Stuttgart

Kretschmann wirbt für Vorsicht - Strobl warnt

Ist das Ende der Corona-Maßnahmen absehbar? Wenn die Ampel im Bund nichts mehr ändert, sind die Länder ab 20. März machtlos. Das will Kretschmann nicht hinnehmen und beim Kanzler protestieren.

15.02.2022

Von dpa/lsw

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, spricht auf der Regierungspressekonferenz im Bürger- und Medienzentrum des Landtags von Baden-Württemberg. Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, spricht auf der Regierungspressekonferenz im Bürger- und Medienzentrum des Landtags von Baden-Württemberg. Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Stuttgart. Bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch will sich Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann für vorsichtige Öffnungsschritte einsetzen. Der Grünen-Politiker warnte jedoch am Dienstag auch davor, am 20. März automatisch auf alle Corona-Schutzmaßnahmen zu verzichten. Bei der Videokonferenz mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) will der Grüne deshalb darauf drängen, dass die Ampel in Berlin die im März auslaufende Rechtsgrundlage für die Corona-Auflagen verlängert. Danach will Kretschmann am Abend per Livestream über die Ergebnisse des Bund-Länder-Treffens informieren.

Es zeichnet sich ab, dass der Südwesten Mitte nächster Woche in die Warnstufe zurückkehrt und in den meisten Bereichen dann die 3G-Regeln gelten. Auf weitere Öffnungsschritte im März wollte sich Kretschmann noch nicht festlegen. Sollte jedoch die Koalition aus SPD, Grünen und FDP keinen neuen Beschluss im Bundestag zum Infektionsschutzgesetz herbeiführen, haben die Länder keine Möglichkeit mehr für Corona-Schutzmaßnahmen - sie können dann nicht mal mehr das Tragen von Masken vorschreiben. Das will Kretschmann nicht hinnehmen.

Vize-Regierungschef Thomas Strobl stellte sich voll hinter den Kurs von Kretschmann. „Es ist wahr: Die Welt im Februar 2022 ist eine ganz andere als im Februar 2021“, sagte der CDU-Landeschef der dpa. „Wir haben freilich gesehen, wie fatal das Virus zuschlagen kann. Bei anstehenden Lockerungen bleiben wir deshalb besonnen.“ Innenminister Strobl hält Lockerungen für möglich, sagte aber auch: „Es ist besser, wir feiern nicht mit Dschingderassabumm einen großen „Freedom Day“, sondern öffnen Schritt für Schritt, mit Umsicht und Vorsicht.“

Zum Artikel

Erstellt:
15.02.2022, 18:36 Uhr
Aktualisiert:
15.02.2022, 19:40 Uhr
Lesedauer: ca. 1min 45sec
zuletzt aktualisiert: 15.02.2022, 19:40 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Inhalt nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.

Push aufs Handy

Die wichtigsten Nachrichten direkt aufs Smartphone: Installieren Sie die Tagblatt-App für iOS oder für Android und erhalten Sie Push-Meldungen über die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Themen aus der Region Tübingen.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen
Facebook Sport      Faceboook      Instagram      Twitter      Tagblatt-App