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Kommentar VW

Kräftig durchgerüttelt

Eigentlich hat VW Grund zur Freude: Die Kunden weltweit zeigen sich nicht nachtragend und kaufen immer mehr Neuwagen – selbst in den USA, wo 2015 der Dieselskandal aufgeflogen war. Und trotzdem hat der Aufsichtsrat gerade den Vorstand kräftig durchgerüttelt, angefangen beim Chefposten. Aber warum das alles?

13.04.2018

Von HAJO ZENKER

chließlich hat Matthias Müller die Skandal-Altlasten gut abgearbeitet, die mit 25?Milliarden zu Buche schlagen, und dabei noch höhere Kosten vermieden, indem er die europäischen Autofahrer brüskierte. Denn die bekommen nur ein Software-Update und keine Tausender als Entschädigung wie die US-Käufer. Gleichzeitig wurde eine Modelloffensive gestartet.

Doch gute Zahlen und neue Modelle allein können das Image des weltgrößten Autobauers nicht reparieren. Zumal immer noch gegen VW ermittelt wird. Man muss sich gut verkaufen können, optimistisch und etwas demütig sein. Während der neue VW-Chef Herbert Diess intern knallhart agieren kann, tritt er in der Öffentlichkeit gelöst und charmant auf. Müller dagegen wirkte häufig missmutig und dünnhäutig. Dazu kamen unglückliche Interview-Äußerungen, etwa mit dem Satz, gedeckelte Millionen-Gehälter seien DDR-Politik.

Das hat bei den für VW entscheidenden Familien Porsche und Piëch das Fass zum Überlaufen gebracht. Zumal ihnen Diess auch strategisch als die bessere Wahl erscheint: Der Manager hatte schon zu BMW-Zeiten die Elektromobilität vorangetrieben. Das will er nun auch hier vehement tun, und VW noch eine neue Struktur geben. Um den Konzern zukunftsfähig zu machen. Nun kann er zeigen, ob er das packt. Und mit ihm der gesamte neue Vorstand.

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Erstellt:
13. April 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
13. April 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. April 2018, 06:00 Uhr

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