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Alois Gerig schafft mit 50,3 Prozent das beste Erststimmen-Ergebnis

Kruzifix für den Stimmenkönig

Mehr als 50 Prozent der Erststimmen - das hat Alois Gerig für die CDU im Wahlkreis Odenwald-Tauber geschafft. Auch SPD, Grüne und FDP haben Stimmenkönige, an die 50 Prozent kommen sie aber nicht.

29.09.2009

Höpfingen - Ein Kruzifix schenkten Sympathisanten dem erfolgreichsten CDU-Kandidaten. Alois Gerig aus Höpfingen (Neckar-Odenwald-Kreis) holte mit 50,3 Prozent das beste Ergebnis im Südwesten. In seinem Heimatort stimmten 77,1 Prozent für den 53-jährigen Landwirtschaftsmeister, der erstmals bei einer Bundestagswahl im traditionell "schwarzen" Wahlkreis Odenwald-Tauber angetreten ist. Gerig, seit zehn Jahren Kreisrat, hat sich seit 1985 einen Namen gemacht als Gründer und Geschäftsführer des Maschinenrings Odenwald-Bauland, dem 450 Bauern angehören. Er baute die Selbsthilfeorganisation zum Dienstleister mit zwei Millionen Euro Umsatz aus. Nebenbei treibt er mit seiner Frau Adelheid einen 70-Hektar-Betrieb mit Ferienhof um. Gute Voraussetzungen als Agrarminister? "Daran denke ich gar nicht", sagt der Vater von drei erwachsenen Kindern, "ich bleibe auf dem Boden." hgf

Freiburg - Das Erstaunliche beim SPD-Bundestagsabgeordneten Gernot Erler aus Freiburg ist, dass er trotz des Verlustes von 12,1 Prozent der Erststimmen das Direktmandat geholt hat - als einziger SPD-Bundestagskandidat im Land. Alle anderen Sozialdemokraten im Südwesten schafften den Einzug ins Parlament, wenn überhaupt, nur über die Landesliste. 33 Prozent der Freiburger Erststimmen konnte der 65-jährige Erler für sich gewinnen und damit zum vierten Mal in Folge das Direktmandat. Bei der Wahl 2005 hatte er noch 45,1 Prozent der Erststimmen erreicht. Innerhalb der SPD fühlt sich Erler, der dem linken Flügel seiner Partei zugeordnet wird, gestärkt: "Mit einem Direktmandat im Rücken kann man besser für seine Überzeugungen kämpfen", sagt er. In den vergangenen vier Jahren war er Staatsminister im Auswärtigen Amt und gilt als Außen- und Sicherheitsexperte. Seit 22 Jahren sitzt er für die Freiburger SPD im Bundestag und hat sich als engagierter Friedenspolitiker sowie als Kämpfer für Menschenrechte und für weltweite Abrüstung einen Namen gemacht. Er war einer der engsten Mitarbeiter des bisherigen Außenministers Frank-Walter Steinmeier. Nun sitzen sie gemeinsam auf der Oppositionsbank. lsw

Stuttgart - Erst verweigerten die Grünen ihrem Bundesparteichef Cem Özdemir einen sicheren Listenplatz, und dann fiel der 44-Jährige auch in seinem Wahlkreis durch - trotz sensationeller Zuwächse und eines historisch hohen Erststimmenanteils von 29,9 Prozent. Dadurch sieht sich Cem Özdemir bestätigt: "Dass wir im Vergleich zur Kommunalwahl noch eine Schippe darauf gelegt und auch bei den Zweitstimmen 22 Prozent geholt haben bestätigt, dass wir in Stuttgart die stärkste Kraft sind." Jedenfalls fast: Das Votum der Stuttgarter bestätigt den Kurs gegen das Bahnprojekt nicht, denn von sechs Abgeordneten aus der Landeshauptstadt stehen vier hinter dem Bahnhofsneubau. Özdemir beklagt mangelnde Wahlhilfe durch die SPD-Landeschefin Ute Vogt, die im gleichen Wahlkreis nur Dritte wurde: "Die beiden Direktmandate in Stuttgart gehen jetzt an die CDU. Grüne und SPD hätten aber ein Mandat holen können, wenn Vogt weniger Ignoranz an den Tag gelegt hätte." abö

Trossingen - Ernst Burgbacher hat für die FDP in seinem Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen abgeräumt: Mit 17,7 Prozent der Erststimmen hat er im Vergleich zur Wahl 2005 um 8,5 Prozentpunkte zugelegt und das beste Ergebnis im Land erreicht. Das Zweitstimmen-Ergebnis übertrifft das noch: Burgbacher holte 21,9 Prozent, bundesweit das beste FDP-Resultat. "Darauf bin ich richtig stolz", sagt der 60-jährige Trossinger. Seit 1998 sitzt der Oberstudienrat im Bundestag, bald nun nicht mehr in der Opposition. Über die Postenverteilung wollte er sich nicht äußern. Von 94 FDP-Abgeordneten seien 40 neu, sagt er. "Wir müssen jetzt erst einmal die Fraktion in die Gänge bringen." wal

Kruzifix für den Stimmenkönig
Auch mit zwölf Prozent Minus das Direktmandat: Gernot Erler (SPD).

Kruzifix für den Stimmenkönig
Alois Gerig (CDU) will auch in Berlin auf dem Boden bleiben.

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29.09.2009, 12:00 Uhr
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