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Stuttgart

Koalition berät über Wahlrechtsreform: letzter Versuch?

Nach monatelanger Kompromisssuche beschäftigt sich Grün-Schwarz an diesem Dienstag voraussichtlich ein letztes Mal mit der eigentlich geplanten Reform des Landtagswahlrechts.

22.04.2018

Von dpa/lsw

Ein Wahlzettel wird in eine Wahlurne gesteckt. Foto: Bernd Weissbrod/Archiv dpa/lsw

Stuttgart. Es ist möglich, dass das Vorhaben für diese Legislaturperiode aufgegeben wird. Ein gemeinsamer Kompromiss ist nicht in Sicht, obwohl die Reform im grün-schwarzen Koalitionsvertrag vereinbart ist, um mehr Frauen in den Landtag zu bringen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte zuletzt angekündigt, dass am Dienstag «abschließend» über das Thema beraten werden solle.

Im Januar hatte die CDU-Landtagsfraktion gegen eine Reform votiert und damit eine Koalitionskrise ausgelöst. Zwar beteuerte die CDU-Fraktion, über Reformvorschläge sprechen zu wollen. Allerdings gab es auch bei der Sitzung am vergangenen Dienstag den Tenor, dass das derzeitige Wahlrecht das Beste und eine Reform nicht nötig sei.

Vor allem die Grünen, aber auch die Frauen in der CDU pochen auf Änderungen. Beim derzeitigen Wahlrecht haben die Wähler eine Stimme. In den 70 Wahlkreisen ist der Kandidat gewählt, der die meisten Stimmen bekommt. Zudem gibt es 50 Zweitmandate, die bisher an die Kandidaten gehen, die zwar ihren Wahlkreis nicht gewonnen haben, aber im Vergleich zu anderen Direktkandidaten ihrer Partei in einem der vier Regierungsbezirke die meisten Stimmen erhalten haben. Bei den Reformdebatten geht es um die Verteilung dieser 50 Zweitmandate.

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Erstellt:
22. April 2018, 09:14 Uhr
Aktualisiert:
22. April 2018, 09:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. April 2018, 09:00 Uhr

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