Coronavirus

Kroatien-Reise und Party in Stuttgart: 24 Infizierte

Urlaubsrückkehrer machen inzwischen knapp ein Drittel der neuen Fälle aus. Panne in Bayern: 44 000 Reisende warten noch auf ihre Ergebnisse.

13.08.2020

Von DPA

Nach einer Geburtstagsfeier in einem Stuttgarter Club sind 24 Partygäste und eine Kontaktperson positiv auf das Coronavirus getestet worden. Acht der Gäste waren zuvor zum Urlaub in der kroatischen Partyhochburg Novalja gewesen und mit dem Virus zurückgekehrt, wie die Stadt Stuttgart am Mittwoch mitteilte.

Kürzlich waren bereits zwölf Jugendliche im Kreis Göppingen nach einer Abi-Fahrt nach Kroatien positiv getestet worden. Sie hatten in Novalja auf der Insel Pag Party-Urlaub gemacht. Nach Angaben eines Sprechers ist bei den Stuttgarter Fällen davon auszugehen, dass die Gruppe – alle etwa im Alter Ende 20 – zum Zeitpunkt der Geburtstagsfeier am 1. August noch nichts von ihrer Infektion wusste.

Die Zahl der Neuinfektionen stieg parallel dazu im ganzen Südwesten stark an: Am Mittwoch wurden 185 neue Fälle registriert, das sind mehr als doppelt so viele wie die 79 vom Dienstag. Auch bundesweit stiegen die Neuinfektionen deutlich auf jetzt 1226 Fälle. Etwa jede dritte Corona-Neuinfektion ist derzeit auf Reiserückkehrer zurückzuführen, berichtet das Robert Koch-Institut.

Bei den Tests für Reiserückkehrer gibt es zumindest in Bayern schwere Pannen: 44 000 Menschen warten noch auf das Ergebnis, darunter 900 positiv getestete. Das sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Die positiv Getesteten sollten bis Donnerstagmittag ihr Ergebnis bekommen. Der Zeitverzug ärgere sie „massiv“, sagte Huml.

Unterdessen ging die Debatte um die Sicherheit des ersten Impfstoffs gegen das Coronavirus, den Russland am Dienstag zugelassen hatte, weiter. Peter Hotez vom Baylor College of Medicine in Houston sagte der Fachzeitschrift „Nature“, Impfwissenschaftler seien beunruhigt, dass Russland bewährte Schritte im Zulassungsprozess überspringe. Moskau wies die Vorbehalte zurück: Die Kritik sei „absolut unbegründet“, sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko. dpa

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Erstellt:
13. August 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
13. August 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. August 2020, 06:00 Uhr

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