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Nach Messer-Anschlag

Kölner OB Reker auf dem Weg der Genesung

Der Gesundheitszustand der attackierten Kölner Oberbürgermeisterin entwickelt sich positiv. Zum Attentäter werden stetig mehr Details bekannt.

20.10.2015
  • DPA

Eine gute Nachricht gab es gestern aus Köln: Der Gesundheitszustand von Henriette Reker habe sich seit der Notoperation am Samstag "in Anbetracht der Schwere der Verletzung (. . .) positiv entwickelt", teilte die Uni-Klinik Köln mit. Die einen Tag vor ihrer Wahl am Sonntag niedergestochene Kölner Oberbürgermeisterin müsse wegen ihrer Verwundungen im Halsbereich aber noch längere Zeit stationär behandelt werden. "Der Heilungsverlauf nimmt bei einer Verletzung dieser Art üblicherweise eine gewisse Zeit in Anspruch."

Bis zu ihrer Genesung wird Stadtdirektor Guido Kahlen laut Gemeindeordnung als allgemeiner OB-Vertreter die Verwaltungsführung übernehmen. Die vier Kölner Bürgermeister wechseln sich bei Repräsentationsaufgaben und Ratsvorsitz ab. Die Amtszeit von Noch-Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) endet heute.

Die parteilose Henriette Reker wird "vor allem ein schützendes und wertschätzendes Umfeld" benötigen, um die Folgen des Anschlags zu bewältigen, sagt Traumapsychologe Thomas Weber. Die 58-Jährige sei aber vermutlich trotz des Anschlags den Anfordnungen an das Amt einer Oberbürgermeisterin gewachsen.

Der festgenommene Attentäter hat nach Angaben des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes jahrelang Kontakte in die rechtsextreme Szene unterhalten. Das teilte die Behörde gestern in Düsseldorf mit. Schon in den 1990er Jahren soll der 44-Jährige in Bonn aktiv gewesen sein. Dort habe der längere Zeit arbeitslose Maler und Lackierer Kontakte zur "Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei" unterhalten, einer aggressiven Neonazi-Partei, die 1995 verboten wurde. 2008 habe er Interesse an der NPD gezeigt. In jüngster Zeit sei er sporadisch in rechtsgerichteten Online-Foren in Erscheinung getreten. Der Täter hat die Tat gestanden und fremdenfeindliche Motive genannt.

NRW-Verfassungsschutz-Chef Burkhard Freier sagte gestern im WDR-Hörfunk, dass im Internet die Hetze gegen Flüchtlinge und Aufnahmeeinrichtungen stark zunehme. Und wenn jemand dort "virtuellen Applaus" für seine Hetze erhalten habe, dann könnten "schnell aus Worten Taten werden". Viele der Täter kämen gar nicht aus dem organisierten Rechtsextremismus, sondern aus dessen Umfeld. "Wir gehen davon aus", sagte Freier, "dass rechtsextremistische Parteien und Organisationen diese Hetze im Internet bewusst schüren."

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20.10.2015, 12:00 Uhr
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