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Stuttgart

Kretschmann: Gemeinschaftsschule als Vorreiter

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat fünf Jahre nach dem Start der Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg eine positive Bilanz gezogen - und die junge Schulart gegen Kritik verteidigt.

03.02.2018
  • dpa/lsw

Stuttgart. «Die Gemeinschaftsschulen sind auf einem sehr guten Weg», sagte der Grünen-Politiker am Samstag bei einer Feier in Stuttgart. «Dabei bin ich immer wieder erstaunt, wie positiv sich diese Schulen in so kurzer Zeit entwickelt haben.» Sie seien Vorreiter bei Themen wie digitalem Lernen, der Integration und der Inklusion, wo behinderte und nicht-behinderte Kinder zusammen lernen. Inzwischen gibt es rund 300 Gemeinschaftsschulen im Land.

Zuvor hatte es von der Opposition Kritik gegeben. Die SPD im Landtag verlangt von den Grünen unter anderem mehr Einsatz im Parlament, wenn es darum gehe, die Interessen der Schulart zu vertreten. Die FDP dagegen sieht sie noch immer skeptisch und fordert, Privilegien abzuschaffen, die sie im Vergleich zu anderen Schularten habe.

Die Gemeinschaftsschulen verzeichneten 2017/18 erstmals rückläufige Anmeldungen. Rund 800 Grundschulabgänger weniger entschieden sich dafür. «Sie sollten sich von solchen Wasserstandsmeldungen nicht verrückt machen lassen», sagte Kretschmann am Samstag zu den Gästen. «So etwas ist nach einem so großen Aufwuchs völlig normal. Da muss sich das natürlich zurechtruckeln.»

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03.02.2018, 06:52 Uhr | geändert: 03.02.2018, 12:30 Uhr
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