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Bankenaufsicht

Kredite für 760 Milliarden Euro sind faul

In Europa stehen vor allem in Italien noch viele Geldinstitute auf wackligen Beinen.

08.02.2018

Von ROLF OBERTREIS

Frankfurt. Europäische Banken haben wackelige Kredite in ihren Büchern seit 2015 um rund 200 Mrd. EUR abgebaut. „Trotzdem bleiben faule Kredite ein großes Problem. Im dritten Quartal 2017 waren es immer noch 760 Milliarden Euro“, sagte Danièle Nouy, Präsidentin der Europäischen Bankenaufsicht SSM gestern in Frankfurt. Faule Kredite, die im Zweifelsfall nicht zurückgezahlt werden, belasten die Stabilität der Banken. Bekannt ist, dass besonders Banken in Italien betroffen sind. Allein auf sie entfällt ein Viertel der Problemkredite.

Nach Ansicht der Aufseherinnen ist aber nach wie vor auch die Profitabilität vieler Häuser zu gering, oft mangele es auch an zukunftsfähigen Geschäftsmodellen, besonders auch in Sachen Digitalisierung. „Einige Banken verdienen nicht einmal ihre Kapitalkosten“, kritisiert Nouy. Auch deshalb müsse sich die Branche weiter konsolidieren.

Andererseits attestieren die Bankenaufseher vielen Instituten erhebliche Fortschritte bei der Kapitalstärke. Auch die Profitabilität sei leicht gestiegen. „Die Dinge bewegen sich, aber es muss noch mehr passieren“, sagt Nouy.

Mit Blick auf den Brexit fordert die bei der Europäischen Zentralbank (EZB) angesiedelte Euro-Bankenaufsicht die in London tätigen Banken auf, die notwendige Lizenz zu beantragen. Denn nach dem Brexit können Auslandsbanken von London aus keine Geschäfte mehr in der Euro-Zone betreiben. otr

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Erstellt:
8. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
8. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 8. Februar 2018, 06:00 Uhr

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