Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Kriegerische Antwort auf den Gasangriff
Nach dem mutmaßlichen Gasangriff in Duma am 9. April. Foto: imago/ZUMA Press
Syrien

Kriegerische Antwort auf den Gasangriff

Die internationale Gemeinschaft zeigt sich entschlossen, dem Assad-Regime die Stirn zu bieten. Die Oppositionsparteien im Bundestag warnen vor einer Eskalation.

12.04.2018
  • STEFAN KEGEL

Berlin. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, Raketen auf Syrien zu schießen. Wie sieht Deutschland die Eskalation? Fragen und Antworten:

Ist ein Militärschlag angemessen? „Ich halte es für richtig, dass man mit einem Militärschlag auf den Chemiewaffeneinsatz reagiert“, sagt der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer. Allerdings sei es wichtig, dass das Weiße Haus sich mit den Bündnispartnern über die geplanten Maßnahmen abstimme. Es sei zudem sinnvoll, einen solchen Einsatz mit Augenmaß durchzuführen: „Die Region ist ein Pulverfass.“ Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte sich zuvor für eine entschlossene Reaktion eingesetzt.

Droht der Bundeswehr nun ein neuer Auslandseinsatz? Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, erklärte, die Bundeswehr werde sich vorerst heraushalten. „Der Auftrag der Bundeswehr in der Region ist laut Mandat eindeutig die Bekämpfung des Terrorismus des IS, nicht des syrischen Regimes.“ Er warnte gleichzeitig vor einer Spirale der Gewalt: „Eine militärische Eskalation ist keine nachhaltige Lösung.“

Könnte Deutschland durch die Nato in den Konflikt gezogen werden? Die Nato sei ein Verteidigungsbündnis, sagt Hardt. „Ich sehe auch nach dem erneuten verheerenden Giftgaseinsatz und dem abermaligen Völkerrechtsbruch des Assad-Regimes keine Rolle für die Nato in dem Konflikt.“ Auch ein robustes UN-Mandat sei wegen der Blockadehaltung Russlands im Sicherheitsrat nicht absehbar.

Wie reagieren die deutschen Oppositionsparteien? FDP-Chef Christian Lindner äußerte sich entsetzt über den syrischen Chemiewaffeneinsatz, sieht aber „mit Sorge die sehr martialischen Ankündigungen des amerikanischen Präsidenten“. Die Linke warnt vor einem Militärschlag: „Damit wird ein neuer internationaler Konflikt provoziert“, betonte Vizefraktionschefin Heike Hänsel. Die Bundesregierung müsse die Bundeswehr umgehend aus der Region abziehen. Von den Grünen kam Kritik, dass der Angriff angekündigt werde, während Chemiewaffeninspekteure auf dem Weg nach Damaskus seien. Stefan Kegel

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

12.04.2018, 06:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular