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Neu-Ulm

Kripo fasst Dealer mit 117 Kilo Cannabis

Bei einem Drogenhändler aus dem bayerischen Schwaben hat die Kripo rund 117 Kilogramm Haschisch und Marihuana sichergestellt.

01.02.2018
  • dpa/lby

Neu-Ulm. Es handele sich um die größte jemals gefundene Drogenmenge im Bereich des vor zehn Jahren gegründeten Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, berichteten die Ermittler am Donnerstag in Neu-Ulm. Normalerweise würden maximal etwa 10 Kilo bei anderen großen Ermittlungsverfahren entdeckt.

Bei einer Fahrzeugkontrolle am Dienstag der vergangenen Woche habe ein 32 Jahre alter Deutscher aus Memmingen knapp 31 Kilo Drogen offen im Auto liegen gehabt, sagte Kriminalhauptkommissar Marco Weng. «Ungewöhnlich ist, dass die Drogen einfach im Kofferraum gelegen sind.» Es ist denkbar, dass der Mann die Cannabisprodukte gerade von seinem Lieferanten abgeholt hat.

Bei einer Durchsuchung von mehreren Wohnungen, die dem Verdächtigen zugeordnet werden, entdeckte die Kripo im Raum Memmingen noch einmal 49 und 37 Kilogramm Cannabis. «Der Fall hat ein Ausmaß, das wir bisher hier nicht kannten», sagte Weng. Angaben dazu, woher das Rauschgift stammen könnte, machten die Ermittler nicht. «Solche Mengen kann man zuhause nicht anbauen», betonte der Leiter der Drogenfahndung der Kripo in Neu-Ulm.

Der 32-Jährige aus Memmingen sitzt nun in Untersuchungshaft. Die Polizei machte auch keine Angaben dazu, was der Mann bei den Vernehmungen zu den Vorwürfen gesagt hat. Die Kripo hatte seit Herbst 2017 verdeckt gegen ihn ermittelt.

Auslöser waren die Verfahren gegen andere Beschuldigte. Im April 2017 hatten die Ermittler die Wohnungen von mehreren Verdächtigen aus den Landkreisen Neu-Ulm und dem Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg durchsucht. Bei zwei 25 und 32 Jahre alten Männern waren damals 17 Kilo Drogen entdeckt worden. Die zwei Deutschen sind nach Angaben der Polizei bereits von den Landgerichten in Memmingen und Ulm zu drei beziehungsweise fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Der 32-Jährige Memminger fiel der Kripo dann auch auf, weil er einen luxuriösen Lebensstil pflegte. Er habe teure Uhren getragen, größere Reisen unternommen und sei oft in Boutiquen zum Einkaufen gegangen. Dies alles habe nicht zu seinem Einkommen als einfacher Metallarbeiter gepasst, erklärte Weng.

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01.02.2018, 13:24 Uhr | geändert: 01.02.2018, 12:10 Uhr
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