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Kreuzfahrt rund um den Mond
Das „Dragon“-Raumschiff, hier an der ISS angedockt. Foto: Nasa/dpa
Raumfahrt

Kreuzfahrt rund um den Mond

Die Firma SpaceX will Touristen auf einen einwöchigen Trip ins All schicken – bereits nächstes Jahr.

01.03.2017
  • DPA

Washington. „Fly Me to the Moon“, zitiert Elon Musk per Twitter den Swing-Klassiker von Frank Sinatra und schreibt dann einfach nur: „Ok“. Wird gemacht – und zwar schon nächstes Jahr, so zumindest der Plan. Zwei Raumfahrttouristen will Musks Firma SpaceX 2018 um den Mond schicken – es wären die ersten Menschen seit den drei Nasa-Astronauten der „Apollo 17“-Mission 1972, die wieder so tief ins All vordringen. Auch die Nasa selbst und andere Raumfahrtbehörden haben Mondpläne in Arbeit – aber Musk will es als erster schaffen.

Experten bezweifeln, dass es wirklich schon 2018 klappt mit dem Ausflug zum Mond. „Es scheint mir riskant“, sagte Mary Lynne Dittmar von der Coalition for Deep Space Exploration der „New York Times“. „Ich finde es ungewöhnlich, dass so etwas schon angekündigt wird, wenn SpaceX noch nicht mal Astronauten ins All hat starten lassen.“ Zudem seien Deadlines nicht gerade die starke Seite von SpaceX.

Aber die Experten wissen auch: Elon Musk, der Rockstar unter den US-Unternehmern, hat schon so einiges möglich gemacht, was zunächst irrsinnig klang. Musk ist erst 45 Jahre alt, aber er hat schon das Bezahlen im Internet revolutioniert (PayPal), Raumfrachter ins All geschickt (SpaceX), US-Haushalte mit Solarstrom versorgt (SolarCity) und E-Autos in die ganze Welt geliefert (Tesla). Mit „Hyperloop“ will er bald Güter und Menschen rasend schnell transportieren, mit „OpenAI“ bei künstlicher Intelligenz mitmischen.

Mit der „Falcon“-Rakete und den „Dragon“-Transportern hat Musk für die Nasa Nachschub zur Raumstation (ISS) gebracht, demnächst sollen es auch Astronauten sein. Eine Raketenstufe hat SpaceX nach dem Start schon mehrfach wieder landen lassen – auf Wasser und auf der Erde.

Schon zwei Buchungen

Musk sprüht vor Ideen und regiert über seine Firmensammlung, als hätte sein Tag mehr als 24 Stunden. Das Magazin „Forbes“ schätzt sein Vermögen auf 13 Milliarden Dollar. „Ich will bei Dingen mitwirken, die einen deutlichen Unterschied für die Zukunft der Menschheit ausmachen“, sagte der Südafrikaner einmal. Langfristig träumt er mindestens vom Mars.

Jetzt aber erstmal Touristen zum Mond. Zwei Menschen seien auf ihn zugekommen mit dem Wunsch nach einer „einwöchigen Kreuzfahrt um den Mond“, sagte Musk US-Medien. Gelandet werden soll nicht. Die beiden potenziellen Touristen, die schon eine „beträchtliche Anzahlung“ geleistet hätten, wollten zunächst anonym bleiben, sagt Musk. Sie seien einander aber bekannt.

Sieben Weltraumtouristen sind bislang mit russischen Sojus-Kapseln zur ISS geflogen, für viele Millionen Dollar. Der Ausflug zum Mond ginge deutlich weiter – zudem war seit 1972 keine bemannte Raummission mehr dort. Was Musk dazu sagt? „Fly Me to the Moon . . .  ok.“ dpa

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01.03.2017, 06:00 Uhr
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