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Rekorde bleiben unangetastet

Kostümpreis beim Hanneslelauf geht an Conchita-Wurst-Double

Dauersieger Tobias Giering (LG farbtex Nordschwarzwald) dominierte auch den diesjährigen Dußlinger Hanneslelauf. In einer wahren Hitzeschlacht war Judith Wagner (LT Starzach) schnellste Frau über die 10,3 Kilometer.

09.06.2014

Von WERNER BAUKNECHT

Dußlingen. Laufen ist eine Freiluftsportart, und deshalb ist das Wetter immer wieder mal ein Thema. Am Samstag in Dußlingen trat sogar das Spekulieren über die Top-Favoriten gegenüber den Hitzegraden in den Hintergrund. Nur einem war das egal: Hartmut Keck startete unter dem Namen seines Lieblings „Conchita Wurst“ mit dichter Langhaarperücke und Vollbart und kam nach mehr als einer Stunde ins Ziel.

Ganz so lange benötigte Sieger Giering nicht. Mit 35:30 Minuten war er sogar schneller als im Vorjahr. „Hitze macht mir nichts aus“, sagte er annähernd schweißfrei im Ziel, „aber auf einen Endspurt für eine bessere Zeit habe ich dennoch verzichtet.“ Der Zweite Benjamin Schmid (Stahl Sport Shop) brauchte ziemlich genau eineinhalb Minuten mehr als Gewinner Giering.

Einer, dem man den Sieg zugetraut hätte, Daniel Hummel aus Trochtelfingen, winkte im Ziel ab. Vierter wurde er mit großem Rückstand (38:15). „Bei Hitze geht bei mir gar nichts, ich habe sogar drei Gehpausen eingelegt.“ Dabei hat er vor zwei Jahren den Lauf mit einer 34er-Zeit noch locker gewonnen. Die Organisatoren trugen den Wärmegraden Rechnung mit immerhin drei Getränkestationen auf der Strecke und einer weiteren im Ziel.

Judith Wagner, die Frauensiegerin aus Starzach, hat es nicht so mit Hitzerennen. Dennoch legte sie mit einer 41er-Zeit ein beachtliches Ergebnis hin. „Also hart war das schon, das muss ich zugeben“, meinte sie im Zelt bei der Siegerehrung. Insgesamt kamen genau 200 StarterInnen des Hauptlaufs ins Ziel. Klar, die Zeiten waren unter diesen Gegebenheiten nicht rekordfähig, was im übrigen auch für die Vernunft der Sportler spricht. Schon beim Start konnte man bei vielen beobachten, dass sie sich zurückhielten. Dennoch kann man nicht verhindern, dass ein Lauf wie der Dußlinger, mit seinem Auf und Ab und das bei über 30 Grad in der Sonne, seinen Tribut fordert. Ein Mann brauchte 500 Meter vor dem Ziel die Hilfe des Roten Kreuzes. Auf einer Liege wurde er ins Ziel getragen, inzwischen geht es ihm wieder gut. Clever machte es Ruth Elbeshausen vom Tübinger „Laufladen“: Gleich nach dem Einlauf schnappte sie sich ihre Kinder, alle zusammen kühlten sich in der Steinlach ab.

Bei dem ein paar hundert Meter langen steilen Aufstieg nach etwa sieben Kilometern schaltete dieses Jahr so manche/r auf Gehen-Modus. Kam man dann aus dem Wald heraus für die letzten drei Kilometer ins Ziel, prallte einem die Hitze ins Gesicht. Auf der Nordseite der Steinlach ging es Richtung Ziel – die Streckenänderung hatte sich bewährt, die Läufer wissen den Endspurt auf weichem Grasboden zu schätzen. „Das ist urig, wirklich toll“, so Werner Hasler aus Holzgerlingen, der nur noch die alte Strecke kannte, „so was kenne ich von keinem Lauf in der Region.“ Im Kinder- und Jugendlauf über 1,9 Kilometer war der Zieleinlauf ebenfalls über den Trampelpfad neben der Steinlach. Gewonnen hat Maximilian Hils (VfL Pfullingen) vor Nick Nadler (Bondorf), 115 kamen insgesamt ins Ziel, bei den Bambini waren es 65. Den Hobbylauf über 5,1 Kilometer beendeten 41 Teilnehmer, es gewann Joerg Stein vom Skiclub Lossburg (19:14 Minuten). Dußlingen war das dritte Rennen beim VR-Cup, nächste Etappe ist der Hirschauer Spitzberglauf Ende September.

Hannesle-Siegerin Judith Wagner genoss hier noch den Schatten des Waldes. „Hart war das schon“, meinte die Sommer-Biathletin im Ziel. Weitere Berichte vom Dußlinger Rennen auf unseren Steinlach-Seiten. Bild: Rippmann

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Erstellt:
9. Juni 2014, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
9. Juni 2014, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Juni 2014, 12:00 Uhr

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