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Chaos über Syrien

Krieg in der Luft und auf dem Boden immer unübersichtlicher

Die Lage in Syrien wird immer unüberschaubarer. Jetzt steigen auch Israel und die Hisbollah in die Kämpfe ein. In der Luft und auf dem Boden kämpfen Gruppen damit gegen mittelbare Verbündete.

07.10.2015
  • DPA/AFP

Damaskus . Die Generalstäbe Russlands und Israels koordinieren seit gestern ihre militärischen Aktionen in Syrien, um Missverständnisse und Konfrontationen im syrischen Luftraum zu vermeiden. Wie die israelische Armee mitteilte, soll das zweitägige Treffen der Armeeführungen beider Länder in Tel Aviv eine "regionale Koordination" in die Wege leiten. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor zwei Wochen in Moskau darauf verständigt, einen entsprechenden "Mechanismus" einzurichten.

Die israelische Luftwaffe hatte laut Medienberichten in diesem und im vergangenen Jahr mehrfach Angriffe auf Ziele im Grenzgebiet Syriens und des Libanon geflogen, um die Lieferung von hochentwickelten Waffen an die schiitische Hisbollah-Miliz zu unterbinden.

Russische Kampfflugzeuge fliegen seit einer Woche Angriffe auf Gegner des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Während Moskau sagt, Ziele seien die Stellungen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), wird Russland von westlichen Regierungen beschuldigt, auch gemäßigte Regierungsgegner im syrischen Bürgerkrieg anzugreifen.

Den russischen Luftangriffen auf Rebellengebiete im Westen Syriens soll sich eine Bodenoffensive anschließen. Für den Angriff nördlich der Stadt Homs würden tausende Kämpfer der syrischen Streitkräfte, der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah, der iranischen Revolutionsgarden und verbündeter Milizen mobilisiert, erfuhr die Deutsche Presse Agentur aus dem Umfeld eines von der Hisbollah geführten Bündnisses.

Die Bodenoffensive dürfte scharfe Kritik westlicher und sunnitischer Staaten hervorrufen, die in der Region Rebellen unterstützen. Einige Rebellen, die den Sturz von Baschar al-Assad anstreben, werden vom Westen - anders als von Russland - nicht als terroristisch, sondern als gemäßigt angesehen, auch wenn sie mit Islamistentruppen taktische Bündnisse eingehen.

Die von russischen Flugzeugen beschossene Region um Homs ist eine der ältesten Oppositionshochburgen in dem mehrjährigen Bürgerkrieg in dem Land. Mehrere Gruppen wie etwa die Al-Nusra-Front sind dort aktiv. Der syrische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida kämpft mit anderen Rebellen gegen das Regime und den IS. Die Terrormiliz, die Teile im Osten und Norden des Landes kontrolliert, soll in der Region nicht präsent sein.

Mehr als 40 Rebellengruppen hatten der russischen Luftwaffe ein "Massaker" an Zivilisten in der Provinz Homs vorgeworfen und Vergeltung angedroht. Die "russische Militäraggression" sei eine "offene Besatzung".

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07.10.2015, 12:00 Uhr
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