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Tankstellen

Kostspielige Infrastruktur auf Vorrat

Mit Gas aus Wasserstoff ist an den Stationen noch nichts verdient. Bisher gibt es nur wenige Kunden.

27.10.2017
  • HANS GEORG FRANK

Bad Rappenau. 318 Autos mit Wasserstoff-Technologie sind derzeit beim Kraftfahrtbundesamt gemeldet. Für diese kleine Flotte gibt es ein immer engmaschigeres Netz an Tankstellen. Bis Ende dieses Monats sollen es in ganz Deutschland 41 sein. Jetzt ging die Zapfsäule beim Autohof Bad Rappenau an der A 6 Heilbronn – Mannheim in Betrieb. Bei einer Kapazität von 200 Kilogramm Wasserstoff kann dort für das Fortkommen von täglich 40 Autos mit Brennstoffzelle gesorgt werden.

Demnächst folgt eine H2-Station in Wendlingen. Wasserstoff kann bereits nachgefüllt werden in Ulm, Fellbach, Sindelfingen, Geisingen, Pforzheim, Metzingen, Karlsruhe, Freiburg und am Stuttgarter Flughafen. Eine Ladung reicht für gut 500 Kilometer.

Für Norbert Barthle (CDU) vom Bundesverkehrsministerium spielt Wasserstoff „eine Schlüsselrolle in der Mobilität“. Die funktionierende Infrastruktur sei das „Rückgrat für die Anwendung im Verkehr“. Sein Haus fördert die Entwicklung und Forschung seit dem Jahr 2007 mit 700 Mio. EUR, für ein zweites Technikprogramm sind bis 2019 rund 250 Mio. EUR vorgesehen.

Barthle setzt auf Brennstoffzellen auch in Bussen, ebenso in Zügen und Schiffen. Weitere Anwendungsfelder sollen folgen: „Da gibt es interessante Initiativen.“ Die wichtige Alternative zu konventionellen Verbrennern sei marktreif – „ich hoffe, dass es der Markt auch ist“.

„Keinesfalls aus China“

Seit dem Jahr 2013 wird der Aufbau eines „Grundnetzes von Tankstellen“ subventioniert. Für Bad Rappenau gab es 900 000 EUR, etwa die Hälfte der Investitionskosten. Bis 2023 sollen in Deutschland 400 H2-Stationen entstehen. Der Staatsekretär aus Schwäbisch Gmünd erwartet, dass deutsche Hersteller entsprechende Autos „zügig und in nennenswerter Stückzahl auf den Markt bringen“. Sie dürften diesen Bereich „keinesfalls anderen Herstellern etwa aus China überlassen“.

Mit dem Wasserstoff-Nachschub, „einem extrem wichtigen Zukunftsprojekt der Mobilität“, sei derzeit nichts verdient, erklärte Alexander Ruscheinsky, Präsident der Vereinigung Deutscher Autohöfe und Besitzer der Anlage in Bad Rappenau. „Aber wir haben eine sehr nachhaltige, zukunftsorientierte Denkweise.“ Autohöfe, die auch über Landstraßen angefahren werden könnten, eigneten sich besser für die kostspielige Einrichtung als Rastanlagen, die nur von einer Seite zu erreichen seien. hgf

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27.10.2017, 06:00 Uhr
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