Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Denkendorf

Kretschmann lobt autonom fahrenden Lkw

In Baden-Württemberg sind nun autonom fahrende Lkw unterwegs. Ministerpräsident Winfried Kretschmann sieht das als Beitrag zum Umweltschutz.

05.10.2015
  • DPA

Denkendorf Selten war die Begeisterung eines Grünen-Politikers so groß beim Thema Lastwagen-Verkehr. Bei der ersten Lkw-Fahrt mit weitreichender Autopilot-Funktion auf einer öffentlichen deutschen Straße schwärmt Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann in den höchsten Tönen von der neuen Technik. Mit der Pionierfahrt werde "ein neues Automobil- und Lkw-Zeitalter eingeläutet", so Kretschmann. Das sei eine tolle Sache und wirklich klasse.

Deutschlands Vorzeige-Grüner nimmt als Beifahrer an der Premierentour auf der Autobahn 8 bei Stuttgart teil. Auf dem Platz am Steuer sitzt Daimler-Lkw-Vorstand Wolfgang Bernhard. Ganz auf den Fahrer verzichten kann man bei der Autopilot-Fahrt keineswegs, weiterhin muss ein Mensch am Steuer sitzen und den Verkehr im Blick haben.

Das Neue an den nun gestarteten Daimler-Testfahrten: Auf der Autobahn sind die Lenkung, das Gasgeben und die Bremsung dem Autopiloten überlassen, der aber jederzeit ausschaltbar ist. Das Losfahren und Anfahren muss der Fahrer selbst erledigen, auf der Autobahn kann er seine Hände vom Steuer nehmen, der Wagen fährt von allein. Der Fachterminus hierfür heißt "autonomes Fahren". Streng genommen geht es noch um teilautonomes Fahren - eine Vorstufe, bei der eben noch ein Mensch am Steuer sitzen muss. Daimler nennt seine neue Technik hierfür "Highway Pilot". Stolz betont Daimler-Manager Bernhard vor der Premierenfahrt: "Der Highway Pilot bringt mehr Sicherheit, weil er immer zu 100 Prozent da ist, er wird nie abgelenkt, er wird nie müde, er lässt in der Konzentration nicht nach - das heißt: mehr Sicherheit." Zudem sinke der Spritverbrauch, weil gleichmäßiger und damit effizienter gefahren werde.

Bis aus dem aktuell einzigen Daimler-Lkw mit teilautonomer Steuerung ein Massenphänomen wird auf Autobahnen, dauert es noch - Daimler-Mann Bernhard nennt 2020 als mögliches Jahr zur Markteinführung. Vorher müssten nicht nur Millionen Test-Kilometer zurückgelegt werden. Vielmehr müsse das Gesetz geändert werden, damit der Mensch die Kontrolle teilweise an die Technik abtreten darf.

Kretschmann signalisiert Unterstützung: "Wir müssen es so machen, dass nicht zum Schluss die Politik das bremst." Man müsse die richtigen rechtlichen Voraussetzungen für den technologischen Fortschritt schaffen, fordert der Politiker. Die Grünen pochen in der Verkehrspolitik stets auf die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene, um den Klimaschutz zu stärken. Wären Autopilot-Lastwagen im Markt nicht ein Bremsklotz für diese gewünschte Verlagerung? Von dieser Frage hält Kretschmann so rein gar nichts. "Das ist ziemlich weit hergeholt", sagt der Grüne. Es gehe um die Entlastung der Infrastruktur, um Spritsparen und um mehr Sicherheit. "Welche Güter auf der Bahn oder auf dem Lkw fahren, hat damit erstmal gar nichts zu tun."

Kretschmann lobt autonom fahrenden Lkw
Daimler-Vorstand Wolfgang Bernhard (vorne) und Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Premierenfahrt des autonomen Lkw. Foto: dpa

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

05.10.2015, 12:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular