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Straßburg

Kretschmann drängt auf baldige Schließung von AKW Fessenheim

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat auf ein baldiges Ende des umstrittenen Atomkraftwerks Fessenheim nahe der deutschen Grenze gepocht.

12.04.2018

Von dpa/lsw

Winfried Kretschmann (Die Grünen) spricht bei einer Landtagssitzung. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv dpa/lsw

Straßburg. «Ich habe noch einmal sehr darauf gedrängt, dass Baden-Württemberg eine schnelle Abschaltung des Reaktors in Fessenheim erwartet», sagte Kretschmann am Donnerstag in Straßburg nach Gesprächen mit dem französischen Umweltstaatssekretär Sébastien Lecornu.

Lecornu wurde von der französischen Regierung bestellt, um die Zukunft Fessenheims ohne Atomkraftwerk vorzubereiten. Er bekräftigte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz, dass die Schließung des ältesten noch laufenden Atomkraftwerks Frankreichs beschlossene Sache sei.

Das Kraftwerk im Elsass gilt Kritikern zufolge als Sicherheitsrisiko. Es soll nach derzeitigen Plänen vom Netz gehen, wenn der neue Europäische Druckwasserreaktor (EPR) im nordfranzösischen Flamanville am Ärmelkanal den Betrieb aufnimmt. Das ist für Ende 2018, Anfang 2019 vorgesehen.

Am Dienstag hatte der französische Stromkonzern EDF jedoch von «Qualitätsabweichungen» an Schweißnähten des Neubaus berichtet. Ob sich dessen Inbetriebnahme dadurch verzögert, war zunächst unklar. Lecornu sagte, die Baustelle in Flamanville sei ihrem Abschluss näher als ihrem Anfang. Unbeantwortet ließ er die Frage, ob das Kraftwerk Fessenheim bei gravierenden Verzögerungen in Flamanville auch vor dem Start des neuen Reaktors vom Netz gehen könne.

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Erstellt:
12. April 2018, 16:33 Uhr
Aktualisiert:
12. April 2018, 16:20 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. April 2018, 16:20 Uhr

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