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Unzulässige Hürde

Kommentar zum Urteil des Bundesgerichtshofes

Banken können einem bisweilen fast leid tun. Egal ob Girokonto, Überweisungspauschale, Kontoführung, Vorfälligkeitsentschädigung oder Ratenkredit – es gibt kaum eine Dienstleistung, gegen deren Gebühr nicht irgendjemand – im Zweifel ist es die Verbraucherzentrale – klagt.

11.09.2019

Von Helmut Schneider

Dabei hat sich inzwischen auch bei denen, die Banken stets als Anstalten dreister Abzocke betrachtet haben, herumgesprochen, dass die Branche seit Jahren unter einem Wettbewerbs- und Kostendruck steht wie kaum eine andere. Es geht bei den Geldhäusern längst nicht mehr um die großen Renditen, sondern darum, wie sie auf ihre Kosten kommen.

Das steht gleichwohl in vielen Fällen zurecht unter kritischer Beobachtung. Natürlich sollen die Banken in ihrer Gebührenpolitik grundsätzlich frei sein, weil die Kunden die Wahl haben. Gleichzeitig gilt aber auch bei Banken wie bei Energieversorgern oder anderen Dienstleistern: Der Wettbewerb kommt in der Praxis nur dann zur Geltung, wenn dem Kunden der Wechsel zur Konkurrenz auch ohne Schwierigkeiten möglich gemacht wird.

Eine gesonderte Gebühr ist aus Sicht des Bundesgerichtshofes eine unzulässige Hürde für einen Wechsel. Damit hat der BGH dem Wettbewerbsgedanken den Rang zugewiesen, der ihm in unserem Wirtschaftssystem auch zusteht: ganz oben.

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Erstellt:
11. September 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
11. September 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. September 2019, 06:00 Uhr

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