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Rad

Kristina Vogel meistert ihr neues Leben

Die verunglückte Olympiasiegerin versprüht nach wie vor Optimismus pur – trotz Querschnittslähmung.

25.06.2019

Von SID

Lebenslust ungebrochen: Kristina Vogel. Foto: Arne Bänsch/dpa

Berlin. Die große Lust auf das Leben hat Kristina Vogel nie verloren. Im Rollstuhl änderte sich lediglich die Richtung. Ein Jahr liegt der 26. Juni 2018, der Tag, an dem die zweimalige Bahnrad-Olympiasiegerin im Training so schwer verunglückte, inzwischen zurück. Vieles hat sich durch den Unfall und die dadurch erlittene Querschnittslähmung verändert, manches ist schwieriger geworden, anderes erwies sich sogar als Zugewinn. Hinter Vogel liegen zwölf Monate zwischen Trauer und Schmerz, hart erkämpften Fortschritten und neuem Mut. Kristina Vogel ist gewachsen, woran andere zerbrechen. „Im Krankenhaus haben mir alle gesagt, dass dieses tiefe Loch noch kommen muss“, sagte Vogel: „Es kam nie.“

Oft hat die 28-Jährige über ihren Schicksalsschlag berichtet. Vogel fuhr im Sommer 2018 auf der Betonbahn in Cottbus Sprints mit ihrer Teamkollegin Pauline Grabosch. Unzählige Runden hatte Vogel in all den Jahren gedreht, unzählige Kilometer spulte die elfmalige Weltmeisterin im Sattel ab. Doch dieses Mal ging etwas fürchterlich schief. Das Drama nahm seinen Lauf. Bei voller Geschwindigkeit kollidierte Vogel mit einem niederländischen Fahrer. Ein Sturz, ein Knall – dann ist alles tiefschwarz.

Härteste Wochen des Lebens

Erst nach einigen Momenten kam Vogel zu sich. Ihr Teamkollege Max Levy war zu ihr geeilt, hielt ihre Hand, geschockt wie auch Vogel, die ihre Beine nicht mehr spürte. Ihr Rückenmark war am siebten Brustwirbel durchtrennt. Sie würde nie wieder laufen, nie wieder Radfahren.

Was folgte, sind die „härtesten Wochen meines Lebens“, wie sie später berichtete. Vogel lernte, Tränen zuzulassen. Rund ein halbes Jahr verbrachte sie im Unfallkrankenhaus Berlin in der Reha. Nach und nach begann sie dabei zu verstehen, dass ihr Leben nicht weniger wertvoll und nicht weniger erfüllend sein muss als ihr bisheriges – nur eben anders.

Kristina Vogel wurde in den Monaten nach dem Unfall mit Ehrungen überhäuft. Völlig zurecht! sid

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Erstellt:
25. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
25. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. Juni 2019, 06:00 Uhr

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