübinger Vertrag“ von März bis August unterbrochen wurde, ging es danach keineswegs zügig weiter – nicht zuletzt auch, weil Adriani, wie berichtet, inzwischen Erweiterungspläne für ein neues Depot als Lager der millionenschweren Kunstsammlung und für einen zusätzlichen Ausstellungsraum hegt (siehe unten).

Auch wenn die Baustelle derzeit ruht, baut Adriani jetzt trotzdem um – und zwar die Leitungsstruktur. Seit die Tübinger Kunsthalle im Sommer 2003 nach über 30 Jahren vom städtischen Betrieb in eine selbstständige, gemeinnützige Einrichtung umgewandelt worden ist, kümmerte sich ein geschäftsführender Kurator um die künstlerischen Belange, sofern Adriani da nicht seinerseits eingriff.

Darüber hinaus hielt der Gründer und langjährige Direktor der Kunsthalle aber weiterhin als Vorstandsvorsitzender alle Fäden zusammen. Wobei dieser Kunsthallen-Vorstand immer nur aus zwei Personen bestand – Adriani und seiner rechten Hand, Geschäftsführerin Gerlinde Engelhardt.

Das soll nun anders werden. Über eine Anzeige in der „Zeit“, aber auch auf der Kunsthallen-Homepage wird „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ ein „künstlerischer Vorstand“ gesucht, der dann auch im Jahr 2018 den Vorsitz des Stiftungsvorstands übernimmt.

„Mein Vertrag läuft bis Sommer 2018“, bestätigt Götz Adriani dem TAGBLATT. Erste Bewerbungen gingen bereits ein. Der oder die Neue wird als künstlerischer Vorstand gleich dem dann dreiköpfigen Leitungsgremium der Stiftung bürgerlichen Rechts angehören.

Damit dürfte die neue Fachkraft, der in der Stellenausschreibung „weitgehende Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit“ in Aussicht gestellt werden, den weiteren Ausbau der Kunsthalle begleiten können. Anfang nächsten Jahres, so Adriani, soll’s weitergehen und dann bis Anfang 2017 andauern. Eröffnet wird also mit zweijähriger Verzögerung. Adriani zieht sich danach 2018 zwar aufs Altenteil zurück, nachdem er inzwischen auch bei Burda in Baden-Baden nurmehr im Museums-Kuratorium sitzt. Doch will er weiterhin Ausstellungen organisieren. „Aber nicht für Tübingen.“

Künftig als Troika: Kunsthalle kriegt künstlerischen Vorstand
Nächsten Monat feiert er seinen 75. Geburtstag, da macht man sich doch langsam Gedanken übers Aufhören: Stiftungsvorstand Götz Adriani in seinem Kunsthallen-Büro.Archivbild: Metz

Die Gesamtkosten für die Kunsthallen-Sanierung wurden im städtischen Haushalt auf 3,1 Millionen Euro veranschlagt. 1,7 Millionen Euro übernimmt die Stadt, 1,4 Millionen Euro sind als Spende gekennzeichnet. Die Familie Zundel gibt als Bosch-Erben dabei mindestens 500 000 Euro, wenn die hauptsächlich von ihren Geldern aufgebaute Sammlung als Dauerleihgabe „nach neuesten konservatorischen und sicherheitstechnischen Kriterien“ gelagert werden könne. Die Kunsthallen-Stiftung stockt auf, und zwar im doppelten Sinne: zum einen, indem über dem neuen Depot-Komplex (240 Quadratmeter) ein weiterer Ausstellungsraum von 160 Quadratmetern entsteht. Zum anderen, indem die Stiftung ebenfalls eine halbe Million Euro beisteuert.

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22.10.2015, 12:00 Uhr
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