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Krimi-Doppel zwischen Berlin und Tel Aviv
Kommissarin Sara Stein (Katharina Lorenz) und Inspektor Jakoov Blok (Samuel Finzi) bei Dreharbeiten der deutsch-israelischen Krimireihe "Sara Stein". Foto: dpa
Drehbuch wegen Sicherheitslage in Israel neu verfasst

Krimi-Doppel zwischen Berlin und Tel Aviv

Shalom, Berlin: In der ARD geht jetzt eine jüdische Kommissarin auf Verbrecherjagd. Eine große Sache? Die Handlung ist eher klassisch-solide Krimi-Kost - aber die Zuschauer können einiges lernen.

03.03.2016
  • CAROLINE BOCK, DPA

Berlin. Beim Berliner "Tatort" kommt es am Rande vor: Meret Becker spielt eine Fahnderin, die zum jüdischen Glauben konvertiert ist. Jetzt gibt es mit der ARD-Krimireihe um Sara Stein (Katharina Lorenz) eine neue jüdische Kommissarin im deutschen Fernsehen. Die ermittelt in ihrem ersten Fall heute (20.15 Uhr) in Berlin, in der zweiten Folge am 10. März in Tel Aviv.

Das passt ins Jahr 2016: Berlin und Tel Aviv, das sind zwei Städte im regen Austausch. Viele junge Israelis sind in den vergangenen Jahren nach Berlin gezogen, weil sie es kreativ, cool und günstig zum Leben finden. Umgekehrt gibt es viele Deutsche, die von Israel fasziniert sind. Der Tel-Aviv-Krimi feierte bei einem Berliner Filmfestival Premiere, mit dem israelischen Botschafter als Paten.

Die neue Kommissarin Sara Stein hat es selbst nicht so mit der Religion - aber natürlich ist diese trotzdem wichtig für die Figur. In der ersten Folge geht es um eine israelische DJane, die ermordet auf einem Parkplatz gefunden wird. War es der palästinensische Freund? Oder dessen Vater, der den Mord gesteht? Steins Chefin macht Druck, will, dass der Fall bald geklärt wird.

Dazu hadert die durchsetzungsfähige Kommissarin mit der Kollegin, die eigentlich lieber Innendienst machen möchte. Dann verliebt sie sich noch in den israelischen Pianisten David (Itay Tiran), den sie beim ersten Date zum Döner-Essen nach Kreuzberg einlädt.

Insgesamt eine etwas schmalzige Liebesgeschichte: Er: "Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick?" - Sie: "Dafür bräuchte ich Beweise." Die Auflösung des Krimis hat mit einem Hund zu tun und wirkt etwas "Derrick"-haft.

Die Sicherheitslage war 2014 durch den Gaza-Krieg für Dreharbeiten zu heikel. Die Macher entschieden sich gegen eine Produktion in Israel. So wurde das Buch in Windeseile neu gefasst, und zwar als Vorgeschichte, die in Berlin spielt.

Der zweite Fall ist da komplexer und interessanter - schon allein, weil dann Tel Aviv die Kulisse ist und es auch um jüdisches Familienleben geht. Die Kommissarin lebt jetzt mit David zusammen.

Die Handlung setzt ein Jahr nach der ersten Episode ein. Ein Inspektor liegt ermordet in seiner Wohnung. Sara Stein wird dazugezogen, weil sie von außen kommt, die anderen Kollegen könnten befangen sein. Ihr Partner bei der Fahndung wird Jakoov Blok (Samuel Finzi). Kann sie ihm trauen? Und wieso kennt David Saras neuen Kollegen?

Was den Krimi-Faktor angeht, sind die Geschichten nicht viel anders als die übliche 20.15 Uhr-Kost. Was "Sara Stein" besonders macht, sind die internationale Besetzung, frische Gesichter und die Szenen, die den jüdischen Glauben nebenbei erklären. Wahrscheinlich ist es zum Beispiel für viele Zuschauer neu, wie die Zeit der Trauer um einen engen Angehörigen ("Shiv a") begangen wird.

Auch gut: Katharina Lorenz (36), die zum Ensemble des Wiener Burgtheaters gehört, als Hauptdarstellerin. Im ZDF ist mit Lisa Wagner in "Kommissarin Heller" ebenfalls eine Bühnenschauspielerin gut im Quotenrennen dabei. Mal sehen, wie sich die Neue im Ersten schlägt. Die dritte Folge soll im Herbst gedreht werden - in Tel Aviv.

Info "Der Tel-Aviv-Krimi: Tod in Berlin" wird heute ausgestrahlt, "Der Tel-Aviv-Krimi: Shiv a" am 10. März, jeweils um 20.15 Uhr im Ersten.

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03.03.2016, 08:30 Uhr
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