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Spielgruppen ziehen um

Kontroverse Debatte im Wannweiler Gemeinderat über neue Kindergärten

Mehr als zwei Stunden lang hat der Wannweiler Gemeinderat in einer Sondersitzung am Donnerstagabend um die Kindergartenbedarfsplanung der Gemeinde gerungen.

06.10.2015
  • Matthias Reichert

Wannweil. Noch kann Hauptamtsleiter Volker Steinmaier allen Eltern für ihre Kinder Plätze in Krippen und Kindergärten anbieten, insgesamt derzeit 202. Aber die Zahl der Geburten steigt in Wannweil, wie berichtet, wieder. Wenn das neue Wohngebiet an der Alten Spinnerei bezogen wird und künftig wieder weniger Kinder in die Grundschule wechseln, braucht die Gemeinde zusätzliche Betreuungsplätze.

Deshalb schlug die Verwaltung dem Gemeinderat vor, im Neubaugebiet in der unteren Etage eines Mehrfamilienhauses von der Holy AG zwei Wohnungen für ein kleines Kinderhaus mit bis zu 22 Plätzen anzumieten. „Wir wollten einen eigenen Neubau vermeiden“, so Bürgermeisterin Anette Rösch. Als möglicher Träger hat sich kurzfristig die Betzinger Kinderkrippe im Rosenhag beworben, die ihr Angebot erweitern will – das wird noch erörtert.

Weiter soll im Wannweiler Gemeinde-Kindergarten „Pusteblume“ im Alten Schulhaus eine neue Kinderkrippe mit zehn Plätzen entstehen und die „Pusteblume“ zum Kinderhaus ausgebaut werden. Dafür müsste allerdings zunächst der Verein Kindergruppe mit seiner Kleinkinderbetreuung ausziehen. Steinmaier schlug vor, dass dessen beide Spielgruppen ins Untergeschoss der Uhlandschul-Mensa wechseln – ins ehemalige Hauswirtschaftsgebäude, das die Gemeinde umbauen würde.

Die Pläne stießen auf Widerstand der CDU-Fraktion, die Alternativen vermisste und sich in die Vorauswahl der Standorte nicht eingebunden fühlte. Erwin Hallabrin hätte die Kindergruppe lieber in einem Klassenzimmer untergebracht. Schließlich seien durch den Wegfall der Hauptschule Räume freigeworden. Das greife in die Schulkonzeption ein, widersprach die Bürgermeisterin. Die Klassenzimmer seien für die seither ausgebauten Ganztagesangebote reserviert. Rösch: „Wir wollen niemandem etwas wegnehmen.“

CDU-Sprecher Erich Herrmann schlug vor, die Kindergruppe wie früher im Gemeindehaus anzusiedeln. Der dortige Raum sei täglich mehrfach belegt, hielt Rösch dagegen. „Das war früher das absolute Provisorium. Jeden Abend musste die Kindergruppe dort alles freiräumen.“ Zudem gebe es außerhalb keine Spielmöglichkeiten.

Der Rat beschloss schließlich, dass die Verwaltung gemeinsam mit dem Kindergruppen-Verein dessen Umzug ins Schulzentrum prüft und Alternativen abwägt. Noch komplexer gestaltete sich der Beschluss bei der Anmietung der Räume an der Spinnerei. Die CDU wollte vorher die Kosten wissen. Die könne der Architekt erst liefern, wenn die Gemeinde angemeldet habe, was sie wolle, so Rösch. Die Zeit dränge. Wenn die Gemeinde die Etage nicht komplett miete, baue Holy eine tragende Wand hinein, erläuterte die FWV-Rätin und Architektin Martina Lietz.

Die Debatte drehte sich im Kreis. Die CDU vermisste Alternativen, sah aber schließlich wie die Mehrheit im Gremium ein, dass die Gemeinde die Betreuungsplätze brauche, wie auch Ulrich Joos (FL) erkannte. Erich Herrmann hätte es lieber gesehen, wenn im Spinnerei-Wohngebiet lediglich eine „Tiger“-Gruppe mit Tagesmüttern für Unter-Dreijährige entstehe. Doch dann fehlten anderswo Plätze, rechnete Rösch vor.

Der Rat beschloss, dass die Verwaltung mit Holy über die Anmietung verhandelt. Falls die Miete zu hoch sei, könne das Gremium immer noch ablehnen, versicherte die Bürgermeisterin. Freilich sei dann die Alternative der Neubau eines eigenen Kinderhauses.

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06.10.2015, 12:00 Uhr
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