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Komfort für Skifahrer und Autos
Hell erleuchtet präsentiert sich das Parkhaus am Feldberg, das heute eröffnet wird. Es steht in fast 1300 Metern Höhe und bietet Platz für 1250 Autos. Foto: Goldbeck
Parkhaus am Feldberg wird heute eröffnet - VIP-Einfahrt für Vorbucher

Komfort für Skifahrer und Autos

Nach 50 Jahren des Wartens und Kämpfens ist es heute soweit: Am Fuß des Feldbergs eröffnet ein Parkhaus. Es bietet 1250 Autos und 45 Bussen Platz. Es gibt eine WC-Anlage und Umkleideräume.

09.12.2015
  • PETRA WALHEIM

Feldberg. Diese Wintersaison auf dem Feldberg wird eine ganz besondere sein: Nicht, weil es noch immer keinen Schnee gibt, sondern weil für die Skifahrer und ihre Autos ein Parkhaus zur Verfügung steht. Mehr als 50 Jahre ist darüber gesprochen, diskutiert und gestritten worden. In jeder Wintersaison wurde das Verkehrschaos rund um den Feldberg schlimmer. Die Skifahrer parkten in ihrem Drang, möglichst schnell auf die Piste zu kommen, ihre Autos kreuz und quer entlang der Bundesstraße. So gab es oft für Busse oder auch Rettungsfahrzeuge kein Durchkommen.

In diesem Winter soll alles besser werden. Nach acht Monaten Bauzeit ist das Parkhaus fertig und wird heute Nachmittag mit lokaler und regionaler Prominenz eröffnet. "Es hat alles gut funktioniert. Wir haben Zeitplan und Budget eingehalten", sagt Ralf Schlautmann, Geschäftsführer des Bankhauses Ellwanger & Geiger aus Stuttgart. Dieses trat bei dem Projekt erstmals als Investor und Bauherr auf. Gebaut hat es das Unternehmen Goldbeck, Marktführer im Parkhausbau.

Das Gebäude, das bei Dunkelheit wie aus sich selbst heraus leuchtet, bietet 1250 Autos Platz. Außerdem können 45 Busse darin parken. "An Spitzentagen reicht auch das nicht aus", sagt Schlautmann. Doch immerhin sind 1250 Autos und 45 Busse weg von der Straße - sofern sie das Parkhaus nutzen. Das ist übrigens ganzjährig geöffnet.

Skifahrer mit Skipass können kostenlos in das neue Parkhaus einfahren. Das Bankhaus hat in den Bau 15 Millionen Euro investiert - und nicht nur Parkplätze gebaut. Das Gebäude bietet den Skifahrern beheizte sanitäre Anlagen, Umkleideräume und ein Depot, in dem sie Skier und Schuhe über Nacht stehen lassen können. Skifahrer, die erst später anfahren möchten, können sich per Internet einen Platz reservieren. Das kostet zwar extra. Dafür haben sie den Vorteil, an der möglicherweise langen Warteschlange vor der allgemeinen Einfahrt vorbeifahren zu können. Für sie gibt es eine VIP-Einfahrt.

Für das Bankhaus ist es das erste Mal, dass es selbst baut. Bislang hat es nur fertiggestellte Gebäude übernommen. "Seit 2010 haben wir 120 Millionen Euro in 14 Parkhäuser investiert", sagt Schlautmann. Das Geld stammt aus einem Spezialfonds für Parkhäuser. Bewirtschaftet wird das Feldberg-Parkhaus von Indigo (vorher Vinci-Park), "dem weltweit größten Parkhaus-Betreiber", sagt Schlautmann. Derzeit betreibt das Unternehmen rund zwei Millionen Stellplätze in 14 Ländern, darunter 34 Gebäuden in ganz Deutschland.

So mancher hat gar nicht mehr daran geglaubt, dass das Parkhaus Realität werden könnte. 50 Jahre lang wurden Möglichkeiten und Investoren gesucht, um das Projekt umzusetzen. Interessenten gab es einige, doch die sind immer wieder abgesprungen. Ein Tiefschlag für das Projekt war auch, dass die neue grün-rote Landesregierung 2011 den von der Vorgänger-Regierung zugesagten Zuschuss von drei Millionen Euro für das Parkhaus aus Natur- und Umweltschutzgründen gestrichen hat.

Von Natur- und Umweltschützern gab es immer wieder heftigen Gegenwind für das Projekt. Sie wollten das Parkproblem mit einem verbesserten Nahverkehr und Shuttlebussen lösen. Ein Gutachten zur nachhaltigen Entwicklung der Sport-Destination Feldberg nahm ihnen etwas den Wind aus den Segeln. Darin schlägt Professor Ralf Roth von der Sporthochschule Köln den Bau eines Parkhauses vor, um das Wildparken entlang der Bundesstraße zu unterbinden.

Nun steht das Parkhaus. Ralf Schlautmann ist gespannnt, ob es angenommen wird. Und ob das Chaos sich künftig in Grenzen hält.

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09.12.2015, 08:30 Uhr
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