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Politik

Kommentar · RÜCKTRITT: Bürgerzorn als Katalysator

Wieder haben die Scharfmacher, Pöbler und geistigen Brandstifter gewonnen. Die Frage ist müßig, ob Ralph Schönenborn, der Bezirksbürgermeister von Reutlingen-Ofterdingen, nicht zu früh klein beigegeben hat.

14.10.2015
  • FABIAN ZIEHE

Diese Debatte war schon beim Rücktritt des Tröglitzer Bürgermeisters Markus Nierth im März unfruchtbar.

Die eigentliche Frage ist: Wie viel Volkeszorn verträgt diese Republik? Egal ob Wutbürger oder Pegida-Anhänger: Die radikalen Ränder wuchern in die Mitte der Gesellschaft hinein. Der Respekt vor Andersdenkenden verkümmert, gerade wenn diese ein politisches (Ehren-)Amt haben oder eine öffentliche Stelle vertreten.

In Ofterdingen ging es um eine Unterkunft für 70 Flüchtlinge. Natürlich ist die Frage erlaubt, ob man diese nicht auch anders hätte unterbringen können. Das Reutlinger Rathaus sah in der Kürze der Zeit aber keine andere Option. Schönenborn auch nicht.

Dass Erzürnte das zum Anlass nehmen, ihn zu beleidigen und anonym zu bedrohen, wird sich leider nie verhindern lassen. Aber auch die Bürgerschaft muss sich fragen, ob der vorangegangene Furor angemessen war. Ob dieser Zorn nicht ein Katalysator war für das Treiben der Scharfmacher.

Demokratie lebt von Mäßigung, verschiedene Meinungen dürfen formuliert werden. Die Qualität einer Gesellschaft misst sich daran, wie souverän sie unpopuläre Entscheidungen trägt und wie sie ihre hässlichen Ränder im Griff hat.

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14.10.2015, 12:00 Uhr
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