Stuttgart

Kretschmann: SPD nicht natürlicherer Koalititionspartner

Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält eine Jamaika-Koalition mit Union und FDP nach der Bundestagswahl für gut möglich.

26.09.2021

Von dpa/lsw

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) spricht. Foto: Tom Weller/dpa

Stuttgart. Auf die Frage, ob die SPD nicht der natürlichere Regierungspartner der Grünen sei, sagte Kretschmann am Sonntagabend im ZDF: „Ein Großteil meiner Partei empfindet das sicher so.“ Er selbst sehe das aber nicht so. Er habe ja Erfahrungen in Koalition mit SPD und Union in Baden-Württemberg.

Kretschmann hatte sich im Frühjahr nach der Landtagswahl gegen eine Ampel-Koalition mit SPD und FDP entschieden und für eine Fortsetzung von Grün-Schwarz. Im ZDF sagte er, entscheidend sei, dass ein Bündnis verlässlich und stabil sei. „Da gehen wir sehr offen rein.“ Eine Vorfestlegung wäre unklug. „Das ist nicht gut für die Preisbildung.“

Kretschmann zeigte sich enttäuscht darüber, dass die Grünen mit Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock nur Platz 3 errungen haben. Aber: „Wir müssen uns jetzt nichts ins Schwert stürzen, sondern wir müssen jetzt gut verhandeln.“ Es komme darauf an, dass die neue Koalition entschiedener gegen den Klimawandel kämpfe. Es dürfe kein Bündnis des kleinsten gemeinsamen Nenners werden. Letztlich komme es darauf an, dass Vertrauen entstehe. „Das ist entscheidend.“ Ob es nicht merkwürdig sei, wenn die SPD als Wahlsieger schließlich gar nicht die Regierung anführe, wurde Kretschmann gefragt. „Ob es merkwürdig wäre, darauf kommt es nicht an.“ Wichtig sei, dass eine Regierung funktioniere und angenommen werde.

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Erstellt:
26. September 2021, 23:40 Uhr
Aktualisiert:
26. September 2021, 23:40 Uhr
zuletzt aktualisiert: 26. September 2021, 23:40 Uhr

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