Union

Kommentar: Sinnbilder der Eintracht

Das Bild hätte man sich vor zwei Jahren kaum vorstellen können: Angela Merkel und Markus Söder einträchtig nebeneinander, und der CSU-Chef als praktisch letzter Ministerpräsident, der ihrer Corona-Linie bis heute treu ist.

15.07.2020

Von STEFAN KEGEL

Berlin. Auch die Kanzlerin dürfte sich der Symbolkraft der Bilder vor dem prächtigen Schloss Herrenchiemsee bewusst gewesen sein. Im Rennen um ihre Nachfolge wirken auch solche Signale, selbst wenn die Amtsinhaberin selbst sich jeglichen Kommentars enthält. Die Planung einer ähnlichen Inszenierung für die CDU-Vorsitzanwärter Armin Laschet, Friedrich Merz oder Norbert Röttgen ist jedenfalls bisher nicht bekannt.

Für die Wahlchancen eines jeglichen Unionskandidaten ist jedoch ein anderes Sinnbild dieses Treffens entscheidender: Die Einträchtigkeit der Schwesterparteien CDU und CSU. Jeder weiß, wie wichtig Unionswählern die Abwesenheit von echtem Zwist ist. Eine Union im Zustand des Flüchtlingsstreits von 2018, als ihre Bundestagsfraktion vor dem Bruch stand, hätte ein gutes Jahr vor der Bundestagswahl auch den Aussichten eines möglichen Kanzlerkandidaten Söder den Garaus gemacht.

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Erstellt:
15. Juli 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
15. Juli 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Juli 2020, 06:00 Uhr

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