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Stuttgart

Kretschmann: JU-Plakat bedient Ressentiments

Als "einigermaßen degoutant" und "daneben" hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gestern ein Plakat der Jungen Union bezeichnet.

02.03.2016
  • WIE/DPA

Stuttgart. Der Slogan "Kretschmann wählen bedeutet Özdemir bekommen" sei nicht nur "frei erfunden". Im Fall des Falles werde er fünf Jahre lang Ministerpräsident sein. Irgendwelche Pläne, dass der Grünen-Bundesvorsitzende Cem Özdemir ihm bald folgen solle, gebe es nicht. Wenn die JU suggeriere, "dann kommt der Türke", spiele sie ganz offensichtlich mit Ressentiments. Kretschmann nannte das "ziemlich unverantwortlich" angesichts der teilweise herrschenden Stimmung. Die JU gehe wohl nach der Methode vor, im Wahlkampf sei alles erlaubt. "Das finde ich nicht." Mit dem Plakat sei "die Grenze klar überschritten." Offenkundig hat die CDU-Jugendorganisation vor dem Hintergrund schlechter Umfragewerte den Segen der Mutterpartei. CDU-Wahlkampf-Manager Thorsten Frei sagte, im CDU-Landesvorstand sei darüber gesprochen worden, "dass wir verstärkt auf die Kluft zwischen der Person Kretschmann und der Partei der Grünen hinweisen wollen." Eine politische Jugendorganisation könne "frecher, unkonventioneller und auch zugespitzter" formulieren. JU-Chef Nikolas Löbel wies Vorwürfe zurück: "Der Name Özdemir gehört heute zu Deutschland wie Müller, Maier, Schulze, und das ist auch gut so."

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02.03.2016, 08:30 Uhr
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